Sonntag, 07.06.2026

Aufstiegstraum lebt weiter: CFC-Frauen gewinnen Hinspiel gegen SFC Stern 1900

Sonntag, 14 Uhr, Neubauernweg. Endlich ist es so weit: Im Hinspiel der Aufstiegsspiele zur Regionalliga Nordost empfingen die CFC-Frauen den Berliner Meister SFC Stern 1900. Die Mannschaft von Cheftrainer Swen Wolf ging hochmotiviert in die Partie, hatte sich viel vorgenommen und setzte ihren Matchplan über weite Strecken eindrucksvoll um. Am Ende stand ein verdienter 2:1-Heimsieg und damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Berlin.

Keine Veränderungen nach dem Endspiel in Bischofswerda

Im Vergleich zum Meisterschaftsfinale beim Bischofswerdaer FV vertraute Cheftrainer Swen Wolf exakt derselben Startelf. Die Himmelblauen wollten von Beginn an Stabilität ausstrahlen und ihre Abläufe auf den Platz bringen.

Der Start verlief allerdings alles andere als optimal. Nach einer Ecke gingen die Gäste aus Berlin bereits in der 13. Minute durch Sofie Roll mit 1:0 in Führung. Ein früher Rückschlag für die Chemnitzerinnen, die sich zunächst sammeln mussten.

„Nach dieser unglücklichen Ecke und dem 0:1 mussten wir uns erst einmal kurz sortieren. Danach sind wir aber kompakt zurückgekommen und haben wieder besser ins Spiel gefunden“, analysierte Wolf nach der Partie.

Eulitz und Mihalyi drehen die Partie noch vor der Pause

Mit zunehmender Spielzeit übernahmen die Himmelblauen die Kontrolle. Immer wieder sorgten tiefe Laufwege und die hohe Geschwindigkeit der Offensivspielerinnen für Probleme in der Berliner Defensive.

In der 35. Minute wurde Yella Mihalyi mit einem starken Laufweg in die Tiefe geschickt. Im Strafraum konnte sie nur regelwidrig gestoppt werden. Die Folge: Elfmeter für den CFC. Neuzugang Chayenne Eulitz übernahm Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:1-Ausgleich.

Nur wenige Minuten später folgte die komplette Wende. Wieder wurde die Berliner Hintermannschaft mit Tempo attackiert, wieder kamen die Himmelblauen gefährlich vor das Tor. Diesmal war es Yella Mihalyi selbst, die eiskalt blieb und noch vor der Pause das verdiente 2:1 erzielte.

„Einige Spielerinnen haben in der ersten Halbzeit ihre Laufschnelligkeit eindrucksvoll nachgewiesen. Wir haben genau die Räume gefunden, die wir bespielen wollten“, erklärte Wolf.

Frohs hält Elfmeter – CFC verteidigt clever

Kurz nach Wiederbeginn bot sich den Gästen die große Chance zum Ausgleich. Bei einem Strafstoß für Stern 1900 rückte Torhüterin Franziska Frohs in den Mittelpunkt. Die CFC-Keeperin ahnte die Ecke und parierte stark.

Es sollte die wichtigste Szene der zweiten Halbzeit bleiben.

Die Chemnitzerinnen standen defensiv äußerst stabil, verteidigten ihre Box konsequent und ließen den Berlinerinnen nur wenige klare Abschlüsse zu. Der Stern hatte zwar mehr Ballbesitzphasen, wirklich gefährlich wurde es jedoch selten.

Auf der anderen Seite verpasste der CFC die Vorentscheidung. Die beste Gelegenheit hatte Chayenne Eulitz, die nach einem schnellen Angriff frei zum Abschluss kam, den Ball jedoch knapp am Tor vorbeischob.

„Wir hatten die Riesenchance zum 3:1. Das wäre natürlich wichtig gewesen. Aber insgesamt hatten wir das Spiel in der zweiten Halbzeit gut unter Kontrolle. Sie durften spielen, aber in unserer Box ist kaum etwas angebrannt“, so Wolf.

So brachten die Chemnitzerinnen die Führung über die Zeit.

„Sie sind fußballerisch sehr stark und außerhalb des Strafraums vielleicht sogar stärker als wir erwartet hatten. Aber in den entscheidenden Zonen haben wir sehr konzentriert verteidigt. Es war genau der schwierige Gegner, den ich erwartet habe.“

Alles offen vor dem Rückspiel

Mit dem 2:1-Erfolg haben sich die Himmelblauen eine gute Ausgangslage erarbeitet. Die Entscheidung über den Aufstieg fällt jedoch erst am kommenden Sonntag in Berlin.

Dort wird die Partie um 16 Uhr angepfiffen. Trotz des knappen Vorsprungs bleibt die Ausgangslage völlig offen.

„Jetzt geht es im Rückspiel wieder bei Null los. Wir werden die Woche ruhig und konzentriert arbeiten, die angeschlagenen Spielerinnen pflegen und ganz bei uns bleiben. Dann wollen wir den nächsten Schritt gehen“, blickt Wolf voraus.

Vorteil erarbeitet – jetzt nachlegen

Die Frauen des Chemnitzer FC haben im Hinspiel gezeigt, dass sie auf diesem Niveau absolut konkurrenzfähig sind. Mit viel Leidenschaft, hoher Intensität und einer geschlossenen Mannschaftsleistung erarbeiteten sie sich einen verdienten Heimsieg.

Noch ist allerdings nichts entschieden. Am kommenden Sonntag gilt es, den erarbeiteten Vorteil über die Ziellinie zu bringen und den Traum von der Regionalliga wahr werden zu lassen.

Aufstellung: Frohs 1 – Eulitz 3, Mihalyi 8, Hertel 9 (67. Kurz 2), Oehmichen (C) 11, Leuschner 13, Kiesewalter 14 (18. Lattke 4), Janberg 16, Graf 17 (89. Einenkel 5), Bär 18, Jaschke 19

Eingewechselt:
Hertel (9) für Kurz (67.), Einenkel (5) für Graf (89.)

Tore: 0:1 Roll (13.), 1:1 Eulitz (35., Foulelfmeter), 2:1 Mihalyi (44.)

Zuschauer: 200