Sonntag, 06. September 2020 19:13 Uhr

Zwei Elfmeter sichern den nächsten Heimdreier

Hart erarbeitete drei Punkte holte der Chemnitzer FC am 5. Spieltag der Regionalliga Nordost gegen den FSV Union Fürstenwalde. Mit 3:2 (2:1) gewann das Team von Cheftrainer Daniel Berlinski dank zweier Strafstöße und Glück in der Nachspielzeit.

Der CFC startete vor 1576 Zuschauern sehr energisch ins Spiel und setzte die Gäste schon in der gegnerischen Hälfte unter Druck. Fürstenwalde kam in der Folge zu wenig strukturierten Angriffen. Chemnitz hingegen überlief die Union offensiv über die Außenbahnen und erspielte sich zentral vor dem Strafraum gefährliche Abschlüsse. Bickel und Breitfelder setzten den Ball jedoch neben das Tor (5./10.).

Der FSV kam mit dem Druck des CFC nicht zurecht und wurde nur durch Standardsituationen gefährlich. Für die starke Anfangsphase belohnte sich Chemnitz in der 19. Minute. Ogbidi ging mit Tempo über rechts durch die Fürstenwalder Abwehrreihe und fand Kevin Freiberger am Fünfmeterraum, der den Ball über die Linie drückte.

Nur vier Minuten später kam die Antwort der Gäste. Fast aus dem Nichts kam Kanther über rechts durch, Köhler grätschte ins Leere und Putze setzte den Ball mit Hilfe der Latte ins Tor (22.).

Die ereignisreiche erste halbe Stunde toppte Christian Bickel in der 28. Minute per Elfmeter, nachdem Weiß den Ball im Strafraum mit der Hand berührte. In der Folge war das Spiel vorwiegend durch Fouls geprägt, der CFC ging verdient mit einer 2:1-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel startete der CFC beinahe mit dem nächsten Tor. Freiberger schoss 30 Sekunden nach Wiederanpfiff aus spitzem Winkel nur knapp vorbei. Fürstenwalde zeigte sich ähnlich wie in der ersten Halbzeit unbeeindruckt und glich im Gegenzug durch Mateusz Ciapa aus. Ausschlaggebend war eine Kombination durchs Zentrum und eine Flanke von außen. Der Ball flog durch den Fünfmeter-Raum, Ciapa schob nach Querpass ein (47.).

Chemnitz fand danach, sichtlich aus dem Spielfluss gebracht, nicht mehr in einen geordneten Spielaufbau. Fürstenwalde zeigte sich über Zweikämpfe präsent und setzte auf Konter. Rechtsaußen Theo Ogbidi war in diesen Minuten der auffälligste Spieler des CFC. Er überlief ein aufs andere Mal die Union-Abwehrkette und flankte den Ball gefährlich ins Zentrum. Knapp zwanzig Minuten vor Schluss konnte Komnos jenen Ogbidi nur noch unfair stoppen. Schiedsrichter Eugen Ostrin zeigte erneut auf den Punkt. Dieses Mal schnappte sich Campulka den Ball und netzte rechts unten ein (74.).

Chemnitz verlor in der Folge erneut den Faden und ließ Fürstenwalde zurück ins Spiel kommen. Der bis dahin blass gebliebene Guerts kam gefährlich über die linke Seite, einen Torabschluss spielten sie jedoch nicht heraus. Erst in der Nachspielzeit warf Union nach einer Reihe von Eckbällen alles nach vorn. Köhler klärte den letzten Abschluss aus 20 Metern auf der Linie und sicherte dem CFC damit den Sieg (90.+5).

Der CFC rutscht mit dem Sieg auf den 9. Platz der Regionalliga Nordost. Am kommenden Wochenende erwartet die Chemnitzer dann ein echtes Highlight. In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals trifft der Chemnitzer FC auf die TSG 1899 Hoffenheim. Anstoß der Partie ist am Sonntag, den 13. September 2020 um 15:30 Uhr. 

1 2 3 4 5 >