Auch zu Hause ein Start nach Maß: 3:0-Heimsieg gegen den BFC Preussen
Der Chemnitzer FC hat nach dem 4:0-Auftakterfolg bei Hertha BSC II auch das erste Heimspiel der Regionalliga-Saison 2026/27 erfolgreich gestaltet. Vor 5.639 Zuschauern im eins-Stadion – An der Gellertstraße setzte sich die Mannschaft von Cheftrainer Benjamin Duda souverän mit 3:0 gegen den BFC Preussen durch. Ein Doppelschlag direkt nach Wiederanpfiff brachte die Himmelblauen früh auf die Siegerstraße.
Benjamin Duda musste seine Startelf im Vergleich zum Saisonauftakt nur einmal verändern. Ron Berlinski stand verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, für ihn rückte Jonas Marx nach seinem Treffer in Berlin in die Anfangsformation. Den freien Platz auf der Bank nahm Aron Mensah ein, der in Berlin noch gefehlt hatte.
Bereits vor dem Anpfiff herrschte rund um die Fischerwiese eine euphorische Stimmung. Nach dem gelungenen Saisonstart war die Vorfreude auf das erste Heimspiel deutlich spürbar.
Stiller Protest vor dem Anpfiff – CFC übernimmt früh die Kontrolle
Die Partie begann zunächst ungewöhnlich ruhig. Rund neunzig Sekunden lang bewegte sich der Ball nach dem Anstoß nicht. Spieler und Fans setzten damit gemeinsam ein Zeichen für die bundesweite Forderung nach einer Reform der Regionalligen und einem direkten Aufstiegsrecht für alle Meister. Parallel richtete Stadionsprecher Olaf Kadner einen Appell an den DFB und die Regionalverbände, die Diskussion endlich voranzutreiben.
Mit dem ersten gespielten Ball übernahmen die Himmelblauen sofort die Initiative. Domenico Alberico kam nach einer Hereingabe von Andreas Geipl zur ersten Gelegenheit, traf aus der Drehung aber nur das Außennetz (4.). Kurz darauf wurde der CFC erstmals richtig gefährlich: Tobias Stockinger scheiterte aus kurzer Distanz nach einer Hereingabe von Ken Tchouangue am Berliner Abwehrblock, der Kopfball von Jonas Marx nach Alberico-Flanke im Anschluss ging knapp drüber (7.).
Die Himmelblauen blieben präsent. Nach einem Ballverlust von Slamar zeigte Andreas Geipl seine ganze Klasse, gewann das Leder mit starkem Timing gegen Maurice Covic zurück und wurde dafür vom gesamten Stadion gefeiert (10.). Marx versuchte es wenig später aus der Distanz, verfehlte das Tor jedoch um rund zwei Meter (15.).
Chancenplus für Chemnitz – Palmowski hält den BFC im Spiel
Nach einer intensiven Anfangsphase beruhigte sich das Spiel etwas. Chemnitz kontrollierte Ball und Gegner, ohne zunächst den entscheidenden Durchbruch zu finden. Die Berliner kamen lediglich mit einem Distanzschuss erstmals gefährlich vor das Tor, der knapp über den Kasten ging (25.).
In der Folge erspielte sich der CFC mehrere gute Möglichkeiten. Nach einer starken Kombination über Grimaldi und Tchouangue zog Stockinger aus dem Rückraum knapp über das Tor (32.). Grimaldi selbst tankte sich wenig später über die rechte Seite durch und schoss nur knapp am langen Pfosten vorbei (37.).
Auf der Gegenseite mussten die Himmelblauen bei Standards aufmerksam bleiben. Stein köpfte nach einer Ecke knapp über das Tor (31.), ehe Frank nach einem schnellen Gegenangriff frei vor David Richter auftauchte. Jan Löhmannsröben setzte den Berliner jedoch entscheidend unter Druck, sodass Richter den Abschluss auf den kurzen Pfosten parieren konnte (41.).
Kurz vor der Pause erhöhte der CFC den Druck nochmals deutlich. Ken Tchouangue zwang mit einem überraschenden Distanzschuss aus rund 25 Metern BFC-Keeper Palmowski zu einer starken Parade (45.).
Zur Pause stand es zwar noch 0:0, dennoch honorierten die Zuschauer den engagierten Auftritt der Himmelblauen mit Applaus. Chemnitz kontrollierte das Spiel, ließ kaum klare Chancen zu und war der Führung deutlich näher.
