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22.10.2025 - 16.00 Uhr | Vereinsnachrichten

3.240 Quadratmeter Nachhaltigkeit: Stadiondach erhält hochmoderne Photovoltaik-Anlage für mehr Energieeffizienz in Chemnitz

Auf dem Dach des eins-Stadion – An der Gellertstraße herrscht derzeit reges Treiben. Derzeit wird dort eine großflächige Photovoltaik-Anlage installiert. Auftragnehmer und Errichter der Anlage ist die OneMore Energy GmbH aus Hamburg. Die Bauarbeiten an der städtischen Immobilie haben Anfang Oktober begonnen und sollen – abhängig von der Witterung – bis Ende des Jahres vollständig abgeschlossen werden.

Von Anfang an nachhaltig gedacht


Schon bei der Planung und Errichtung des modernen Fußballstadions, das nach zweijähriger Bauzeit im Jahr 2016 offiziell eröffnet wurde, war eine spätere Nutzung der Dachflächen für Photovoltaik vorgesehen. Die vorhandene Statik und die flache Dachkonstruktion bieten dafür beste Voraussetzungen.

Insgesamt werden auf den Dächern aller vier Tribünen 1.620 PV-Module mit einer Gesamtleistung von 745 kWp installiert. Die meisten Module entstehen auf der Haupttribüne, deren Dach künftig nahezu flächendeckend zur Stromerzeugung genutzt wird.

Ein einzelnes Modul hat eine Fläche von rund zwei Quadratmetern. Zusammengenommen ergibt das eine beeindruckende Gesamtfläche von 3.240 Quadratmetern – also etwa einem halben Fußballfeld –, die künftig Sonnenenergie in Strom umwandeln wird. Die installierte Anlage mit einer Leistung von 745 Kilowattpeak (kWp) wird nach den konservativen Berechnungen der Stadt Chemnitz jährlich rund 650.000 Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugen, die in das Bilanzkreismodell für kommunale Liegenschaften einfließen. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von etwa 160 Vier-Personen-Haushalten – also genug Energie, um ein kleines Wohnviertel mit rund 500 Menschen klimafreundlich zu versorgen.

Strom für Schulen, Verwaltung und Feuerwehr

Der vom Stadiondach an der Gellertstraße erzeugte Strom soll künftig über ein sogenanntes Bilanzkreismodell kommunale Liegenschaften wie Schulen, Verwaltungsgebäude oder Feuerwehrstandorte im Umkreis von rund 4,5 Kilometern mit Energie versorgen. „Neben der nachhaltigen Stromerzeugung trägt die Anlage auch zur Senkung der Bewirtschaftungskosten der Stadt Chemnitz bei. Der produzierte Strom ist günstiger als der Marktpreis und weitgehend unabhängig von zukünftigen Energieschwankungen“, erklärte die Stadt Chemnitz in ihrer Pressemitteilung.

Finanziert wird das über 800.000 Euro umfassende Projekt durch Mittel aus dem Kommunalen Energie- und Klimabudget (KomEKG) des Freistaates Sachsen.

„Ein starkes Signal für Nachhaltigkeit und Standortentwicklung“

CFC-Geschäftsstellenleiter Tommy Haeder begrüßt die Installation der Anlage: „Dass die Stadt Chemnitz auf dem Dach unseres Stadions künftig klimafreundlichen Strom erzeugen wird, ist ein starkes Signal für Nachhaltigkeit und die Standortentwicklung des eins-Stadion – An der Gellertstraße. Auch wenn wir nicht direkt durch geringere Betriebskosten profitieren, verstehen wir die Hintergründe: Die Anlage wird über Mittel aus dem Kommunalen Energie- und Klimabudget finanziert, die ausschließlich dem Gemeinwohl dienen dürfen. Daher können wir als Chemnitzer FC Fußball GmbH von diesem Modell nicht unmittelbar profitieren. Dennoch zeigt das Projekt eindrucksvoll, dass Sport und Umweltschutz sehr gut zusammenpassen – und dass die Stadt Chemnitz Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft übernimmt. Wir begrüßen das Projekt als Hauptnutzer des Stadions ausdrücklich.“

Beitrag zur lokalen Energiewende

Mit dem Projekt leistet die Stadt Chemnitz gemeinsam mit ihren Partnern einen weiteren wichtigen Beitrag zur Energiewende auf lokaler Ebene. Der Chemnitzer FC unterstützt diese Entwicklung ausdrücklich und wird über den Baufortschritt erneut informieren, sobald die Arbeiten am eins-Stadion – An der Gellertstraße erfolgreich abgeschlossen sind.