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24.09.2025 - 16.00 Uhr | 1. Mannschaft

Analyse nach dem ersten Saisonviertel: CFC findet Balance zwischen Abwehr und Angriff

Neun Spiele sind in der Regionalliga Nordost absolviert. Ein gutes Viertel der Jubiläumssaison 2025/26 ist damit rum. Zeit für eine erste Analyse. Wir haben für euch spannende Zahlen und Fakten zusammengetragen, die zeigen, welche Entwicklung die von Sportdirektor Chris Löwe zusammengestellte Mannschaft unter Cheftrainer Benjamin Duda genommen hat.

Englische Woche bringt Aufwind

Gleich zu Beginn lässt sich festhalten: Der Chemnitzer FC hat zuletzt einen Schritt nach vorn gemacht. Sieben Punkte aus der Englischen Woche, ein 3:0 gegen Halle und ein 2:2 in Erfurt – beide Klubs zählen zum Dunstkreis der Aufstiegsfavoriten – sowie ein 1:0-Auswärtssieg in Babelsberg haben nicht nur die Stimmung im Umfeld gehoben, sondern die Himmelblauen auch in der Tabelle klettern lassen. Ein idealer Zeitpunkt also, um die bisherigen Statistiken genauer unter die Lupe zu nehmen.

Mit 14 Punkten aus neun Spielen steht Chemnitz derzeit auf Rang acht. Acht Punkte aus den letzten vier Partien unterstreichen die positive Tendenz. Vor allem zu Hause ist der CFC schwer zu schlagen: Zehn Punkte im eins-Stadion – An der Gellertstraße bedeuten derzeit Platz fünf in der Heimtabelle. Auswärts stehen bisher vier Zähler zu Buche (Platz elf), doch die jüngsten Auftritte in Erfurt und Babelsberg zeigen auch hier eine Entwicklung.

Offensive gewinnt an Durchschlagskraft

13 Tore nach neun Spielen bedeuten Platz neun im Ligavergleich. Damit legt die Mannschaft ihre Offensivprobleme aus der Vorsaison Schritt für Schritt ab. Was sich auch darin zeigt, dass die Duda-Schützlinge bisher in jeder Partie mindestens einen Treffer erzielen konnten.

Stürmer Dejan Bozic führt die interne Torschützenliste mit vier Treffern (in acht Spielen) an, drei davon vom Punkt – bei einer makellosen Quote von 100 Prozent. Damit belegt er Platz acht der Torjägerliste. An der Spitze steht Jonas Nietfeld von Altglienicke mit neun Treffern.

Defensiv bleibt der CFC stabil. Mit nur elf Gegentoren stellt das Team die sechstbeste Abwehr der Liga. Torwart Daniel Adamczyk spielte viermal zu null und liegt damit auf Platz vier der Torhüter-Rangliste. Genau diese Balance zwischen Defensive und mehr Mut nach vorn steht beispielhaft für die sportliche Entwicklung beim Chemnitzer FC.

Rückblick: Aus der Krise heraus

Seit dem 8. September 2024 steht Benjamin Duda an der Seitenlinie. Er hat den CFC in seinem ersten Jahr als Cheftrainer aus dem Tabellenkeller zurück ins gesicherte Mittelfeld geführt.

Der Vergleich zur Vorsaison zeigt, wie weit die Mannschaft dabei gekommen ist. Nach neun Spielen der Saison 2024/25 standen die Chemnitzer mit nur sechs Punkten auf Platz 17 – einem Abstiegsplatz. Nur drei Tore hatte das Team damals erzielt, kein Spieler mehr als einmal getroffen. Zwar gehörte die Abwehr mit nur sieben Gegentoren zur Ligaspitze, doch offensiv herrschte Flaute – auch weil Toptorjäger Bozic die gesamte Hinrunde verletzt fehlte.

Heute ist das Bild ein anderes: Die Defensive bleibt solide. Gleichzeitig ist die Offensive deutlich gefährlicher. 

Zahlen belegen den neuen Weg

112 Abschlüsse nach neun Spieltagen bedeuten aktuell Platz fünf in der Liga. 44 davon gingen aufs Tor – Platz drei. Die Schussgenauigkeit liegt bei 39,3 Prozent – Rang sechs im Ligavergleich. Bemerkenswert: 69 Versuche kamen aus dem Strafraum. Ein klarer Hinweis auf die verbesserte Qualität der Chancen.

Auch die Passzahlen zeigen einen klaren Matchplan. 514 erfolgreiche Zuspiele im Angriffsdrittel bedeuten Platz fünf. Nur 753 Pässe im Abwehrdrittel sind der niedrigste Wert der Liga. Dudas Handschrift ist unverkennbar: kein langes Ballgeschiebe hinten, sondern schnelles und geradliniges Spiel nach vorn – Fußball, der attraktiv ist und hohen Unterhaltungswert bietet. Lange Bälle werden dabei im Liga-Vergleich nur selten eingesetzt (213, Platz 17).

