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17.04.2025 - 15.38 Uhr | 1. Mannschaft

"Aufstiegsreform 2025" beim DFB – Persönlicher Austausch mit Präsident Neuendorf sendet wichtiges Signal

Ein Tag, der für den deutschen Fußball wegweisend sein könnte: Auf Einladung von DFB-Geschäftsführer Spielbetrieb Manuel Hartmann trafen sich am Donnerstag Vertreter der Initiative „Aufstiegsreform 2025“ mit der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu einem persönlichen Austausch über die zukünftige Struktur der Regionalligen.

Mit am Tisch auf dem DFB-Campus in Frankfurt: DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Tom Eilers (Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga) und Manuel Hartmann (DFB-Geschäftsführer Spielbetrieb) sowie vom Nordostdeutschen Fußballverband Präsident Hermann Winkler, NOFV-Geschäftsführer Till Dahlitz und Spielausschussleiter Uwe Dittrich. 

Die Initiative wurde vertreten von Daniel Meyer (Sportdirektor, Hallescher FC), Franz Gerber (Geschäftsführer, FC Rot-Weiß Erfurt), Andreas Krug (Aufsichtsratsvorsitzender, FC Carl Zeiss Jena) und Tommy Haeder (Geschäftsstellenleiter, Chemnitzer FC).

Austausch mit Signalwirkung

Das zweistündige Gespräch verlief in einer Atmosphäre, die von Respekt, Offenheit und dem gemeinsamen Willen zur Verständigung geprägt war – ein starkes Zeichen in einer seit Jahren festgefahrenen Debatte.

Tommy Haeder, Sprecher der Initiative, betonte im Anschluss: "Wir bedanken uns ausdrücklich bei Präsident Bernd Neuendorf und den Verantwortlichen des Deutschen Fußball-Bundes für das zweistündige Gespräch. Der Austausch war offen, konstruktiv und auf Augenhöhe. Wir haben einen DFB-Präsidenten erlebt, der unsere Haltung zur Initiative ,Aufstiegsreform 2025‘ nicht nur nachvollziehen konnte, sondern dafür spürbares Verständnis gezeigt hat. Das allein ist ein wichtiges Signal – und ein erster Teilerfolg."

Auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf hob die Bedeutung des direkten Dialogs hervor: "Es ist richtig und wichtig, dass wir gemeinsam in den persönlichen Dialog eingestiegen sind. Die Unzufriedenheit mit Blick auf die Aufstiegsregelung von den Regionalligen in die 3. Liga kann ich nachvollziehen. Für mich ist allerdings klar, dass sich die 3. Liga in ihrer jetzigen Struktur sehr gut entwickelt hat und daher unverändert bleiben muss. Ich habe deutlich gemacht, dass der DFB hinsichtlich einer möglichen Regionalligareform weiterhin gerne als Vermittler bereitsteht – die Verantwortung liegt jedoch bei den Regionalverbänden und Regionalligaträgern."

"Wir setzen auf Fairplay der Landes- und Regionalverbände"

Für die Initiative ist klar: Jetzt sind vor allem die Landes- und Regionalverbände gefragt. In den kommenden Wochen sollen gemeinsam mit dem NOFV weitere Gespräche auf Verbandsebene geführt und Überzeugungsarbeit geleistet werden – für eine faire, solidarische und zukunftsfähige Lösung im gesamten Regionalliga-Fußball.

"Uns wurde bei dem heutigen Treffen in Aussicht gestellt, dass die DFB-Spitze den weiteren Prozess genau verfolgen und gegebenenfalls auch moderierend unterstützen wird. Das eröffnet neue Möglichkeiten. Jetzt liegt es an uns, gemeinsam mit dem NOFV Gespräche auf Verbandsebene zu führen. Wir setzen dabei auf Fairplay – und darauf, dass die Landes- und Regionalverbände einer lösungsorientierten und solidarischen Haltung folgen, die im Sinne des gesamten deutschen Fußballs ist und zur Stärkung der Regionalliga als vierte Liga beiträgt", sagt Daniel Meyer, Sportdirektor des Halleschen FC und Sprecher der Initiative, zum Treffen auf dem DFB-Campus.

Ein Tag mit Tragweite

Dass sich der DFB-Präsident persönlich mit den Argumenten der Initiative befasst hat, werten die beteiligten Klubs als starkes Zeichen – und als Chance.

"Dieser Tag war ein wichtiger Schritt. Denn jetzt ist klar: Auch der DFB-Präsident kennt unsere Positionen, unsere Argumente und unsere Lösungsansätze", so Haeder.

Über die Initiative "Aufstiegsreform 2025"

Die Initiative wurde am 12. Februar 2025 in Chemnitz ins Leben gerufen und vereint aktuell 16 Vereine aus der Regionalliga Nordost. Gemeinsames Ziel ist eine sportlich faire und nachvollziehbare Aufstiegsregelung – damit künftig alle Meister den Sprung in die 3. Liga schaffen. Auch im Osten.

Zur Initiative gehören: 1. FC Lok Leipzig, BFC Dynamo, BSG Chemie Leipzig, FC Carl Zeiss Jena, Chemnitzer FC, FSV 63 Luckenwalde, FSV Zwickau, Greifswalder FC, Hallescher FC, Hertha BSC II, F.C. Hertha 03 Zehlendorf, FC Rot-Weiß Erfurt, SV Babelsberg 03, VSG Altglienicke, FC Eilenburg und VFC Plauen.