In unserer Rubrik "Trainer-Trickkiste" werfen wir wieder einen genauen Blick auf den kommenden Gegner des Chemnitzer FC – den Halleschen FC. Das Medienteam des Clubs hat den Gegner analysiert, um euch optimal auf das anstehende Flutlicht-Heimspiel einzustimmen. Am Mittwochabend (17. September, 19 Uhr) sind die Himmelblauen am 8. Spieltag der Regionalliga Nordost im eins-Stadion – An der Gellertstraße gefordert. Mit dem HFC gastiert kein Geringerer als der aktuelle Tabellenführer in Chemnitz – und das verlustpunktfrei.
Dominanter Saisonstart mit offensiver Wucht
Der Hallesche FC ging bereits im ersten Jahr nach seinem Drittliga-Abstieg als Aufstiegsfavorit in die Saison – und tritt nun im zweiten Jahr noch konsequenter in dieser Rolle auf. 14 erzielte Tore und nur 3 Gegentore machen die Saalestädter in beiden Kategorien zur zweitbesten Mannschaft der Liga – in der Tordifferenz (+11) sind sie aktuell sogar Spitzenreiter. Die Mannschaft wirkt eingespielt, effektiv und selbstbewusst – der Kader wurde nach dem Umbruch im Sommer nochmals gezielt mit Qualität verstärkt und hat bislang sechs von sieben Spielen gewonnen und ein Mal Unentschieden gespielt.
Breiter Spielaufbau mit Raumöffnung über außen
Taktisch setzt der HFC auf einen klassischen Viererkettenaufbau, der sich mit dem Ball in eine breite Offensivstruktur verwandelt. Angeführt wird der Hallesche FC von Kapitän Niklas Landgraf, der nur wenige Meter vom eins-Stadion – An der Gellertstraße aufgewachsen ist und im Nachwuchs der Himmelblauen spielte.
Die Außenverteidiger Landgraf und Jonas Hauptmann schieben hoch, Torwart Sven Müller ist aktiv in den Aufbau eingebunden und sorgt über Kurzpässe für Ruhe im ersten Drittel. Die Innenverteidiger Schmedemann (aktuell mit Innenbandriss im Knie, derzeit ersetzt von Löhmannsröben) und Halili sind beide spielstark.
Die Mannschaft zieht das Spiel sehr breit auf, um im Zentrum Räume zu öffnen – ein wichtiges taktisches Stilmittel, das es erlaubt, mit flachen Pässen durch die Mitte zu kombinieren, sobald Tempo aufgenommen wird. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, schaltet der HFC schnell und geradlinig um. Das bevorzugte Angriffsmuster: Über den Flügel hinter die Kette kommen – und dann mit flachen Bällen in den Rückraum oder auf den ersten Pfosten zum Abschluss.
Individuelle Klasse sorgt für ständige Gefahr
Der Hallesche FC verfügt über eine enorme individuelle Qualität – auf nahezu jeder Position. Neuzugang Malek Fakhro bringt aus Duisburg Aufstiegserfahrung und Torgefahr mit. Mit Fatlum Elezi, der unter anderem auch im Nachwuchs von Dynamo Dresden ausgebildet wurde, ist ein Spieler zum HFC gestoßen, der ebenfalls weiß, wie man aufsteigt. Mit Rot-Weiß Erfurt und den Sportfreunden Lotte schaffte er jeweils den Sprung aus der Oberliga in die Regionalliga. In der Regionalliga West glänzte der 27-Jährige in der vergangenen Saison mit 9 Toren und 9 Vorlagen als zentraler Mittelfeldspieler.
Besonders hervorzuheben sind die beiden Shootingstars: Bocar Baro (11 Tore in 13 Spielen in der Rückrunde der Vorsaison für Zehlendorf) und Julien Damelang, der mit 3 Toren und 3 Assists aus den ersten fünf Spielen brilliert. Beides spannende Spieler, die sich nun bei einem großen Club beweisen.
Gegen den Ball: Druck, Pressing, Disziplin
Auch gegen den Ball zeigt sich der Hallesche FC gut organisiert. Die Mannschaft läuft früh an, geht aktiv ins Pressing und generiert viele ihrer Chancen über hohe Ballgewinne. Standardsituationen sind ebenfalls eine Stärke – sowohl defensiv als auch offensiv.
Wenn der Gegner sich vom Pressing befreit, agiert Halle mit einer stabilen Viererkette und gut gestaffeltem Mittelfeld. Durch die enge Staffelung in Ballnähe ist der HFC schwer zu überspielen. Viele Ballgewinne (105 – Rang 5 ligaweit) belegen das.
Voraussichtliche Aufstellung: Müller 1 – Landraf 31 (C), Löhmannsröben 6, Halili 5, Hauptmann 23 – Elezi 44, Stierlin 13, Kulke 17 – Polat 10, Fakhro 9, Damelang 43 (4-3-3)
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