Auch über die Flügel bleibt Chemnitz gefährlich. 47 erfolgreiche Flanken und 78 Dribblings belegen, dass individuelle Aktionen inzwischen fester Bestandteil des Offensivspiels sind. Das macht den CFC für jeden Gegner schwer ausrechenbar.

Neuzugänge mit Entwicklungspotential erweisen sich als Volltreffer

In dieses Spielsystem fügen sich die Neuzugänge perfekt ein. Die Viererkette rund um Felix Müller wird aktuell von drei Neuzugängen geprägt. Mit Julius Bochmann (20), Martial Ekui (21) und Johannes Pistol (23) hat der CFC echte Volltreffer auf dem Transfermarkt gelandet. Mit allen drei Spielern hat Sportdirektor Chris Löwe ein starkes Fundament in der Defensive für die Zukunft geschaffen. Alle sind 23 Jahre oder jünger und haben ihr Entwicklungspotential noch lange nicht ausgeschöpft.

Tobias Stockinger verpasste nach einem Zehenbruch einen Großteil der Sommervorbereitung. Inzwischen hat er sich durch starke Leistungen aber zu einer festen Größe entwickelt. Der 25-Jährige bringt enorme fußballerische Qualität und das Gespür für den freien Raum mit. Aktuell steht er bei drei Assists.

Martial Ekui und Maurizio Grimaldi haben den Sprung von der Oberliga in die Regionalliga in kurzer Zeit gemeistert und sich aktuell einen Stammplatz erarbeitet. Mit Athletik und Tempo in beide Richtungen sind sie schon jetzt eine echte Bereicherung für den CFC.

Hinzu kommen mit Domenico Alberico (3 Tore, 1 Assist) und Jonas Marx (1 Tor) zwei weitere Neuzugänge, die bereits gezeigt haben, dass die CFC-Fans auch in Zukunft noch viel Freude an ihnen haben werden.

Herausragende Laufwerte, neues Selbstvertrauen

Nach einem schwierigen Vorjahr hat sich der CFC unter der Leitung von Benjamin Duda nicht nur stabilisiert, sondern auch einen klaren Entwicklungsschritt gemacht. Die Defensive steht, die Offensive ist stärker geworden – und alle Mannschaftsteile bringen sich im Spiel mit und gegen den Ball voll ein. Auffällig ist zudem, dass die Mannschaft zuletzt auch physisch präsenter aufgetreten ist. Zweikämpfe werden aggressiver geführt, die Laufintensität und Sprintwiederholungen sind hoch. Gerade in Schlüsselsituationen strahlt das Team inzwischen deutlich mehr Durchsetzungsfähigkeit aus als noch vor einigen Monaten.

Jetzt zahlt sich die in der Sommervorbereitung erarbeitete Fitness aus. Denn gerade im läuferischen Bereich spult der CFC bislang gehörig Kilometer ab. So erreichte die Duda-Elf in drei Partien (Magdeburg U23, BFC Preussen und Babelsberg) eine herausragende Gesamtlaufleistung von mehr als 120 Kilometern pro Spiel. Auch in vier weiteren Spielen lag die Mannschaft bei rund 115 Kilometern – immer noch ein absoluter Spitzenwert, der zuletzt in Erfurt erreicht wurde.

Festzuhalten bleibt: Nach einem durchwachsenen Saisonstart hat die Englische Woche mit sieben Punkten zuletzt neues Selbstvertrauen gebracht. Und die Zahlen zeigen eindeutig: Der Trend spricht für den Chemnitzer FC.

Blick nach vorn: Der Ost-Klassiker in Jena

Am Samstag wartet mit dem FC Carl Zeiss Jena (Anstoß: 16 Uhr) bereits das nächste Topteam der Liga. Der FCC steht aktuell auf Rang vier, hat ein Spiel weniger absolviert und könnte mit einem Sieg sogar die Tabellenführung übernehmen. Die nächste große Herausforderung – doch die jüngsten Auftritte gegen Halle und Erfurt haben gezeigt, dass die Himmelblauen nicht nur mithalten können. Mit einer geschlossenen Topleistung ist dieses Team jederzeit in der Lage, gegen jede Mannschaft der Liga zu gewinnen.

Ein entscheidender Faktor, der sich nicht in Statistiken ausdrücken lässt, ist dabei die leidenschaftliche Unterstützung der CFC-Fans. Gerade in Spielen, in denen es mal hakt, kann der Support von den Rängen der entscheidende Brustlöser sein. Auch das hat der bisherige Saisonverlauf bereits gezeigt.

Deshalb gilt: Jetzt Tickets sichern und das Team von Chefcoach Benjamin Duda auch in Jena lautstark aus dem Gästeblock unterstützen. So arbeiten Mannschaft und Anhänger gemeinsam an der nächsten Überraschung bei einem echten Topteam der Liga.

Denn nur zusammen geht’s. Für den CFC. Für Chemnitz!