Am Samstag war es endlich wieder so weit. Nach über vier Spielen und exakt 389 torlosen Minuten konnten die Chemnitzer Fans im Volksstadion Greifswald, vor den TV-Geräten und am Liveticker wieder jubeln. Artur Mergel, der vor der Saison aus Erfurt nach Chemnitz kam, erlöste die Himmelblauen in der 9. Spielminute mit seinem ersten Saisontreffer und beendete damit die lange Durststrecke.
"Das Tor fühlt sich gut an", erklärte der Torschütze anschließend. Allerdings ordnete er sein erstes Saisontor im CFC-Trikot auch gleich noch ein: "Ich hätte natürlich lieber nicht getroffen, wenn wir dafür gewonnen hätten." Denn Johannes Manske erzielte in der 85. Minute spät den Ausgleich für den Greifswalder FC und verdarb so dem CFC den erhofften ersten Dreier seit dem 2. Spieltag.
Die himmelblaue Fußballfamilie zeigte auch nach dem Abpfiff Geschlossenheit. Vor dem Auswärtsblock erhielten die Spieler aufmunternde und motivierende Worte der Fans, und auch im internen Mannschaftskreis auf dem Spielfeld war der Zusammenhalt in dieser weiter sportlich sehr herausfordernden Phase spürbar.
"Wir rücken als Team immer enger zusammen", sagte Innenverteidiger Robert Zickert (34). „Das müssen wir auch. In jedem Spiel zeigen wir, dass wir den Bock umstoßen wollen. Warum es bislang nicht klappt, müssen wir herausfinden. Immer nur vom fehlenden Quäntchen Glück zu sprechen, ist zu einfach. Vieles hat mit Selbstvertrauen zu tun. Trotzdem konnten wir eine ambitionierte Mannschaft wie Greifswald vor große Probleme stellen."
Youngster Niclas Walther gab am ClubTV-Mikro Einblicke in die vergangenen Tage: „Schon der Bowlingabend unter der Woche in Chemnitz hat uns weiter zusammengeschweißt. Viele Gespräche und der Spaß haben unsere Team-Chemie gestärkt. Der Aufenthalt im Hotel in Greifswald hat uns dann zusätzlich als Einheit noch enger zusammengebracht."
Auch Mergel unterstrich nach dem Spiel die Bedeutung des Teamzusammenhalts: "Wir wissen alle, in welcher Situation wir uns befinden. Das schweißt uns vielleicht sogar noch enger zusammen. Wir konnten das Wochenende nutzen, um uns als Team besser kennenzulernen. Es ist jedem anzumerken, wie sehr wir unseren nächsten Sieg wollen."
Mannschaftskapitän Tobias Müller freute sich für seinen Mitspieler: „Für Artur freut es mich sehr, dass er getroffen hat, aber wir müssen noch viel öfter in solche Abschlusssituationen kommen und mehr Gefahr erzeugen. Das schaffen wir nur durch harte Arbeit und eine positive Einstellung."
In der kommenden Woche liegt der Fokus von Cheftrainer Benjamin Duda und seiner Mannschaft nun auf dem nächsten "Sechs-Punkte-Spiel" (Robert Zickert) am Samstag um 13 Uhr beim FSV Luckenwalde im Werner-Seelenbinder-Stadion
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