Mittwoch, 12. Mai 2021 18:57 Uhr

CFC dreht Partie und steht erneut im Pokalfinale

„Wir fahren jedes Jahr – zum Pokalfinale!“ sangen die Spieler des Chemnitzer FC nach dem Halbfinale im Wernesgrüner Sachsenpokal gegen den FSV Zwickau. Kurz zuvor hatte das Team von Cheftrainer Daniel Berlinski den Drittligisten mit 3:2 (0:2) aus dem sächsischen Landespokal geworfen und damit die dritte Finalteilnahme in Folge perfekt gemacht. 

Dabei begann die Partie für den Chemnitzer FC alles andere als gut. Bei Dauerregen im Stadion – An der Gellertstraße übernahmen die Gäste aus Zwickau in der ersten Hälfte über weite Teile das Spielgeschehen und zwang den CFC tief in die eigene Hälfte. Die Berlinski-Schützlinge versuchten spielerische Lösungen zu finden, fanden aber nur wenige Räume für die eigenen Offensivspieler. 

Nach einer halben Stunde erzwang der FSV dann den Führungstreffer. Nach einer Flanke von der linken Seite faustete Jakubov den Ball aus dem eigenen Fünfmeterraum, parierte den Nachschuss glänzend und war dann beim dritten Versuch der Zwickauer doch machtlos – König schoss den Ball wuchtig zum 1:0 für die Gäste ins Chemnitzer Tor (85.).

Der Gegentreffer zeigte auf Chemnitzer Seite seine Wirkung. Keine fünf Minuten später setzte Vidovic an der Strafraumkante zur Grätsche an – kurze Zeit später zeigte Schiedsrichter Hempel zur Verwunderung der Chemnitzer auf den Elfmeterpunkt. Den fälligen Foulelfmeter versenkte Schröter sicher im rechten Eck (40.). Das 0:2 aus Chemnitzer Sicht war gleichzeitig auch der Halbzeitstand. 

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Gastgeber ein anderes Gesicht. Nach einer kurz ausgeführten Ecke und einem Flachpass von Köhler stand Campulka goldrichtig und drückte den Ball unbedrängt zum 1:2 Anschlusstreffer ein. 

Der Treffer setzte noch einmal neue Kräfte frei. Die Gäste versuchten an altbewährten Mitteln festzuhalten und konzentrierten sich auf lange Bälle in Richtung ihrer Sturmspitze Ronny König. Bis auf ein paar wenige Kopfballmöglichkeiten blieben die Zwickauer in der Offensive allerdings blass. 

Die Chemnitzer hingegen versuchten über lange Ballstafetten zum Erfolg zu kommen. Der Ausgleich kam dann allerdings aus einer Standardsituation. Nach einem Grym-Freistoß auf Höhe der Mittellinie nickte Kapitän Tobias Müller im Fallen den Ball ins lange Eck der Zwickauer. 

Und das sollte nicht das Ende sein. Der CFC drückte weiter auf das Zwickauer Tor. Nach einer Flanke von rechts versprang Ogbidi zunächst der Ball, aus der Drehung setzte er dann zum Volleyabschluss an und versenkte den Ball im kurzen Eck von Keeper Brinkies zum 3:2. 

Anschließend verteidigte der CFC mit allen übrigen Kräften und versuchte selbst noch die Entscheidung zu suchen. Nachwuchsstürmer Simon Roscher bekam den Ball im Strafraum quergelegt, ließ zwei FSV-Spieler ins Leere rutschen und setzte dann Ball dann nur ans Außennetz. 

Am Ende blieb es beim aufgrund des zweiten Durchgangs verdienten 3:2 Sieg für den Chemnitzer FC, der damit erneut ins Finale des Wernesgrüner Sachsenpokals einzieht. Insgesamt ist es die 16 himmelblaue Finalteilnahme in der 31. Auflage des sächsischen Landespokals. 

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