Am Mittwochabend absolvierte der Chemnitzer FC den fünften Test der Sommervorbereitung. Vor 660 Zuschauerinnen und Zuschauern im Stadion an der Irkutsker Straße unterlag das Team von Cheftrainer Benjamin Duda dem tschechischen Zweitligisten FK Ústí nad Labem trotz einer überzeugenden Leistung knapp mit 0:1.
Jeck spielt zur Probe vor
Mit dabei war ein Probespieler: Innenverteidiger Niklas Jeck, der zuletzt bei Illertissen unter Vertrag stand, versuchte sich für ein Engagement bei den Himmelblauen zu empfehlen. Verzichten mussten die Himmelblauen auf Robert Zickert (auffälliger Blutwert), Tobias Stockinger (Zehenbruch) und Anton Rücker (Oberschenkel).
Früher Rückstand – Grimaldi mit der besten Chance
Es entwickelte sich ein echter Härtetest zwischen zwei Teams auf Augenhöhe – mit viel Tempo, hoher Intensität und einem offenen Schlagabtausch über 90 Minuten. Den ersten Fehler in der CFC-Hintermannschaft nutzten die Gäste eiskalt aus: Bereits in der 4. Minute traf Pavel Moulis zur frühen Führung für Ústí.
Der CFC antwortete fast im Gegenzug: Neuzugang Maurizio Grimaldi setzte sich nach einem flachen Zuspiel stark im Zentrum durch und tauchte frei vor Gäste-Keeper Jan Ctvrtecka auf. Doch der 22-Jährige scheiterte am stark reagierenden Schlussmann (8.).
Tempo und Härte nehmen zu
In der Folge blieb es ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten – wobei der CFC über weite Strecken das spielbestimmende Team war. Ab der Mitte der ersten Halbzeit zog das Tempo noch einmal spürbar an. Beide Mannschaften agierten zunehmend körperbetonter und streuten auch das ein oder andere überharte Foul ein.
Auffälligster Akteur im himmelblauen Trikot war in Durchgang eins Grimaldi, der mit seinem Tempo und klugen Tiefenläufen immer wieder für Gefahr sorgte. Ein Torerfolg blieb ihm jedoch verwehrt.
Pfostentreffer als Weckruf – CFC dominiert auch zweite Hälfte
Zur Halbzeit wechselte Cheftrainer Benjamin Duda kräftig durch: Bis auf Daniel Adamczyk, Johannes Pistol, Julius Bochmann und Domenico Alberico wurde nahezu komplett rotiert. Und auch der zweite Durchgang begann wie eine Kopie der ersten Hälfte – mit einer Großchance für die Gäste. Keine 60 Sekunden waren gespielt, da landete der erste Angriff von Ústí am Pfosten. Glück für den CFC.
Der frühe Schreckmoment wirkte wie ein Weckruf. In der Folge übernahmen die Himmelblauen – wie schon in Hälfte eins – das Kommando auf dem Platz. Die Zweikämpfe wurden intensiver, stellenweise auch ruppiger, was mehrfach für Raunen auf den Rängen sorgte. Die Gäste aus Tschechien kassierten gleich mehrere Verwarnungen. Schiedsrichter Lars Albert war sichtlich bemüht, die Partie immer wieder zu beruhigen.
Chancen über Chancen – aber kein Tor
Der CFC hielt das Tempo hoch und drängte auf den Ausgleich – blieb jedoch immer wieder an den stark reagierenden Keepern Jan Ctvrtecka und David Nemec hängen. Artur Mergel war an vielen Offensivaktionen beteiligt, konnte sich im Abschluss aber nicht belohnen. Auch Daniel Adamczyk zeigte eine starke Leistung und knüpfte nahtlos an seine herausragende Form aus der Vorsaison an.
Gute Leistung – fehlende Belohnung
Trotz eines engagierten und spielerisch überzeugenden Auftritts blieb dem CFC der verdiente Torerfolg verwehrt. Gegen den bislang stärksten Gegner der Sommervorbereitung präsentierten sich die Duda-Schützlinge körperlich robust, taktisch diszipliniert und über weite Strecken spielbestimmend – einzig das Tor fehlte.