Arbeitssieg beim Aufsteiger
Der Chemnitzer FC hat das Flutlichtspiel beim FC Eilenburg mit 2:1 (1:1) für sich entschieden. Nach überlegener Anfangsphase des CFC wurde der Aufsteiger in der zweiten Halbzeit zum erwartet unangenehmen Gegner.
"Wir haben heute eine Eilenburger Mannschaft gesehen, die ums Überleben gekämpft hat", sagte CFC-Trainer Christian Tiffert kurz nach Abpfiff. Im Eilenburger Ilburg Stadion, wo zuvor auch der FC Energie Cottbus und die VSG Altglienicke stolperten übernahm der Chemnitzer FC von Beginn an die Spielkontrolle. Folgerichtig belohnten sich die Gäste in der 14. Minute für die eigenen Bemühungen: Das Eilenburger Abwehrzentrum, welches bis dahin einen guten Eindruck machte, ließ Kevin Freiberger entwischen, der Felix Brügmann im Fünfmeterraum mustergültig bediente - 0:1.
Eilenburg ließ sich davon aber überhaupt nicht einschüchtern. Nur fünf Minuten nach dem Gegentreffer steckte der Ex-Chemnitzer Kevin Wadewitz auf Christoph Jackisch durch, der aus kurzer Distanz an Dogan scheiterte. Drei Minuten später konnten sich die Eilenburger aus einer Chemnitzer Pressing-Situation befreien und schalteten über die linke Seite blitzschnell um. Am Ende lief Pascal Sauer frei auf Dogan zu und schloss trocken ins kurze Eck ab (22.). "Unser Plan in Halbzeit eins ist aufgegangen, wir wollten die Tiefe attackieren. Dann ist aber das passiert, wovor wir gewarnt hatten: wir wurden ausgekontert. Von der Zweikampfführung war das in Hälfte eins nicht gut genug", sagte Tiffert.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel weiterhin offen. Chemnitz versuchte weiter auf die Führung zu gehen, nun investierten die Eilenburger aber deutlich mehr und forderten Chemnitz in der eigenen Abwehr. Schließlich reichte ein unvollständig geklärter Eckball, den Dominik Pelivan aus 16 Metern zur erneuten Führung für Chemnitz ins Netz drückte (57.). Tiffert: "Es war ein Kampf. Wir hätten sicher den ein oder anderen Konter besser ausspielen können, aber man ist dann auch platt, es ist englische Woche."
Eilenburg versuchte in der Folge viel in der Offensive und kam noch zweimal brandgefährlich vor das Tor. Chemnitz verteidigte beherzt und konnte die Führung schließlich verdient über die Zeit retten. Tiffert stimmte daraufhin vor allem die mentale Einstellung seines Teams zufrieden: "Da sehe ich einen Entwicklungsschritt unserer Jungs, dass sie dagegengehalten haben. Vor Monaten hätten die Jungs so ein Spiel verloren, heute haben sie gewonnen. Das ist nämlich Alltag in der Regionalliga: nicht der BFC Dynamo, sondern ein Spiel gegen Eilenburg."
Der Alltag Regionalliga geht bereits am Samstag für den CFC weiter. Dann empfängt das Team von Cheftrainer Christian Tiffert den FSV Optik Rathenow im Stadion – An der Gellertstraße. Anstoß ist dann um 13:00 Uhr.



