Dienstag, 19.05.2026

U17 verpasst Staffelsieg in letzter Sekunde, U19 mit Remis gegen Borea zum Heimabschluss 

Während die U19 des Chemnitzer FC nach dem gewonnenen Sachsenpokal den Heimabschluss in der Liga bestritt, kämpfte die U17 am letzten Spieltag sogar noch um den Staffelsieg in der DFB-Nachwuchsliga. Beide Teams lieferten dabei intensive und emotionale Spiele – mit ganz unterschiedlichen Gefühlslagen nach dem Abpfiff.

Die U19 musste sich nach einem umkämpften Heimspiel gegen den SC Borea Dresden mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Die U17 hingegen gewann ihr Saisonfinale gegen Rot-Weiß Erfurt mit 3:1, verpasste den Sprung auf Platz eins jedoch denkbar knapp durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit.

U19 verpasst Heimsieg nach spätem Ausgleich gegen Borea Dresden

Nach dem emotionalen Pokalsieg unter der Woche und zwei freien Tagen wollte die U19 des Chemnitzer FC einen gelungenen Heimabschluss feiern. Vor dem Spiel wurden zudem die Spieler verabschiedet, die den Verein verlassen beziehungsweise ihre Zeit im Nachwuchsleistungszentrum beenden.

Mit einem Sieg wurde es gegen eine spielstarke und kämpferisch überzeugende Mannschaft des SC Borea Dresden allerdings nichts. Die Gäste zeigten über weite Strecken eine gute Entwicklung im Ballbesitzspiel und hielten die Partie offen.

Lehmann mit frühen Auftakt

Dabei starteten die Himmelblauen gut in die Begegnung. Bereits in der 8. Minute brachte Mika Lehmann den CFC mit 1:0 in Führung. Danach entwickelte sich jedoch ein ausgeglichenes Spiel zwischen den Strafräumen, in dem beide Teams zwar um Kontrolle bemüht waren, echte Großchancen aber zunächst selten blieben.

Borea setzte immer wieder gefährliche Nadelstiche und kam in der 35. Minute nach einem weiten Ball zum Ausgleich. Mit dem 1:1 ging es anschließend in die Halbzeitpause.

Viel Ballbesitz und trotzdem der späte Ausgleich

Zur zweiten Halbzeit wechselte der CFC gleich mehrfach durch, damit möglichst viele Spieler noch Einsatzzeit im letzten Heimspiel der Saison erhielten. Auch danach blieb die Partie lange offen. Chemnitz hatte zwar mehr Kontrolle, wirklich klare Strafraumszenen blieben aber auf beiden Seiten selten.

In der 72. Minute schien die Partie dann entschieden. Nach Vorarbeit von Noah Tänzer traf Heinz Kühnreich zur erneuten Führung der Himmelblauen. Kurz darauf hätte Jonas Ullmann mit einem Pfostenschuss beinahe erhöht.

Da Borea offensiv kaum noch gefährlich wurde, deutete vieles auf einen Chemnitzer Heimsieg hin. Doch in der 86. Minute nutzten die Gäste eine Unachtsamkeit in der Defensive zum erneuten Ausgleich.

In Erfurt geht es um die Vize-Meisterschaft

Am Ende stand ein 2:2-Unentschieden, das insgesamt auch leistungsgerecht wirkte – auch wenn nach dem 2:1 kaum noch jemand mit dem späten Ausgleich gerechnet hatte.

Damit geht es für die Himmelblauen am letzten Spieltag gegen Rot-Weiß Erfurt weiterhin um Platz zwei. Mit einem Sieg könnte der CFC zumindest Druck auf Havelse ausüben und sich noch die Vizemeisterschaft sichern.

Chemnitzer FC – SC Borea Dresden 2:2 (1:1)

Aufstellung: Schunter 33 – Lenz 2, Gruschwitz 3, Lehmann 5 (68. Kühnreich 7), Philipp 8 (46. Kunstmann 4), Schmidt 10 (58. Lewin 9), Lorenz 12 (58. Ray 27), Walderbach 15 (46. Ullmann 11), Tänzer 17, Hiecke 18 (46. Löwelt 6), Lindner 19

Tore: 1:0 Lehmann (8.), 1:1 Rülke (35.), 2:1 Kühnreich (72.), 2:2 Weisheit (86.)

 

U17 gewinnt 3:1 – Meisterschaftstraum platzt in der Nachspielzeit

Die Ausgangslage vor dem letzten Saisonspiel war klar: Tabellenführer St. Pauli hatte bereits alle Spiele absolviert. Mit einem Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied hätte die U17 des Chemnitzer FC tatsächlich noch die Meisterschaft holen können.

Starker Start gibt die Richtung vor

Und die Himmelblauen starteten entsprechend entschlossen in das Saisonfinale gegen Rot-Weiß Erfurt. Die Mannschaft zeigte von Beginn an viel Intensität, hohe Laufbereitschaft und spielte mutig nach vorne.

Bereits in der 7. Minute brachte Finn Luca Bachmann den CFC nach schöner Vorarbeit von Finn Müller mit 1:0 in Führung. Chemnitz blieb danach die bessere Mannschaft und kontrollierte die Partie über weite Strecken.

Auf dem Weg zur Meisterschaft

Direkt nach Wiederbeginn folgte der nächste wichtige Treffer. Nach einem schnellen Konter fast unmittelbar nach dem Anstoß erhöhte Leon Schneider auf 2:0 (46.). Der Meisterschaftstraum wurde nun immer greifbarer.

Die Himmelblauen spielten weiter mutig nach vorne und belohnten sich in der 73. Minute erneut. Nach einer Ecke und einer unübersichtlichen Situation im Strafraum stocherte Maxim Näther den Ball zum 3:0 über die Linie. Zu diesem Zeitpunkt stand der CFC tatsächlich auf Platz eins und wäre Meister gewesen.

Bittere Wendung mit dem Schlusspfiff

Doch die Partie bekam in der Schlussphase noch einen bitteren Beigeschmack. Leon Schneider musste zuvor bereits verletzt vom Feld und wurde mit Verdacht auf eine Fraktur ins Krankenhaus gebracht – ein großer Schockmoment für Mannschaft und Trainerteam.

Und dann folgte in der fünften Minute der Nachspielzeit noch der Gegentreffer zum 3:1. Damit platzte der Traum von der Meisterschaft denkbar knapp.

Abschluss einer starken Rückrunde 

Trotzdem überwog nach Abpfiff auch der Stolz über eine beeindruckende Rückrunde. Nachdem die Chemnitzer in der Vorrunde noch große Probleme hatten, entwickelte sich die Mannschaft in den vergangenen Monaten enorm weiter und zeigte sich als Spitzenteam in Liga B.

Allein die Tatsache, dass sich die Mannschaft nach einem 3:1-Sieg über den verpassten Titel ärgerte, zeigte eindrucksvoll, welchen Weg die U17 in dieser Saison gegangen ist.

Chemnitzer FC – FC Rot-Weiß Erfurt 3:1 (1:0)

Aufstellung: Rothbarth 1 – Bachmann 6, Grundtmann 7 (68. Hofmann 21), Berger 8, Korkmaz 9, Schöttler 10, Rudoi 11 (82. Liarmann 27), Müller 13, Garzini 15, Näther 17, Schneider 20 (57. Scherm 26)

Tore: 1:0 Bachmann (7.), 2:0 Schneider (46.), 3:0 Näther (73.), 3:1 Cosboth (90.+5)