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06.04.2025 - 16.18 Uhr | 1. Mannschaft

Abgezockt, erwachsen und effektiv: CFC bezwingt Luckenwalde mit 2:0

Am 28. Spieltag kam es im Stadion – An der Gellertstraße vor 3.467 Zuschauern zum Duell zwischen dem Chemnitzer FC und dem FSV 63 Luckenwalde. Ein echtes Nachbarschaftsduell, wenn man einen Blick auf die Rückrundentabelle wirft: Nur zwei Punkte trennten beide Teams vor Anpfiff. Die Schützlinge von Cheftrainer Benjamin Duda präsentierten sich an diesem Nachmittag wie eine abgezockte Männermannschaft, die dem Gegner mit viel Einsatz und einer gesunden Portion Härte die Spielfreude nahm – am Ende stand ein verdienter 2:0-Heimsieg.

In der Startelf des CFC gab es einige Veränderungen: Niclas Walther rückte nach Verletzungspause wieder in die erste Elf, auch Jong-min Seo begann nach seiner Jokerrolle gegen Greifswald wieder von Anfang an. Niclas Erlbeck fehlte weiterhin mit einer Fußverletzung. Cheftrainer Benjamin Duda hatte kurz zuvor seinen Vertrag bis 2027 verlängert – ein wichtiges Zeichen für Kontinuität und Vertrauen.

Unmittelbar vor dem Anpfiff wurde außerdem eine CFC-Legende geehrt: Willy Lang, langjähriger Torwart und Torwarttrainer der Himmelblauen, feierte am Samstag seinen 80. Geburtstag und erhielt vor Anpfiff eine verdiente Würdigung.

Zähe Anfangsphase – dann schlägt der CFC zu

Trotz Sonnenschein herrschten frostige Temperaturen im Stadion. Beide Teams agierten anfangs mit viel Körpereinsatz, was zu einer zähen und zerfahrenen Anfangsphase mit vielen kleinen Unterbrechungen führte. Der CFC war jedoch präsenter in den Zweikämpfen und störte die Gäste früh im Aufbau.

In der 19. Spielminute leitete Jong-min Seo durch aggressives Pressing einen Ballgewinn ein und zog einen Freistoß rund 30 Meter vor dem Tor. Leon Damer führte den ruhenden Ball mit Übersicht aus, schlug ihn weit auf den rechten Flügel zu Zickert, der per Kopf in die Mitte verlängerte. Dort stand Kapitän Tobias Müller goldrichtig und traf mit seinem zweiten Saisontor zum 1:0 für die Himmelblauen (20.). Die Variante wirkte einstudiert – und sie saß.

Luckenwalde fand im ersten Durchgang kaum ein Mittel gegen die körperlich robuste Spielweise der Chemnitzer. Zwar versuchten die Brandenburger, über hohe Hereingaben Druck zu erzeugen, doch die CFC-Defensive stand sicher und ließ kaum nennenswerte Chancen zu.

CFC bleibt dominant – Bozic trifft, Adamczyk hält den Kasten sauber

Nach intensiven knapp 50 Minuten – inklusive Nachspielzeit durch mehrere Behandlungspausen – ging es mit der verdienten Führung in die Pause. Und auch nach Wiederanpfiff kam der CFC gut aus der Kabine. Dennoch hatte Luckenwalde in der 49. Minute die große Ausgleichschance: Ein Freistoß segelte an den zweiten Pfosten, wo Böhmert aus fünf Metern zum Abschluss kam – sein Schuss wurde in höchster Not abgefälscht. Glück für die Himmelblauen.

Doch Chemnitz ließ sich davon nicht beirren. In der 62. Minute setzte Dejan Bozic entscheidend nach, luchste seinem Gegenspieler den Ball am Strafraum ab, umkurvte Keeper Palmowski und schob aus spitzem Winkel cool zum 2:0 ein – sein siebtes Saisontor im neunten Spiel.

Danach schlug die Stunde von Daniel Adamczyk. In der 66. Minute war es Koplin, der gefährlich in den Fünfmeterraum eindrang, doch Adamczyk kam blitzschnell heraus und klärte mit starkem Einsatz. In der 77. Minute war es erneut der CFC-Keeper, der einen wuchtigen Schuss von Schleinitz aus rund 18 Metern mit einer Glanztat um den Pfosten lenkte – einmal mehr bewies der 22-Jährige seine Klasse.

Offener Schlagabtausch in der Schlussphase

Mit zunehmender Spieldauer häuften sich die Wechsel auf beiden Seiten, wodurch der Spielfluss spürbar abnahm. Dennoch hätte Artur Mergel in der 87. Minute alles klar machen können: Er wurde perfekt freigespielt, scheiterte jedoch aus kurzer Distanz am reaktionsschnellen Palmowski, der den Winkel geschickt verkürzte.

In den letzten Minuten warfen die Gäste noch einmal alles nach vorn. In der 89. Minute bekamen sie einen Freistoß aus 18 Metern, halblinker Position zugesprochen. Jannick Walther trat an, doch sein Versuch landete direkt in der Mauer. 

Clever, stabil, effektiv – CFC mit verdientem Dreier

Der Chemnitzer FC zeigte gegen einen keineswegs schwachen Gegner aus Luckenwalde eine sehr reife Leistung. Mit viel Körperlichkeit, taktischer Disziplin und einem erwachsenen Auftritt verdiente sich das Team den vierten Heimsieg in Serie. Auch Keeper Daniel Adamczyk trug mit mehreren Glanzparaden entscheidend dazu bei, dass die Null stand.

Es war kein fußballerischer Leckerbissen, aber ein gereifter Auftritt einer gefestigten Mannschaft, die ihre Stärken kennt und diese konsequent ausspielt.

Am Mittwochabend (19 Uhr) geht es im Rahmen der Englischen Woche direkt weiter – dann empfängt der CFC Hertha BSC II. Es ist das vierte Heimspiel in Folge und zugleich das Ende des Heimspielmarathons. Mit dem Rückenwind aus dem überzeugenden 2:0-Sieg will die Duda-Elf die Serie weiter ausbauen.

Chemnitzer FC - FSV 63 Luckenwalde 2:0 (1:0)

CFC: Adamczyk 1 – Walther 4, F. Müller 23, Zickert 21, Reutter 16 – Seidel 7 (65. Baumgart 29), Rücker 17 (85. Karimani 18), Müller 38 (C) (65. Mergel 10) - Seo 14, Bozic 33 (78. Fischer 27), Damer 13 (85. Eppendorfer 25)

L63: Palmowski 1  - Rühlemann 6 (60. Kaus 17), Bruns 13, Jannene 14, Böhmert 4, Koplin 7 (77. Wolter 23) - Jacobi 25 (27. Gruber 11), Schneider 22 (77. Merke 2), Mattmüller 15 (C) - Schleinitz 8, Kühn 9 (60. Gollnack 29)

Zuschauer: 3.467

Tore: 1:0 T. Müller (20.), 2:0 Bozic (62.)