Zurück zur Übersicht

25.08.2021 - 11.45 Uhr | 1. Mannschaft

„An höhere Belastungen herangeführt“

Ende Juni erhielt Christian Bickel im Rahmen einer sportärztlichen Untersuchung in Vorbereitung auf die Saison 2021/2022 die unerwartete Diagnose Herzbeutelentzündung. Die Folge: Sofortiger Stopp der körperlichen Belastung. Für Bickel war ab diesem Zeitpunkt an eine Teilnahme am Trainings- und Spielbetrieb vorerst nicht mehr zu denken. 

„Wir haben hier Glück im Unglück. Dank unserer regelmäßigen kardiologischen Untersuchungen konnten wir die Herzbeutelentzündung frühzeitig erkennen und somit einer schwereren Erkrankung vorbeugen. Nach der verordneten Trainings- und Spielpause wird Christian wieder gesund und vollständig fit zurückkehren“, erklärte Marc Arnold, Geschäftsführer Sport des Chemnitzer FC im Nachgang. 

Mit leichtem Kardio-Training - zunächst nur Spaziergänge, später immerhin Rad- und Lauftraining - tastete sich Bickel zurück an den Leistungssport.

„Mir geht es aktuell sehr gut. Ich habe vergangene Woche die freudige Nachricht bekommen, dass ich nun wieder Teile des Mannschaftstrainings mitmachen kann“, erklärt Christian Bickel, der unter der Anleitung von Co-Trainer Niklas Hoheneder weitere leichtere Einheiten absolviert. „Ich werde langsam und Schritt für Schritt wieder an höhere Belastungen herangeführt. Der Weg ist schon noch weit. Wir gucken von Woche zu Woche wie ich mich fühle und wie die Testergebnisse ausfallen.“

Denn Bickel steht fortan unter Beobachtung. „Ich stehe unter ständiger Kontrolle. Ich muss mich alle zwei Wochen bei unseren Ärzten melden und ein Belastungs-EKG machen, um zu sehen, wie das Herz auf die Einheiten reagiert“, verdeutlicht der 30-jährige Mittelfeldspieler.

Bis auf Weiteres bleibt ihm an den Spieltagen nur die Zuschauerrolle. Geduld ist gefragt. „Am Anfang der Saison war es schon schwer, weil die Fans zurück in die Stadien gekehrt sind. Da will man natürlich mit dabei sein und die Atmosphäre auf dem Platz genießen. Ich habe mich sehr gefreut, dass wir sehr gut in die Saison gestartet sind. Es ist auch für einen Spieler, der auf der Tribüne sitzen muss, leichter, wenn es bei der Mannschaft gut läuft. Aber es fällt mir schon schwer, geduldig zu bleiben. Es kribbelt im Fuß. Ich hoffe, dass ich in drei oder vier Wochen wieder dabei sein und der Mannschaft helfen kann.“