Mittwoch, 10. Juni 2020 22:23 Uhr

Erneut selbst geschlagen

Zum 31. Spieltag der 3. Liga empfing der Chemnitzer FC am Mittwoch, dem 10. Juni 2020 den FC Ingolstadt im heimischen Stadion – An der Gellertstraße. Gegen den ambitionierten Zweitliga-Absteiger wollte das Team von Cheftrainer Patrick Glöckner wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einfahren. 

Von Beginn an entwickelte sich eine muntere Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Nach gefühlvollem Lupfer von Hosiner hinter die Abwehr der „Schanzer“ fehlte bei der Hereingabe von Tuma noch die Genauigkeit (2.). Deutlich gefährlicher wurde es auf der Gegenseite. FCI-Youngster Bilbija stocherte sich zunächst in den Strafraum des CFC, ehe er aus spitzem Winkel den Ball von links an den langen Pfosten setzte (11.). 

Besser machten es die Gäste dann in der 22. Minute. Nach einem Einwurf für den CFC schoss Hoheneder beim Klärungsversuch einen Ingolstädter an. Der Ball fiel vor die Füße von Kapitän Kutschke, der sich die Chance nicht entgehen ließ. 

In der 36. Minute dann der erste große Aufreger des Spiels. Nach einer Milde-Flanke von rechts wurde Bonga im Fünfmeterraum in Ringer-Manier von Antonitsch zu Fall gebracht, Schiedsrichter Weickenmeier blieb allerdings stumm. Der CFC war zu diesem Zeitpunkt immer besser im Spiel und drängte die Ingolstädter mehr in ihre eigene Hälfte. Der Gast aus Bayern lauerte dagegen immer wieder auf Kontermöglichkeiten. 

Kurz vor dem Pausenpfiff gab es für den Gastgeber dann aber noch die große Chance zum Ausgleich. Nach einem Eckball von Garcia landete der Ball im Fünfer vor den Füßen von Bonga, der allerdings ein großes Luftloch schlug und den Ball dadurch nicht über die Linie bugsieren konnte. So ging es mit der Pausenführung für die Gäste in die Kabinen. 

Nach dem Seitenwechsel ließen es beide Mannschaften, zumindest was die Torchancen anging, etwas ruhiger angehen. Erst in der 53. Minute kamen die Gäste zu ihrer nächsten guten Gelegenheit. Nach einem langen Ball stand FCI-Topscorer sträflich frei, konnte aber von Hoheneder noch ausgebremst werden. 

In der Folge erarbeiteten sich die „Schanzer“ immer besser Möglichkeiten. Einen strammen Schuss von rechts konnte Reddemann in letzter Sekunde per Kopf auf der Linie klären (58.), kurz darauf setzte Kutschke den Ball nach flacher Hereingabe am kurzen Pfosten vorbei. 

Danach beruhigte sich die Partie wieder ein wenig. Die Chemnitzer versuchten immer wieder nach vorn zu spielen, scheiterten aber oftmals an den gut sortierten Ingolstädtern. Fast den Knockout gab es für den CFC dann in der 70. Minute. Nach fatalem Fehlpass von Langer im zentralen Mittelfeld tauchte Elva plötzlich vollkommen frei vor Jakubov auf. Der Keeper des CFC parierte den Abschluss aber glänzend und hielt den Gastgeber so weiter im Spiel. 

In der Schluss-Viertelstunde setzte der CFC noch einmal alles auf Angriff. Viel Ballbesitz und viele Flankenversuche brachten aber nicht den zwingenden Erfolg. Immer wieder konnte die gut organisierte Abwehr des FC Ingolstadt die Bälle aus der Gefahrenzone klären. Einzig in der 3. Minute der Nachspielzeit kamen die Chemnitzer nach einem Freistoß und einer zu kurz geratenen Faustabwehr von Buntic nochmals zum Kopfball. Dieser landete aber nur auf dem Tornetz der Gäste. 

Am Ende belohnte sich der CFC erneut nicht für eine gute Leistung. Aufgrund der besseren Torchancen ging der Sieg für die „Schanzer“ aber durchaus in Ordnung. Lange Zeit zum Nachdenken bleibt aber nicht. Bereits am Samstag reisen die Chemnitzer in die Pfalz. Am Samstag, dem 13. Juni trifft das Team von Patrick Glöckner dann auf den 1. FC Kaiserslautern. Anstoß der Partie ist um 14:00 Uhr. 

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