Freitag, 19. Juni 2020 21:06 Uhr

Würzburg in Überzahl eine Nummer zu groß

Zum zweiten Mal innerhalb von knapp drei Wochen reiste der Chemnitzer FC in die Würzburger FLYERERALARM Arena. Am Abend des 19. Juni hieß der Gegner aber nicht wie zum Re-Start FC Carl Zeiss Jena, sondern die eigentlichen Hausherren des FC Würzburger Kickers. Für beide Mannschaften ging es um wichtige Punkte. Die Chemnitzer benötigten den Zähler im Kampf gegen den Abstieg – Die Kickers hingegen im Aufstiegsrennen zu bleiben. 

Beide Teams starteten mit viel Dampf in die Partie. Bereits in der 2. Minute kamen die Hausherren zu ihrem ersten Abschluss, den die Chemnitzer über die Toraus-Linie klären konnten. Die darauffolgende Ecke flog durch den Strafraum des CFC, beim Schussversuch der Würzburger wurde allerdings Bozic zu Fall gebracht und so gab es Freistoß für die Gäste. 

Auf der Gegenseite lauerte der CFC erneut im 3-4-3-System spielend auf Kontermöglichkeiten über die schnellen Außenspieler Garcia und Tuma. In der 17. Minute dann die erste vielversprechende Situation für die Gäste in himmelblau. Nach einem Pass in die Spitze behauptete Bozic im Strafraum stark gegen zwei Würzburger und spitzelte den Ball aufs Tor von Keeper Müller. Der Abschluss war allerdings nicht platziert genug und somit leichte Beute für den Würzburger Schlussmann. 

In der Folge der FWK zwar mit mehr Ballbesitz, die besseren Torchancen erarbeiteten sich aber die Chemnitzer. Bei den einer Itter-Flanke fehlte aber noch ein Abnehmer (25.) und Paul Milde verzog aus der zweiten Reihe deutlich (28.). 

Nach einer halben Stunde dann der erste Schock für den CFC. Schiedsrichter Haslberger zeigte Patrick Glöckner in einer Aktion die Gelbe Karte, um ihn anschließend für sein Applaudieren direkt mit Gelb-Rot auf die Tribüne zu verweisen. Aber damit nicht genug für den CFC. Das Spiel lief anschließend keine zwei Minuten, als Maloney im Luftduell seinen Gegner übersprang – Schiedsrichter Haslberger zeigte dem Chemnitzer Innenverteidiger zum zweiten Mal die Gelbe Karte und schickte ihn ebenfalls vom Feld. 

Chemnitz musste im Anschluss also zu zehnt gegen die Würzburger Offensive ankämpfen, die sich nach dem Platzverweis noch mehr Feldvorteile und Torchancen erarbeitete. Einen strammen Abschluss von Baumann konnte Jakubov parieren (38.), in der nächsten Aktion verteidigten die Chemnitzer gemeinschaftlich ihr Tor. Pfeiffer legte vorm Tor quer auf Baumann, dessen Abschluss auf der Linie von Bohl geblockt werden konnte. Den Nachschuss setzten die Würzburger kläglich über den Chemnitzer Querbalken. Danach sortierte sich der CFC nach den beiden Rückschlägen und formierte sich wieder besser. Bis zur Halbzeit passierte dann nichts mehr und so ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Kabinen. 

Nach dem Seitenwechsel war die Rollenverteilung schnell klar: Die Kickers drängten den CFC tief in die eigene Hälfte. Nur bis zur 49. Minute hielt der Chemnitzer Abwehrriegel, eher Luca Pfeiffer nach einer Flanke von rechts im Strafraum hochstieg und den Ball ins Tor köpfte. Der CFC danach sichtbar geschockt vom Rückstand, während die Würzburger weiter anliefen. Nach einem Chip-Ball hinter die Abwehrkette des CFC tauchte dann Baumann frei vor dem Tor von Jakubov auf, behielte die nerven und schob zum 2:0 für die Kickers ein (53.). 

Nach dem Doppelschlag der Würzburger pausierte die Partie en wenig. Erst in der 65. Minute tasteten sich die Chemnitzer erstmals wieder nach vorn. Nach schöner Kombination über Tallig und Bohl landete der Ball bei Milde, der in den Strafraum zog und abschloss. Keeper Müller tauchte aber ab und parierte den Ball. 

Das sollte dann aber auch für lange Zeit wieder die letzte Chance sein. Erst in der 73. Kamen die Würzburger noch einmal vor das Tor der Chemnitzer und direkt lag der Ball wieder im Netz. Nach einem Fehlpass von Schoppenhauer quer vorm Tor blieb Breunig vorm Tor eiskalt und verwandelte ins linke untere Eck. 

Das 0:3 war aus Sicht der Chemnitzer der endgültige K.O.. Die Würzburger nahmen dann endgültig das Tempo aus der Partie und spielten die Schlussminuten herunter. Nach pünktlich 90 Minuten pfiff Schiedsrichter Haslberger die Partie ab. 

Für den Chemnitzer FC geht es bereits am Dienstag, dem 23. Juni 2020 weiter. Dann empfängt der CFC im heimischen Stadion – An der Gellertstraße Eintracht Braunschweig. Anstoß ist dann um 19:00 Uhr.  

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