Freitag, 26. Juni 2020 21:13 Uhr

Mit Krampf und Kampf zum Auswärtspunkt

Am 36. Spieltag der 3. Liga war der Chemnitzer FC erneut am Freitagabend gefordert. In der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena traf der CFC auf den KFC Uerdingen 05. Gegen die Krefelder wollte das Team von Cheftrainer Patrick Glöckner an die Leistung aus dem letzten Spiel anknüpfen. 

In der Anfangsphase tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab. Zwingende Torchancen blieben in den ersten zehn Minuten Mangelware. Bis auf einen harmlosen Abschluss von Bozic spielte sich das Geschehen eher im Mittelfeld ab. In der 13. Minute kam dann der KFC zu einer ersten guten Möglichkeit. Nach einem Doppelpass im Mittelfeld zog Guenoche aus der zweiten Reihe flach ab – der Ball war allerdings leichte Beute für CFC-Keeper Jakubov. 

Im Anschluss passierte erneut wenig. Beide Mannschaften waren zunächst darauf bedacht, die eigene Defensive kompakt zu halten. Das erste Mal gefährlich vor das KFC-Tor kam der CFC dann in der 29. Spielminute. Nach einem öffnenden Laufpass von Hosiner auf Garcia suchte der Flügelspieler den durchlaufenden Bonga. Der Querpass geriet allerdings ein wenig zu steil, sodass Bonga den Ball erneut verarbeiten musste, im Rückraum Bozic suchte, dessen Abschluss aber von der KFC-Defensive geblockt werden konnte. 

Der CFC war ab diesem Zeitpunkt besser in der Partie und konnte sich leichte Feldvorteile erarbeiten. Eine Garcia-Ecke klärten die Krefelder zunächst, ehe im zweiten Anlauf Hosiner eine Flanke auf den langen Pfosten auf Hoheneder zurücklegte, dessen Abschluss aber knapp am langen Pfosten vorbeiflog. Der KFC lediglich bei Standards annähernd Torgefährlich. 

Als alles nach einem torlosen Unentschieden zur Halbzeit aussah, kamen die Gastgeber noch einmal gefährlich vor das Tor. Eine Flanke fälschte Reddemann ab, wodurch der Ball ans Außennetz des Chemnitzer Tores fiel. Den folgenden Eckball bekam der CFC nicht entscheidend geklärt. Der Ball landete im Rückraum bei Konrad, dessen Abschluss leicht abgefälscht im langen Eck von Jakubov einschlug (45.). 

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Chemnitzer deutlich aktiver und attackierten den KFC früh in der gegnerischen Hälfte. Nach einem ersten Abschluss von Bonga (48.) hatte der CFC in der 50. Minute die Arme zum Jubeln schon fast in die Luft gestreckt – Bozic machte einen Ball zunächst gut fest, drehte sich auf und steckte auf Hosiner durch. Dessen Abschluss im Sechzehner klatschte aber erneut nur an den Pfosten.

Von den Gastgebern im zweiten Durchgang kaum Akzente in der Offensive zu sehen Und in der Defensive half das Glück ordentlich mit. In der 64. Minute fasste sich Garcia aus gut 20 Metern ein Herz und zog ab. Der Ball setzte aber erneut nur am Aluminium der Krefelder an. 

In der Folge rannte der CFC zwar an, wirkte aber deutlich unentschlossener in den Aktionen als noch in der Partie gegen Eintracht Braunschweig. Gegen die tief stehende Abwehr der Uerdinger war für die Chemnitzer über weite Strecken kein Durchkommen. Wenn der CFC dem Tor der Gastgeber näherkam, hatte der KFC bei Bozic (81.) oder Tuma (84.) noch im letzten Moment ein Bein dazwischen. 

In der 87. Minute gab es dann die Erlösung für den CFC! Nach einem Abschluss landete der abgefälschte Ball im Strafraum bei Bonga, der zur Grundlinie zog und den Ball scharf im Fünfmeterraum querlegte. Am langen Pfosten lauerte Bozic und musste den Ball nur noch zum Ausgleich über die Linie drücken (87.). 

In den Schlussminuten versuchten die Chemnitzer den Rückenwind des Ausgleichstreffers mitzunehmen, prallten aber erneut auf die gut stehende Defensive der Krefelder. Der KFC hingehen schaltete sich kurz vor dem Abpfiff ebenfalls noch einmal in der Offensive ein. Aus zwei Eckbällen in Folge konnten die Gastgeber aber keinen zwingenden Abschluss erspielen. 

Am Ende trennten sich die beiden Mannschaften, wie bereits im Hinspiel, mit 1:1. Am nächsten Mittwoch (01. Juli 2020) trifft der CFC dann im Abstiegs-Duell auf den FSV Zwickau. Anstoß der Partie in der GGZ-Arena ist um 19:00 Uhr. 

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