0:3 bei Viktoria! Ungeschlagen-Serie nach 13 Spielen gerissen
Vom Gastspiel beim FC Viktoria 1889 Berlin ist der Chemnitzer FC am Mittwochabend ohne Punkte zurückgekehrt. Zwei Konter-Tore und ein verwandelter Elfmeter besiegelten den Endstand von 0:3 (0:2).
Ogbaidze sträflich frei, Küc vom Punkt
Vor 622 Zuschauern - davon rund 100 Chemnitzer - im Stadion Lichterfelde hatte Chemnitz Probleme ins Spiel zu finden. Die von Cheftrainer Christian Tiffert vorgegebene 4-3-3-Formation leistete sich viele Fehler im Mittelfeld und ließ dem schnellen Umschaltspiel der Gastgeber zu viel Raum. Theisen hatte nach Küc' Freistoßflanke die erste dicke Gelegenheit, doch Jakubov parierte seine Direktabnahme aus sieben Metern Entfernung glänzend (16.). Offensiv kam der CFC nicht in Tritt, wirkte im Aufbauspiel zu behäbig. Viktoria wartete nur auf Chemnitzer Fehler und schaltete dann blitzschnell um. In der 26. Minute eroberte May den Ball am Mittelkreis und steckte ihn dann auf Ogbaidze, der aus 13 Metern ins linke Eck traf. Nicht einmal zehn Minuten später verlor Stephan Mensah den Ball im Aufbauspiel, woraufhin der Ball maßgenau in die Lücke gespielt wurde. Theisen kam vorm herausstürmenden CFC-Keeper Jakubov an den Ball und fiel dann zu Boden – Elfmeter für Viktoria. Küc nahm sich den Ball und versenkte ihn halbhoch im linken Eck (36.).
Theisen macht den Deckel drauf
Nach dem Seitenwechsel kam Kapitän Tobias Müller ins Spiel, viel Bewegung in die Offensive brachte das aber nicht. Jakubov hatte Glück, dass ihm Inaler den Ball aus fünf Metern Entfernung genau in die Arme köpfte (47.). Viktoria verwaltete daraufhin die Führung und setzte in der 73. Minute sogar noch ein Tor obendrauf: Theisen sprintetet Campulka in letzter Linie davon und schob frei vor Jakubov ins rechte Eck ein. Bis zum Schlusspfiff hatten die Chemnitzer keine bedeutende Aktion mehr vorzuweisen. Jannik Wolter kam in der Schlussviertelstunde immerhin noch zu seinem Profidebüt.
Stimmen: "Auch in der Höhe verdient!"
Auf der Pressekonferenz nach der Partie sammelte ClubTV die Stimmen beider Trainer.
Christian Tiffert (Cheftrainer des Chemnitzer FC): "Man kann es heute kurzhalten. Wir waren die ersten 25 Minuten ganz gefällig, ohne zwingend zu sein. Es ist das eingetreten, wovor wir gewarnt haben. Dass der Gegner sehr gut umschaltet. Wir haben den Gegner durch unnötige Fehlpässe in die Karten gespielt. Der Stecker war dann gezogen. Auch in der Höhe ist die Niederlage verdient, weil wir in Halbzeit zwei keinen Abschluss hatten. Die Serie ist gerissen, wir werden aber wieder aufstehen."
Semih Keskin (Cheftrainer des FC Viktoria 1889 Berlin): "Wir wussten, dass eine sehr reife Mannschaft auf uns zukommen wird. Umso schöner ist es, dass wir nach dem 1:0 nachlegen und uns dann auf Konter verlegen können. Der Unterschied zur Niederlage gegen Hertha Sonntag war, dass wir von Beginn an reif und konzentriert aufgetreten sind."
Fahrplan: Halberstadt daheim, dann Erfurt
Die anstrengende englisch-berlinerische Woche endet für den CFC am Sonntag, den 19. Februar im Stadion - An der Gellertstraße. Dann treffen die Himmelblauen ab 16 Uhr auf den Tabellenletzten VfB Germania Halberstadt. Eine Woche später ist der CFC samstags (25.2.) beim Tabellenführer FC Rot-Weiß Erfurt zu Gast.
FC Viktoria 1889 Berlin: Kinzig - Touglo, Werbelow (79. Harres), Baca, Cvjetinovic(C) - Inaler, May, Dehl, Ogbaidze (85. Mattmüller) - Theisen, Küc (89. Markelic)
Chemnitzer FC: Jakubov - Löwe, Zickert(C), Campulka, Berger - Kurt (46. Müller), Mensah, Eppendorfer (61. Keller), Stagge (76. Wolter) - Ulrich (76. Walther), Brügmann
Tore: 1:0 Ogbaidze (26.), 2:0 Küc (36.), 3:0 Theisen (73.)



