Der sechste Tag im Trainingslager des Chemnitzer FC im türkischen Lara stand ganz im Zeichen des zweiten Testspiels. Am späten Nachmittag (17:30 Uhr Ortszeit) kam es zum Duell mit dem Wuppertaler SV – ein besonderes Aufeinandertreffen, denn beide Mannschaften sind im selben Hotel, dem Titanic Deluxe, untergebracht. Entsprechend war die Spielstätte früh klar, ebenso wie der Fokus dieses Tages: Vorbereitung, Feinjustierung und der nächste Härtetest unter Wettkampfbedingungen.

Standards als Schwerpunkt am Vormittag
Wie bereits am vorherigen Testspieltag begann der Tag nach dem Frühstück mit der Fahrt zum Trainingsgelände. Um 10.40 Uhr machte sich der Mannschaftsbus auf den Weg, ehe nach einer ausführlichen Erwärmung erneut Standardsituationen im Mittelpunkt standen. Eckbälle, Freistöße und sogar Anstoßvarianten wurden sowohl ohne als auch mit Gegnerdruck einstudiert – basierend auf den von den Spielern selbst ausgearbeiteten Varianten aus der Gruppenarbeit.
Co-Trainer Niklas Hoheneder erklärte den Ansatz: „Erstens ist das weniger energieraubend und zweitens ergibt es einfach Sinn. Wir haben im Vergleich zum letzten Jahr bei Standards weniger Gefahr ausgestrahlt. Deshalb haben wir mit den Jungs gemeinsam Dinge ausgearbeitet – und Standards kommen nur über Wiederholungen.“
Dabei ging es vor allem um Details: „Die Jungs studieren Laufwege und Timing ein, die Schützen arbeiten an der Genauigkeit der Flanken und daran, wo der Ball im Idealfall runterkommen soll. Das müssen wir üben.“
Spieltagsstimmung am Nachmittag
Nach dem gemeinsamen Mittagessen stellte sich allmählich Spieltagsatmosphäre ein. Kurz nach 16.00 Uhr ging es erneut mit dem Bus zum Trainingsplatz. Die Anlage ist dem CFC inzwischen bestens vertraut, sodass es ohne Umschweife in die Erwärmung ging.
Nach der obligatorischen Stadionrunde von Kultfan „Gerdl“ liefen beide Teams bei guter, gelöster Atmosphäre ein. Rund 80 CFC-Fans sowie etwa 30 Anhänger des Wuppertaler SV sorgten für eine ansprechende Kulisse.
Frühe Führung nach aggressivem Pressing
Der CFC startete aktiv und giftig in die Partie – die Himmelblauen setzten sofort Akzente. Bereits in der 6. Minute fiel die Führung: Dejan Bozic lief den WSV-Keeper aggressiv an, fing dessen Pass ab und schob den Ball im Fallen aus spitzem Winkel zum 1:0 ein.
In der Folge blieb der CFC spielbestimmend, setzte Wuppertal früh unter Druck und kam immer wieder über Flanken aus dem Halbfeld in die gefährliche Zone. Grimaldi und Stockinger sorgten mehrfach für Abschlüsse, ein weiterer Treffer wollte jedoch nicht fallen. Bis zur Pause ließ Chemnitz defensiv kaum etwas zu und ging verdient mit der 1:0-Führung in die Kabine.
Ausgleich und Wechsel nach der Pause
Mit dem Wiederanpfiff gelang den Wuppertalern der Ausgleich. Levin Müller nutzte in der 49. Minute eine Gelegenheit und schob aus halblinker Position zum 1:1 ein. In der Folge wechselte der CFC mehrfach, um Belastung zu steuern und weiteren Spielern Einsatzzeit zu geben.
Die Partie gestaltete sich nun ausgeglichener. Ein Chemnitzer Treffer durch Jonas Marx wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt – eine zumindest umstrittene Entscheidung. Insgesamt neutralisierten sich beide Teams zunehmend, klare Torchancen blieben rar.
Hoheneder fasste den zweiten Durchgang so zusammen: „Erste Halbzeit: sehr gut, sehr kontrolliert. Zweite Halbzeit hatten sie nicht viele Chancen, aber eine – und die haben sie genutzt. Bei ihnen geht die Meisterschaft jetzt los, das war ihre Generalprobe. Unsere Kräfte waren heute etwas geringer, das hat man gesehen.“
Ordentlicher Test unter Belastung
In der Schlussphase hatte der CFC noch einmal die Chance auf den Sieg, doch ein weiter Abschluss von Marx wurde auf der Linie geklärt. Kurz darauf war Schluss: Das zweite Testspiel endete mit einem 1:1-Unentschieden.
Hoheneder zog ein sachliches Fazit: „Für den aktuellen Zustand der Mannschaft, die körperlich schon angegriffen ist, war das in Ordnung. In der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass die Inhalte aus den letzten Tagen sehr gut umgesetzt wurden. Da wären auch mehr Tore drin gewesen.“
Ausblick: Letzter Härtetest steht an
Mit dem Remis gegen den Wuppertaler SV ist der zweite Test im Trainingslager absolviert. Am Sonntag wartet bereits der nächste und letzte Härtetest: Dann trifft der Chemnitzer FC auf FK Železiarne Podbrezová. Auch diese Partie wird live im Stream übertragen – alle CFC-Fans können für 4,99 Euro dabei sein und die Himmelblauen aus Lara begleiten.
Schaltet also ein, unterstützt die Mannschaft und seid gespannt auf den letzten Härtetest.
Wir bedanken uns bei Saxcare, Innenausbau Kunis, Management A&P und T&T Transport für die Unterstützung des Trainingslagers.
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