Dienstag, 08. September 2020 14:00 Uhr

„Spaß am Tempofußball.“

Er war einer der ersten Neuzugänge des neuen Regionalliga-Kaders 2020 beim Chemnitzer FC. Der 19-Jährige konnte in Magdeburg bereits Drittliga-Luft schnuppern. Christoph Antal hat sich vor dem Heimspiel gegen Union Fürstenwalde mit Theo Ogbidi zum ClubMagazin-Interview getroffen. Darin spricht der Außenbahnspieler über seine Ziele, den straffen Sommerfahrplan und seine zweite Leidenschaft. 

Runde 1,5 Monate bist du jetzt beim Chemnitzer FC. Wie fällt dein erstes Fazit zum Verein und der Stadt aus? 
"Ich war wirklich positiv überrascht vom CFC. Im Verein herrscht ein sehr familiäres Klima und man merkt, dass hier viele Leute arbeiten, denen der Club viel bedeutet. Das ist sehr wichtig. Die Stadt allgemein kannte ich schon, da meine Großeltern nicht weit entfernt in Freiberg leben. Chemnitz ist eine schöne Stadt. Man kann sich hier sehr wohl fühlen." 

Du standest beim 1. FC Magdeburg ab dem 34. Spieltag der letzten Saison im Kader und hattest quasi auch eine sehr kurze Sommerpause. Wie hast du die Wochen genutzt? 
"Ich bin nach dem letzten Spieltag der Saison nach Hause nach Halle gefahren und habe versucht ein bisschen abzuschalten und mich schon optimal auf die neue Aufgabe vorzubereiten. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht genau, wo die Reise hingehen würde. Deshalb war es für mich auch eine ungewisse Zeit." 

Warum fiel die Wahl dann bei dir auf Chemnitz? 
"Der Chemnitzer FC ist ein sehr ambitionierter Verein. Ein ausschlaggebender Punkt war für mich, dass man hier etwas erreichen kann. Hinzu kamen noch die infrastrukturellen Faktoren, das tolle neue Stadion und die optimalen Trainingsbedingungen im Sportforum." 

Du bist in Halle geboren, hast bei RB Leipzig und dem 1. FCM in der Jugend gespielt und bist jetzt beim CFC. Alles sehr nah an der Heimat – bewusst oder Zufall? 
"Der Wechsel zu RB Leipzig war auf jeden Fall bewusst so gewählt. Damals war ich noch sehr jung und wollte nicht so weit entfernt von Zuhause sein. Die weiteren Stationen mit Magdeburg und jetzt Chemnitz sind tatsächlich eher zufällig dazugekommen." 

„Ich glaube diese Leidenschaft habe ich von meiner Mutter geerbt.“

Du machst bereits vor dem regulären Training eine kleine Einheit und fährst mit dem Fahrrad ins Sportforum. Ist Radfahren deine zweite Leidenschaft? 
"Ich fahre definitiv sehr gern mit dem Fahrrad. Ich glaube diese Leidenschaft habe ich von meiner Mutter geerbt. Man ist mit dem Rad sehr flexibel. Gerade in einer kleineren Stadt wie Chemnitz kommt man mit dem Fahrrad schnell an jeden Ort."

Du hast gesagt, dass das Rad schon sehr alt ist. Verbindest du schöne Erlebnisse damit oder ist es bereits sehr lange an deiner Seite?  
"Das Fahrrad ist tatsächlich schon ziemlich alt. Allerdings ist es noch nicht so lange in meinem Besitz. Ich habe es vor zwei Jahren zu meiner Zeit in Magdeburg bei Kleinanzeigen im Internet gekauft, weil ich ein Rad brauchte, um zum Training fahren zu können. Trotz der kurzen Zeit verbinde ich durchaus schöne Erlebnisse damit. Gerade weil ich in Magdeburg sehr viel mit Freunden mit dem Rad unterwegs war." 

Zum Start in die neue Saison gab es jetzt gleich zwei englische Wochen – wie fühlst du dich körperlich? 
"Die Wochen sind definitiv intensiv. Aber wir haben hier sehr professionelle Bedingungen, um optimal zu regenerieren. Zum einen gibt es die Physiotherapeuten, zum anderen auch Kältebecken oder die Sauna. Deswegen fühle ich mich körperlich sehr gut." 

Auf dem Platz bringst du ordentlich Geschwindigkeit mit – baut dein Spiel darauf auf oder wie würdest du deine Spielweise beschreiben? 
"Meine Geschwindigkeit ist auf jeden Fall sehr wichtig für mein Spiel. Ich würde mich selbst als Spieler mit viel Zug zum Tor beschreiben, der gern die Eins-gegen-Eins Situationen sucht. Ich habe einfach Spaß am Tempofußball." 

Wie verbringst du deine freie Zeit abseits des Fußballplatzes? 
"In meiner freien Zeit unternehme ich häufig etwas mit Freunden aus Magdeburg oder Halle. Aber auch die Zeit mit der Familie ist mir sehr wichtig. Ansonsten schaue ich auch einfach gern in Ruhe eine Serie." 

Was sind deine Ziele für die Saison 2020/2021? 
"Ich möchte in erster Linie meinen Beitrag dazu leisten, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Natürlich möchte ich mich auch selbst weiterentwickeln und so viel Spielpraxis wie möglich sammeln. Am Ende der Spielzeit will ich sagen können, dass ich zufrieden mit meiner Saison war."

1 2 3 4 5 >