Samstag, 21. Mai 2022 19:51 Uhr

Bickel schießt Chemnitz zum Pokalsieg!

Solche Geschichten schreibt nur der Fußball: Christian Bickel schießt den Chemnitzer FC im letzten Spiel seiner Profikarriere zum Pokalsieg. In einem dramatischen Wernesgrüner-Sachsenpokal-Finale setzten sich die Chemnitzer am Samstag mit 2:1 (1:1) gegen die BSG Chemie Leipzig durch.

"Wenn man sich ein Karriereende wünschen darf, dann so", sagte Cheftrainer Christian Tiffert auf der Pressekonferenz nach der Partie über seinen Siegtorschützen: "Das freut mich einfach ohne Ende. Ich hätte ihn gern noch im Team behalten, aber dann so ein Ende zu haben ist einfach top!" Bickel war auch nach der Partie Zentrum der Feierlichkeiten und gab zahlreiche Interviews. Am Stadionmikro sagte er kurz und knapp: "Die Freude ist riesig groß. Jetzt wird gefeiert!"

Bereits vor der Partie machten die 10.077 Zuschauer im Stadion - An der Gellertstraße mächtig Stimmung und bereiteten dem Finale einen würdigen Rahmen. In der Anfangsphase machten beide Mannschaften Druck, konnten sich aber kaum Torchancen erarbeiten. Vor allem den Gastgebern fiel es schwer, sich durch den strukturierten Leipziger Mittelfeldblock zu spielen. Dennis Mast trat nach einer viertel Stunde einen Eckball gegen den Außenpfosten, kurz darauf versenkte Alexander Bury einen Freistoß von der Grundlinie per Kopf im Netz der Chemnitzer (17.).

In der Folge wachte der CFC endlich auf. Freiberger hatte frei vor Bellot prompt die Chance auf den Ausgleich (18.), zum Tor musste letztlich ein gut getretener Freistoß von Kilian Pagliuca herhalten, den Tim Campulka aus sieben Metern unter die Latte jagte (38.). "Wir haben nervös angefangen", sagte Tiffert: "Der Freistoß an der Grundlinie hätte nicht sein müssen. Gott sei Dank machen wir den Ausgleich aber noch in Halbzeit eins."

Nach dem Seitenwechsel nahm Chemnitz vor allem über Niclas Walther den Schwung aus der ersten Hälfte mit. Der junge Außenverteidiger machte viel Druck über seine linke Seite und kombinierte sich im Verbund mit Felix Brügmann immer wieder zur Grundlinie durch. Glück hatten die Gastgeber nach einem fatalen Fehler von Innenverteidiger Robert Zickert, dass Mast frei vor Jakubov nicht verwandelte. Stattdessen nutzten sie den Rückenwind durch die Anfeuerungen zum eigenen Sturmlauf: Eine Flanke von Niclas Walther klärten die Leipziger ungenügend ins Zentrum, wo Christian Bickel aus 15 Metern ins lange Eck zum Sieg traf - der Schlusspunkt einer hitzigen Partie (85.).

Durch den Gewinn des Wernesgrüner Sachsenpokal ist der Chemnitzer FC für die Hauptrunde des DFB-Pokal in der kommenden Saison qualifiziert. Trainingsstart für die neue Saison 2022/23 ist am 20. Juni.

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