Dienstag, 16. Juni 2020 22:06 Uhr

Last-Minute-Tor bringt den Heimsieg

Zum nächsten Abendspiel der 3. Liga im Stadion – An der Gellertstraße empfing der Chemnitzer FC am Dienstag, dem 16. Juni 2020 den SC Preußen Münster. Vor dem 33. Spieltag trennten beide Teams lediglich zwei Punkte in der Tabelle. Die Partie war für beide Mannschaften also im Saisonendspurt richtungsweisend. 

CFC-Chefcoach Patrick Glöckner veränderte seine Startformation im Vergleich zum Kaiserslautern-Spiel auf drei Positionen. Maloney, Sturm und Garcia rückten in die erste Elf. Zudem stellte Glöckner auf ein 3-4-3-System um. Die Umstellung schien zu fruchten. Von Beginn an zeigten sich die Chemnitzer in der Defensive gut gestaffelt und in den Zweikämpfen griffig und bissig. Die großen Chancen fehlten zu Beginn allerdings noch. Bei einem Konter über Garcia verpasste der Flügelspieler aber den finalen Pass (10.). Von den Gästen war bis zu diesem Zeitpunkt offensiv nichts zu sehen. Die Münsteraner konzentrierten sich zunächst auf die Verteidigung und lauerten immer wieder auf Kontermöglichkeiten. 

Die erste Großchance hatten dann ebenfalls die Chemnitzer. Einen Freistoß 20 Meter vor dem Tor der Gäste zirkelte Garcia gefühlvoll über die Mauer, aber Keeper Schulze Niehues kratze den Ball noch aus dem Tor-Eck (29.). Bis zu diesem Zeitpunkt wurde der CFC vor allem über die Seite von Rafael Garcia und Sandro Sirigu gefährlich. Nach einer halben Stunde nahmen die Chemnitzer bei frühsommerlichen Temperaturen um die 24°C ein wenig das Tempo raus. Prompt folgte auch die erste Chance für die Münsteraner, ohne wirklich daran beteiligt gewesen zu sein. Maloney wollte einen langen Ball ohne Bedrängnis zu CFC-Keeper Jakubov zurückspielen, übersah aber, dass der Torhüter bereits aus seinem Tor geeilt war, um den Ball selbst zu erlaufen. Der Pass von Maloney landete zum Glück für den CFC neben dem Tor und so ging es nur mit Ecke für den SCP weiter. 

In der Folge blieben die Chemnitzer in den Zweikämpfen weiter bissig, jedoch waren jedem die intensiven Anfangsminuten anzumerken. Weil aber auch von den Preußen keine nennenswerten Offensivaktionen kamen ging es mit einem 0:0 in die Halbzeit. 

Nach dem Seitenwechsel gab es ein ähnliches Bild wie zu Beginn der ersten Hälfte. Die Chemnitzer störten den Münsteraner Spielaufbau früh und kamen so zu weiteren Chancen. Die Abschlüsse von Tallig (47.) und Bonga (52.) verfehlten ihr Ziel aber deutlich. Die Gäste waren im zweiten Abschnitt deutlich besser in der Partie, suchten die Zweikämpfe und wurden durch Konter über die Außenbahnen gefährlich. Bei den Flanken in den 16-Meter-Raum fehlte aber weiterhin ein Abnehmer. 

Danach spielten beide Mannschaften mit offenem Visier. Nach einem guten Lauf von Bonga über die rechte Seite zog Müller aus der zweiten Reihe ab – sein Schuss war aber leichte Beute von SCP-Keeper Schulze Niehues (64.). Im Gegenzug forderten die Gäste dann direkt Jakubov. Nach schnellem Konter zog Cueto scharf aufs rechte Eck ab (65.). Die Chemnitzer Nummer Eins konnte den Ball aber um den Pfosten zur Ecke lenken. 

In der Folge wurden die Hausherren immer präsenter und spielten wieder zielstrebiger in Richtung des Münsteraner Tores. Mit insgesamt vier Wechseln brachte Glöckner zudem noch einmal mehr offensive Power in die Partie. Bonga und Itter schoben immer wieder über die rechte Seite an, die Hereingaben waren aber meist noch zu ungenau. In der 85. Minute gab es dann die große Chance für den CFC. Bonga setzte sich erneut stark auf der rechten Seite durch und brachte den Ball scharf in die Mitte auf den kurzen Pfosten. Dort lief Bozic hervorragend ein, konnte jedoch im letzten Augenblick geblockt werden. 

Als die Münsteraner den Auswärtspunkt schon so gut wie sicher hatten, preschte die Chemnitzer noch einmal nach vorne. Nach einer Flanke von Milde kam Itter plötzlich frei im 16-Meter-Raum zum Abschluss – den Ball fälschte SCP-Verteidiger Scherder unhaltbar für Keeper Schulze Niehues ins eigene Tor ab (90.). Auf Seiten der Chemnitzer gab es kein Halten mehr. Da war das von Cheftrainer Glöckner vor der Partie geforderte „erzwungene Glück“! 

Am Ende gewinnt der CFC diese enge Partie aufgrund der besseren Torchancen durchaus verdient und knackt in der laufenden Saison der 3. Liga die 40-Punkte-Marke. Bereits am Freitag geht es für den CFC weiter. Dann treffen die Chemnitzer auswärts auf die Würzburger Kickers. Anstoß der Partie, am 19. Juni ist um 19:00 Uhr in der FLYERALARM Arena. 

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