Samstag, 04. Juli 2020 17:29 Uhr

Torfest reicht nicht zum Klassenerhalt

Zum alles entscheidenden 38. Spieltag empfing der Chemnitzer FC am Samstag, dem 4. Juli den F.C. Hansa Rostock. Die Partie im Stadion – An der Gellertstraße war für beide Mannschaft von enormer Bedeutung. Während der CFC die minimale Chance auf den Klassenerhalt nutzen wollte, ging es für die Hanseaten noch um wichtige Punkte im Kampf um den Aufstiegs-Relegationsplatz. Beide Mannschaften waren dafür allerdings auf fremde Hilfe angewiesen.

Beide Mannschaften starteten schwungvoll in die Partie. Der CFC war im offensiven 4-3-3-System von Beginn an darum bemüht mit Zug zum gegnerischen Tor zu spielen und so den Ball vom eigenen Sechzehner fern zu halten. Die erste Großchance hatten dann aber die Hanseaten. Nach einem Steilpass von Bülow war Neidhart frei durch, schloss im Strafraum ab, scheiterte aber am stark parierenden Jakubov (13.). 

Die erste Chance für de CFC gab es dann in der 19. Minute. Nach einer kurzen Ecke erwischte Reddemann eine Flanke von Milde nur leicht mit dem Kopf und verlängerte so auf Bozic, dessen Abschluss geriet allerdings zu ungenau. Auf der Gegenseite hatte der FCH erneut die Chance zur Führung. Erneut steckten die Hanseaten steil hinter die CFC-Abwehr, aber Jakubov war im Eins-gegen-Eins gegen Nartey zur Stelle (28.).

In der 34. Minute mussten dann die Rostocker mächtig durchpusten. Nach einem langen Ball profitierte Hosiner von einem Stellungsfehler und kam am Strafraum zum Abschluss. Der Ball sprang allerdings rechts am Tor der Rostocker vorbei. So ging es nach einer unterhaltsamen ersten Hälfte mit einem 0:0 in die Halbzeitpause. 

Nach dem Seitenwechsel sollte es dann noch spannender werden. In der 48. Minute wurde Hosiner nach einem langen Ball im Strafraum zu Fall gebracht. Der Gefoulte trat selbst an und setzte den Ball wuchtig in die Tormitte zum 1:0. 

Die Freude des CFC hielt aber nicht lang. Zwei Minuten nach dem Führungstreffer konnten die Rostocker ausgleichen. Nach einer Flanke fiel Jakubov der Ball aus den Händen und Scherff stocherte auf der Grundlinie stehend den Ball ins Chemnitzer Netz. Nach dem Ausgleich drängten die Rostocker auf den Führungstreffer. Mit Glück und Geschick hielten die Chemnitzer dem Druckphase stand und spielten dann selbst wieder gezielter in Richtung Tor. 

In der 78. Minute belohnte sich der CFC. Nach einem Freistoß von Oesterhelweg stand Reddemann frei im Strafraum der Rostocker und nickte unbedrängt zum 2:1 ein – und das sollte längst nicht das Ende sein. Zehn Minuten später verlängerte Bozic am kurzen Pfosten eine Ecke per Kopf auf Hosiner, der den Ball per Volleyabnahme einnetzte. Plötzlich glaubte in Chemnitz jeder an das Wunder mit einem Vier-Tore-Vorsprung in der Klasse zu bleiben. Eine Minute später, in der 89. Minuten wurde der Traum noch realistischer, als Hosiner in den Frauen Raum geschickt wurde und vor Keeper Kolke eiskalt blieb und zum 4:1 für den CFC traf. 

Aber die Rostocker ergaben sich keineswegs. Direkt im Gegenzug tauchte Engelhardt frei vor Jakubov auf, behielt die Nerven und schob zum 4:2 ein. Das sollte auch gleichzeitig der Endstand der Partie sein.

Am Ende gewinnt der CFC zwar deutlich, allerdings mit zwei Toren zu wenig. Weil sich der FSV Zwickau in der Parallel-Begegnung gegen den SV Waldhof Mannheim mit 0:0 trennt, muss der CFC aufgrund des schlechteren Torverhältnisses den Abstieg in die Regionalliga hinnehmen. 

Die Pressekonferenz nach der Partie gegen den F.C. Hansa Rostock seht ihr bei ClubTV.

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