Ein intensives Wochenende für die himmelblaue Nachwuchsabteilung: Während die U19 des Chemnitzer FC im Heimspiel gegen Tabellenführer Union Berlin eine respektable Leistung zeigte, aber mit 0:2 ohne Punkte blieb, musste die U17 beim Auswärtsspiel bei Hertha BSC trotz ordentlicher erster Halbzeit eine deutliche 1:7-Niederlage hinnehmen. Beide Teams bewiesen Kampfgeist, Einsatz und Entwicklung – auch wenn die Ergebnisse diesmal nicht das Engagement widerspiegelten.


U19-Junioren verkaufen sich gut gegen den Spitzenreiter – Union gewinnt mit 2:0 in Chemnitz
Die U19 des Chemnitzer FC hat sich im Heimspiel gegen den Tabellenführer 1. FC Union Berlin teuer verkauft, am Ende aber mit 0:2 (0:0) geschlagen geben müssen. Trotz einer engagierten Leistung und hohem kämpferischen Aufwand fehlte gegen den Topfavoriten am Ende die Effizienz vor dem Tor.
Gute erste Halbzeit mit starkem Debüt
Von Beginn an versuchten die Himmelblauen, über Zweikampfstärke und gutes Pressing Union den Rhythmus zu nehmen. Der Spitzenreiter dominierte zwar spielerisch, doch der CFC hielt mit großem Einsatz dagegen und ließ in der ersten Halbzeit kaum klare Chancen zu.
Besonders U16-Talent Ole Jellen, der sein Debüt in der DFB-Nachwuchsliga feierte, überzeugte mit großem Laufpensum und Mut im Offensivspiel. Auch Heinz Kühnreich und Ben Schmidt sorgten über die Außenbahnen immer wieder für gefährliche Momente. Kurz vor der Pause bot sich Kühnreich die beste Gelegenheit zur Führung, doch der letzte Pass blieb hängen.
Union nutzt die Chancen eiskalt
Nach dem Seitenwechsel zeigte Union die ganze individuelle Klasse des eigenen Kaders. In der 52. Minute fiel nach einer Eckballvariante das 0:1, das die Berliner in die Spur brachte. Der CFC blieb dennoch im Spiel und hatte durch Heinz Kühnreich in der 73. Minute die große Möglichkeit zum Ausgleich. Union blieb jedoch abgeklärt und nutzte eine Unachtsamkeit in der 78. Minute zum 0:2-Endstand.
Verdiente Niederlage, aber viele positive Ansätze
Trotz der Niederlage lobte Cheftrainer Sebastian Kegel den Auftritt der Mannschaft: „Wir haben gegen den besten Gegner der Liga mutig verteidigt, gut gegengehalten und uns Chancen herausgespielt. Das war ein Schritt in die richtige Richtung“, so der Coach. Der CFC konzentriert sich nun auf den kommenden Pokalauftritt am Buß- und Bettag gegen Borea Dresden nach der knapp zweieinhalbwöchigen Pflichtspielpause und will dort den Schwung aus der starken Leistung mitnehmen.
Chemnitzer FC – 1. FC Union Berlin 0:2 (0:0)
Aufstellung: Wimmer 1, Lenz 2 (85. Philipp 8) (C), Gruschwitz 3, Kunstmann 4, Kühnreich 7 (85. Ullmann 11), Jellen 9 (75. Lehmann 16), Schmidt 10 (75. Lorenz 12), Tänzer 17, Hempel 22, Zamora 23 (75. Hiecke 18), Klose 24 (60. Wehner 21)
Tore: 0:1 Adesiyan (52.), 0:2 Gray (78.)
U17-Junioren – Lehrreiche Partie bei starker Hertha
Die U17 des Chemnitzer FC musste in der DFB-Nachwuchsliga eine deutliche 1:7 (1:3)-Niederlage bei Hertha BSC hinnehmen. Trotz des klaren Ergebnisses zeigte die Mannschaft von Cheftrainer Markus Mühling in der ersten Halbzeit eine engagierte und spielerisch verbesserte Leistung.
Mutiger Beginn und frühes Erfolgserlebnis
Der CFC startete mutig und hielt gegen die favorisierten Berliner gut mit. Nach 25 Minuten gelang sogar der Ausgleich zum zwischenzeitlichen 1:1 – ein Zeichen, dass die Chemnitzer trotz schwieriger Wochen Fortschritte machen. Hertha zeigte jedoch, warum sie zu den besten Nachwuchsteams der Liga gehören: Mit hohem Tempo, präzisen Kombinationen und starker individueller Klasse zog die Heimmannschaft bis zur Pause auf 3:1 davon.
Hertha dreht nach der Pause auf
Nach dem Seitenwechsel konnte der CFC das hohe Tempo der Berliner nicht mehr mitgehen. Besonders nach Standardsituationen wurde Hertha immer wieder gefährlich – gleich vier Gegentore fielen nach ruhenden Bällen. Trotz des deutlichen Rückstands kämpfte Chemnitz bis zum Schluss, verteidigte aufopferungsvoll und setzte über Konter vereinzelt Nadelstiche.
Entwicklung wichtiger als Ergebnis
„Das Ergebnis tut weh, aber die Jungs haben sich bis zum Ende reingehauen“, fasste Markus Mühling zusammen. „Gerade in der ersten Halbzeit war das ein Schritt nach vorn – wir müssen nur lernen, die Konzentration über 90 Minuten hochzuhalten.“ In den kommenden Wochen will das Team weiter an Stabilität bei Standards arbeiten und in den Spielen gegen Aue, Cottbus und Jena wieder punkten.
Hertha BSC – Chemnitzer FC 7:1 (3:1)
Aufstellung: Rothbarth 1, Gillert 3, Bachmann 6 (46. Müller 13), Grundtmann 7 (71. Garzini 15), Berger 8, Korkmaz 9, Rudoi 11 (54. Mares 24), Näther 17 (C), Haupt 19, Hoffmann 21 (54. Schneider 20), Liermann 27 (85. Uhlig 5)
Tore: 1:0 Brumm (11.), 1:1 Grundtmann (13.), 2:1 Kwarteng (38.), 3:1 Bajars (40.), 4:1 Salman (48.), 5:1 Mrohs (68.), 6:1 Samardzic (73.), 7:1 Samardzic (83.)
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