Doppelschlag nach Wiederbeginn entscheidet die Partie
Direkt nach Wiederanpfiff belohnte sich der CFC endlich für seinen Aufwand. Nach einer Flanke verlängerte Jonas Marx den Ball per Kopf ins Netz und brachte die Himmelblauen mit dem ersten Angriff der zweiten Halbzeit in Führung (46.).
Nur drei Minuten später legte der Mittelstürmer direkt nach. Ein langer Ball in die Tiefe setzte Marx perfekt ein. Er umkurvte den weit herausgeeilten Palmowski und schob zum 2:0 ins leere Tor ein (49.).
Die Berliner versuchten anschließend zu reagieren, fanden gegen die stabile Chemnitzer Defensive jedoch kaum Lösungen. Zwischenzeitlich blieb die Partie durch viele Unterbrechungen und Wechsel etwas zerfahren. Andreas Geipl und Maurizio Grimaldi verließen nach starken Leistungen das Feld (66.), später kam unter anderem Eigengewächs Amadeus Zamora zum Einsatz. Für Zamora war es das Regionalliga-Debüt im Trikot des Chemnitzer FC (77.).
Offensiv blieb der CFC dennoch gefährlich. David Vogt prüfte Palmowski aus der Distanz (77.), Johannes Pistol scheiterte wenig später mit einem sehenswerten Linksschlenzer am stark reagierenden Berliner Schlussmann (86.).
Für die Lankwitzer hatte lediglich Frank nach einem langen Ball die große Chance auf den Anschlusstreffer, scheiterte jedoch am Pfosten (89.). Sonst blieb der CFC stabil.
Den Schlusspunkt setzte schließlich Domenico Alberico. Nach einem schnellen Konter blieb Maximilian Fesser frei vor dem Tor uneigennützig und legte quer auf Alberico, der den Ball zum 3:0-Endstand ins leere Tor einschob (90.+1).
Zwei Siege, 7:0 Tore – Vielversprechender Saisonstart
Der Chemnitzer FC feiert auch im zweiten Saisonspiel einen hochverdienten Sieg und bleibt nach zwei Spieltagen ohne Gegentor. Über weite Strecken kontrollierten die Himmelblauen die Begegnung, präsentierten sich defensiv erneut äußerst stabil und nutzten ihre Chancen nach der Pause konsequent. Besonders die zentrale Achse um Andreas Geipl, Dennis Slamar und Jan Löhmannsröben überzeugte mit großer Ballsicherheit, hoher Pressingresistenz und viel Ruhe im Spielaufbau. Lediglich zwei klare Torchancen ließ die Mannschaft über die gesamte Spielzeit zu.
Nach dem Schlusspfiff feierten Mannschaft und Fans gemeinsam den gelungenen Heimauftakt. Im Mannschaftskreis stimmte sich das Team auf die kommenden Aufgaben ein, ehe es sich den verdienten Applaus von den Rängen abholte. Ein weiterer Beleg für die enge Verbindung zwischen Mannschaft und Anhängern.
10.000 auf der Fischerwiese – kommt alle gegen Zwickau ins Stadion
Bereits am Dienstag um 19 Uhr wartet das erste Saisonhighlight. Auf der Fischerwiese steigt das Derby gegen den FSV Zwickau. Die Gäste setzten mit ihrem Auswärtssieg in Jena bereits ein Ausrufezeichen, der CFC geht mit zwei Siegen, 7:0 Toren und viel Selbstvertrauen in das Traditionsduell.
Um das Derby erfolgreich zu gestalten, braucht die Mannschaft erneut die Unterstützung von den Rängen. Erstmals in dieser Saison soll die Marke von 10.000 Zuschauern geknackt werden.
Für den CFC. Für Chemnitz.
Chemnitzer FC – BFC Preussen 3:0 (0:0)
CFC: Richter – Tchouangue, Slamar, Löhmannsröben, Eppendorfer – Baumgart (90. Hempel), Geipl (C) (66. Vogt), Stockinger (77. Zamora) – Alberico, Marx (77. Pistol), Grimaldi (66. Fesser)
PRE: Palmowski – Meyer, Lessel (73. Adekunle), Stein (C) (63. Häusl), Dikarev – Fontein, Vierling, Covic (79. Wosz) – Gramberg (79. Maric), Frank, Butkovic (73. Kühn)
Tore: 1:0 Marx (46.), 2:0 Marx (49.), 3:0 Alberico (90.)
Zuschauer: 5.639



