Montag, 10. August 2020 14:18 Uhr

Karsanidis-Comeback: „Wichtig, wieder Teil der Mannschaft zu sein"

Am 25. Mai 2019 stand Ioannis Karsanidis das letzte Mal in einem Pflichtspiel für den Chemnitzer FC auf dem Platz. Beim 2:0 Finalsieg im Wernesgrüner Sachsenpokal gegen den FSV Zwickau stand „Karsa“ 88 Minuten auf dem Platz und hatte großen Anteil am zehnten Sachsenpokalsieg im Jahr 2019. Nur wenige Wochen später zog sich der Mittelfeldmotor im Vorbereitungsspiel gegen den türkischen Erstligisten Alanyaspor eine schwere Knieverletzung zu. Riss des Kreuzbandes sowie des Außenminiskus im rechten Knie lautete die Diagnose.

Exakt 441 Tage nach seinem letzten Pflichtspiel stand Karsanidis am Samstag (08. August) im Halbfinale des Wernesgrüner Sachsenpokals gegen den FC International Leipzig erstmals wieder auf dem Spielfeld. 

Cheftrainer Daniel Berlinski wechselte den Deutsch-Griechen in der 76. Minute für Christian Bickel ein. „Es lief besser als gedacht. Auch ich hatte, wie die gesamte Mannschaft, nur eine sehr kurze Vorbereitungszeit. Aber es war wichtig wieder Teil der Mannschaft zu sein und die Abläufe am Spieltag zu absolvieren“, so Karsanidis zu seinem Kurzeinsatz gegen Inter Leipzig. 

Karsanidis hatte die letzten Wochen bewusst nichts überstürzen wollen, um in optimaler Verfassung in die Vorbereitung auf die Regionalliga-Saison starten zu können. Ein Startelfeinsatz käme für den 27-Jährigen aktuell noch zu früh. „Karsa hat die letzten drei Wochen hart an sich gearbeitet. Man merkt, dass es von Tag zu Tag besser und flüssiger wird. Allerdings wird er noch eine gewisse Zeit benötigen. Wir versuchen ihn behutsam durch Spielpraxis an sein altes Niveau heranzuführen, ohne ein unnötiges Risiko einzugehen“, erklärt CFC-Cheftrainer Daniel Berlinski den Plan.

„Ich fühle mich körperlich sehr gut. Auf dem Platz habe ich trotzdem gemerkt, dass die Bewegungen noch nicht komplett flüssig sind. Das ist normal, weil ich viel individuell trainiert habe und jetzt erst seit wenigen Wochen wieder Teil des Mannschaftrainings bin. Ich denke, das wird noch ein paar Wochen dauern, bis alles wieder perfekt läuft“, verdeutlichte Karsanidis

In jedem Fall ließ das Comeback von Ioannis Karsanidis jedes himmelblaue Herz aufgehen. Die Chancen stehen gut, dass die Chemnitzer Nummer 6 schon bald wieder in der Startelf im Stadion – An der Gellertstraße auflaufen kann.

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