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01.08.2025 - 11.14 Uhr | 1. Mannschaft

6.776 Kilometer Leidenschaft: Auswärts mit dem CFC durch den Fußballosten

Ein rosa Abendhimmel spannt sich über die Kernberge in Jena. Flutlicht, Live-Übertragung, volle Tribünen, große Emotionen. Zwei Wochen später: Sportplatz-Charme in Zipsendorf, wenig Sitzplätze und ein Spielertunnel aus Beton, der an eine Unterführung erinnert. Und trotzdem: dieselbe Liga, viele Himmelblaue auf Reise, dieselbe Leidenschaft im Gästeblock.

Die Regionalliga Nordost ist ein Wechselbad aus Nostalgie, Fußballromantik und leidenschaftlichem Sport an der Grenze von Amateur- und Profi-Fußball, wo noch für die eigenen Träume gekämpft und gearbeitet wird. Und mit dabei: Immer ein gut gefüllter Gäste-Block an CFC-Fans, die ihre Mannschaft durch den Fußballosten begleiten.

Wir haben für euch den Taschenrechner rausgeholt und nachgerechnet: Die Allesfahrer sowie die CFC-Profis im Mannschaftsbus legen in der Jubiläumssaison 2025/26 insgesamt 6.776 Kilometer zurück, um alle 17 Stadien der Regionalliga Nordost anzusteuern.

Zwischen Fußballromantik und Moderne

Insgesamt umfasst die Regionalliga Nordost sechs Bundesländer – das gesamte Gebiet der früheren DDR. Mit dem Fall der Mauer und der Gründung des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) Anfang der 1990er Jahre kam Westberlin hinzu. Heute umfasst die Liga eine Fläche von rund 110.000 Quadratkilometern – so groß wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen.

Zwischen Flutlichtspielen in hochmodernen Stadien, großen Traditionsklubs sowie puristischen Stadien und Sportplätzen ohne Schnickschnack ist alles dabei. Genau dieser Gegensatz macht die Regionalliga Nordost so einzigartig.

Erste Auswärtsfahrt am Samstag nach Luckenwalde

Am Samstag steht das erste Auswärtsspiel der Saison an – ausgerechnet in einem Stadion, das für den bodenständigen Charme dieser Liga steht: das Werner-Seelenbinder-Stadion in Luckenwalde. Traditionell mit einem der besten Rasenplätze der Liga. Denn hier wird nicht nur Fußball gearbeitet, sondern vor allem gespielt.

Mit 182 Kilometern Entfernung liegt das erste Auswärtsstadion ziemlich genau im Schnitt aller CFC-Auswärtsfahrten dieser Saison. Genauso weit ist es auch nach Erfurt – und doch könnten die Orte kaum unterschiedlicher sein: Hier die Weite einer Drittliga-Arena mit Laufbahn, dort der enge Blick über den niedrigen Zaun eines reinen Fußballstadions.

Doch zu jeder Auswärtsfahrt gehört mehr als das Spiel selbst: Die gemeinsame Fahrt, der Kaffee am Rastplatz, die Stadionwurst, der erste Blick auf den Rasen – all das ist Teil des Erlebnisses. Und: Teil des Club-Gefühls, das die himmelblaue Fußballfamilie generationsübergreifend verbindet.

So viele Kilometer, so viele Geschichten

Die kürzeste und längste Tour dieser Spielzeit dürften viele CFC-Fans schon kennen:

Nach Greifswald im hohen Norden geht es am weitesten – 512 Kilometer. Eine Strecke wohlgemerkt! Das ist immerhin doppelt so weit wie zur Spree-Arena der VSG Altglienicke oder ins Karl-Liebknecht-Stadion nach Babelsberg (jeweils 266 km).

Die kürzeste Strecke führt erwartungsgemäß nach Zwickau zum Bezirksderby – 47 Kilometer, etwa eine halbe Stunde Fahrt. Überraschend: Platz zwei der kürzesten Touren geht nicht nach Leipzig, sondern ins thüringische Zipsendorf zum ZFC Meuselwitz – nur 72 Kilometer entfernt.

6.776 Kilometer voller Fußballleidenschaft

Wer sich in dieser Saison den Titel "Himmelblauer Auswärtsmeister" sichern will, muss ordentlich Strecke machen: Alle 17 Auswärtsspiele des CFC zusammen ergeben 6.776 Kilometer – 2.422 in der Hinrunde, 4.354 in der Rückrunde. Das sind im Schnitt 398 Kilometer pro Partie.

Die erste Fahrt am Samstag nach Luckenwalde liegt mit 364 Kilometern (Hin- und Rückweg) fast genau im Mittelwert.

Eine Liga wie keine andere — und ein neuer Ground 

Und egal wie weit die Tour auch ist: Diese Liga ist jeden einzelnen Kilometer wert.

Sie vereint Gegensätze – zwischen Zweit- und Drittligatauglichkeit – und echter Fußballromantik. Zwischen großen Arenen in Jena, Halle oder Erfurt und traditionsreichen Orten wie dem Alfred-Kunze-Sportpark oder dem Bruno-Plache-Stadion in Leipzig. Zwischen Stadion-Catering und Vereinsgrill.

Man fährt nach Fürstenwalde, Luckenwalde oder Meuselwitz und weiß: Hier ist Fußball noch nahbar. Hier zählt das Spiel – nicht das Drumherum. Und dann gibt es auch echte Premieren wie das Preußenstadion in Berlin, wo der BFC Preussen erstmals in dieser Klasse spielt.

Jede Auswärtsfahrt ein Erlebnis

Diese Liga lebt von Vielfalt – sportlich, atmosphärisch, geografisch. Wer die Regionalliga Nordost einmal wirklich erlebt hat, will mehr davon: die Spannung, das Authentische, den Blick hinter die glänzenden Fassaden des Fußballs, wo viele Spieler nebenbei noch einem normalen Beruf nachgehen.

Und genau das macht jede Fahrt zu etwas Besonderem. Ob 47 oder 512 – jeder Kilometer bringt uns näher an diesen einzigartigen Fußball, an unseren Club und an das, was wirklich zählt: das Wir-Gefühl in Himmelblau.

Danke, Regionalliga Nordost – für deine Gegensätze, deine Geschichten und deine unzähligen besonderen Momente. Wir sind bereit für die Auswärtstour 2025/26 durch die "Champions League des Ostens" und freuen uns auf jeden einzelnen Kilometer. Nur zusammen geht’s. Für den CFC. Für Chemnitz.