Sonntag, 11. August 2019 23:26 Uhr

Nach langem Kampf fehlt das letzte Glück

Es hat nicht sollen sein. Der Chemnitzer FC hat am Sonntag, den 11.08.2019, die Überraschung in der 1. Runde des DFB-Pokals knapp verpasst. Gegen den Zweitligisten Hamburger SV verlor die Mannschaft von Cheftrainer David Bergner im Elfmeterschießen 5:6. Nach 120 Minuten stand es 2:2-Unentschieden.

Der Chemnitzer FC startete gut in das erste Pokalspiel. Bereits in der 5. Minute gelang der erste Angriffsversuch der Chemnitzer. Eine Flanke von Pascal Itter verlagerte das Spiel auf die linke Seite. Paul Mildes Pass erreichte aber den am Sechzehner wartenden Rafael Garcia nicht. Der HSV hatte überwiegend den Ball und ließ diesen in der Chemnitzer Hälfte kreisen. Allerdings standen die Abwehrketten des CFC gut und ließ keine Lücken für einen Hamburger Angriff zu. 

In der 16. Minute schoss Hamburgs Sonny Kittel den Ball bei einem zentralen Freistoß durch die Mauer. CFC-Keeper Jakub Jakubov hatte aber keine Probleme, den Ball aufzufangen. Vier Minuten später war der CFC wieder in der Vorwärtsbewegung. Bozic passte zu Garcia und lief nach vorne durch. Die Flanke von Garcia kam an, Bozic verfehlte aber das Tor. Jan Gyamerah vom HSV versuchte es in der 26. Minute mit einem Schuss von der rechten Seite. Der Schuss stellte jedoch für Jakubov keine Probleme dar. Gleich im Gegenzug gab es Aufregung im Hamburger Strafraum. Bozic blieb lange in Ballbesitz, kam aber nicht an der HSV-Abwehr vorbei. 

Der CFC kam zum Wiederanpfiff voller Ehrgeiz aus der Kabine. Nach einigen Offensivversuchen ging der CFC schließlich durch einen Handelfmeter in Führung (57). HSV-Verteidiger van Drongelen wehrte einen Schuss von Bonga mit dem Oberarm ab. Dejan Bozic verwandelte den fälligen Strafstoß eiskalt. Die Antwort der Gäste ließ aber nicht lange auf sich warten. Lukas Hinterseer traf nach Zuspiel von Fein aus der Drehung zum Ausgleich (62). Vor 13.130 Zuschauer gab die Elf von David Bergner weiter alles. Matti Langer köpfte nach einer Ecke von Paul Milde den Ball sechs Minuten nach dem Ausgleich ins linke obere Eck. Der HSV reagierte mit Tempo-Fußball. Den erneuten Ausgleich besorgte aber eine Standardsituation. Sonny Kittel zirkelte einen Freistoß aus knapp 20 Metern über die Mauer aufs kurze Toreck – 2:2 (75.). 

Die Himmelblauen warfen sich mit Mann und Maus in die Angriffsversuche des HSV und verteidigten das Remis bis in die Verlängerung. 

Erst in der zweiten Hälfte der 2x15 Minuten wurde der CFC offensiver. Tarsis Bonga lief einmal die ganze Länge des Spielfeldes ab, passte auf Philipp Sturm, der im Sechzehner wartete. Dieser wurde aber noch von einem Hamburger-Abwehrspieler behindert.

So musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Müller, Sarmov und die Hamburger Schützen Kittel und Hinterseer verwandelten die ersten Elfer sicher. Den fünften Schuss durch Khaled Narey hielt CFC-Schlussmann Jakubov sicher. Der CFC in Front, aber Heuer Fernandes parierte den Schuss von Schoppenhauer und sorgte für den erneuten Ausgleich. Tallig und Itter verwandelten souverän, so dass auch das Elfmeterschießen in die Verlängerung gehen musste. Sören Reddemann setzte den Schuss aus elf Metern jedoch über den Kasten. Adrian Fein nutze den Vorteil und bugsierte den Hamburger SV mit seinem Treffer in die 2. Runde des DFB-Pokals.

Bereits am Freitag trifft der Chemnitzer FC zu Hause auf den 1. FC Magdeburg. Tickets für die Partie können im Ticket-Onlineshop, im CFC-Fanshop und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden.

(Luise Geck)

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