Montag, 29. Juni 2020 19:25 Uhr

„In die Beobachter-Rolle begeben“

Beim 1:1 im Auswärtsspiel gegen den KFC Uerdingen kassierte Philipp Hosiner eine fragwürdige Gelbe Karte -  und zugleich eine folgenschwere. Der Top-Torjäger des Chemnitzer FC (16 Tore) kassierte von Schiedsrichter Mitja Stegemann die 10. Gelbe Karte. Hosiner ist damit für das wichtige Auswärtsspiel beim FSV Zwickau am Mittwoch (01. Juli; 19:00 Uhr) gesperrt. 

Wir sprachen mit dem Österreicher über den daraus entstandenen Groll,  Sturmkollegen Dejan Bozic und wie er der Mannschaft trotz Spielsperre am Mittwochabend helfen will. 

Der Ärger über deine 10. Gelbe Karte war bei dir und allen anderen Himmelblauen am Freitagabend groß. Wie ist deine aktuelle Gemütslage diesbezüglich?
Hosiner: "Die Gelbe Karte war natürlich extrem bitter! Vor allem deshalb, weil sie meiner Meinung nach ungerechtfertigt war. In unserer Situation benötigen wir jeden Spieler, um die nötigen Punkte zu holen. Das hat mich sehr verärgert. Ich bin aber trotzdem froh, dass wir in Uerdingen zumindest einen Punkt geholt haben, der am Ende viel wert sein kann. In den letzten beiden Spielen haben wir bereits gezeigt, dass wir wieder besser Fußball spielen, auch wenn im Abschluss noch das nötige Glück gefehlt hatte."

Dein Sturmpartner Dejan Bozic, der den Treffer zum 1:1 gegen Uerdingen markierte, wird dich voraussichtlich gegen Zwickau vertreten. Was macht ihn stark?
"Das wichtige Tor gegen Uerdingen wird ihm weiter Selbstvertrauen geben. Dejan ist ein Spieler der ganz genau weiß, wo das Tor steht. Er hat bereits letzte Saison gezeigt, was er drauf hat. Dejan hat einen großen Anteil daran, dass der Chemnitzer FC überhaupt in der 3. Liga spielt. Deshalb bin ich überzeugt davon, dass er gegen Zwickau erneut seine Leistung abrufen wird." 

Gegen Zwickau kannst du nicht auf dem Platz stehen. Wie kannst du der Mannschaft in diesen Tagen im Training helfen, um am Mittwoch optimal vorbereitet ins Spiel zu gehen?
"Ich versuche die Jungs im Vorfeld zu pushen. Beim Training kann ich mich eher in die Beobachter-Rolle begeben, weil ich mich nicht, wie die anderen, nur auf das Spiel konzentrieren muss. Ich denke, dadurch kann ich verschiedene Dinge anders sehen und dann Tipps und Impulse geben. Die Mannschaft muss an ihre Qualitäten glauben und mit Selbstbewusstsein nach Zwickau fahren. Aktuell sind wir in der Situation, dass wir über dem Strich stehen und Zwickau hinter uns. Wir können meiner Meinung nach befreiter aufspielen."

Wie wirst du das Spiel verfolgen und warum?
"Ich werde versuchen im Stadion zu sein. Je nachdem, wie die Möglichkeit aufgrund der Hygienemaßnahmen vorhanden ist. Ich möchte so nah wie möglich an der Mannschaft sein, um die Jungs vor Ort zu unterstützen."

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