CFC-Mannschaftsarzt Dr. Kristian Schaper ist auch als Notarzt im Rettungsdienst tätig. (Foto: Picture Point)
Montag, 14. Juni 2021 14:37 Uhr

Für den Notfall gut aufgestellt

Die schrecklichen Ereignisse beim EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland, bei dem der Spieler Christian Eriksen einen Herzstillstand erlitt, haben eines gezeigt: Wenn durchdachte und geplante Notfall-Mechanismen schnell und reibungslos ineinandergreifen, kann dem Patienten, auch in der schwersten Lage, gut geholfen werden.

Doch wie sieht es beim Chemnitzer FC aus?

„Wir sind für den Notfall gut aufgestellt“, beruhigt Nina Riekenbrauck, Physiotherapeutin des Chemnitzer FC. Zu jedem Spiel und bei jeder Trainingseinheit ist ein Defibrillator stets griffbereit an der Seitenlinie. Über eine eingebaute Sprachfunktion gibt der Defibrillator an, welche Handgriffe in welcher Reihenfolge zu tun sind. Das Notfallset wird zudem durch einen Beißkeil ergänzt. Dieser hilft dabei, die im Falle eines Kollapses oder Krampfanfalls verschluckte Zunge aus dem Rachenraum zu holen.

CFC-Mannschaftsarzt und aktiver Notarzt im Rettungsdienst, Dr. Kristian Schaper: „Wenn das Herz nicht mehr schlägt, wird das Blut und damit für das Hirn wichtiger Sauerstoff nicht mehr durch den Körper transportiert. Im Ernstfall zählt deshalb jede Sekunde, um bleibende Schäden auszuschließen oder zu minimieren.“

Das Vorgehen beim EM-Spiel in Kopenhagen nennt er Beispielhaft. Die Handlungsschnelligkeit der Spieler und das Zusammenspiel zwischen den Ärzten und Sanitätern im Stadion machte mit Blick aus der Ferne einen perfekten Eindruck. „Die Mitspieler haben sofort den Ernst der Lage erkannt und Hilfe herbeigeholt. Das schnelle Eingreifen ist wichtig. Wir werden deshalb unserer Mannschaft und dem Staff zeitnah eine auffrischende Ersthelfer-Schulung anbieten.“

1 2 3 4 5 >