Außenbandanriss im Knie – Niclas Walther fällt verletzt aus
Niclas Walther fehlte überraschend im Aufgebot beim vergangenen Heimspiel des Chemnitzer FC gegen den FC Rot-Weiß Erfurt (0:4), obwohl der 23-jährige Linksverteidiger fest für die Startformation eingeplant war. Grund für den kurzfristigen Ausfall ist eine Knieverletzung, die sich Walther zwei Tage vor dem Spiel im Training zugezogen hatte.
Eingehende Untersuchungen in Chemnitz geben nun Aufschluss über die Schwere der Verletzung: Bei Niclas Walther wurde von den behandelnden Ärzten ein Außenbandanriss im linken Knie diagnostiziert. Damit muss Cheftrainer Benjamin Duda mindestens drei Wochen auf das Eigengewächs verzichten.
„Niclas wünschen wir erst einmal gute Besserung. Es ist schade, dass sein guter Start in die Restrückrunde erst durch die Gelbsperre und nun durch die Verletzung gebremst wurde. Er war auf einem guten Weg. Durch den Ausfall von Niclas Walther verschärfen sich natürlich unsere Personalsorgen weiter. Es ist müßig, darüber zu sprechen, wie die vergangenen Spiele in Vollbesetzung gelaufen wären. Aber eines ist auch klar: So wie wir uns in den vergangenen beiden Partien präsentiert haben, ist das allein keine Rechtfertigung“, erklärt Sportdirektor Chris Löwe.
Der 36-jährige Sportchef macht in der aktuellen sportlichen Situation zudem deutlich, dass er nach zuletzt drei Niederlagen in Folge eine klare Reaktion seiner Mannschaft erwartet. „Jeder, der zuletzt für uns auf dem Platz stand, muss den Anspruch haben, beim Chemnitzer FC in der Regionalliga Stammspieler zu sein. Diese Haltung war für mich bei zu vielen kaum erkennbar. Ich erwarte deshalb, dass wir als Mannschaft schnell die Kurve kriegen, die richtigen Schlüsse aus der Analyse ziehen und schon am Sonntag gegen Jena vor unseren eigenen Fans ganz anders auftreten. Dazu gehört für mich auch, sich gegen alle Widerstände zu wehren – dazu zählen auch Verletzungen und Sperren wichtiger Spieler. Dabei geht es nicht ausschließlich um Ergebnisse, sondern um das Auftreten der Mannschaft.“
Vor allem in der Defensive präsentierten sich die Himmelblauen zuletzt sehr anfällig – ein Fakt, der bereits in der Hinrunde immer wieder Thema war. Nach drei Siegen zum Start ins neue Fußballjahr schien diese Schwäche bereits überwunden, doch die vergangenen drei Niederlagen zeichnen nun wieder ein anderes Bild, weiß auch Chris Löwe: „Gefordert in dieser Situation sind alle Spieler, die am Wochenende das Vertrauen des Trainers erhalten. Das war mir vor allem bei den deutlichen Niederlagen gegen Halle und Erfurt einfach viel zu wenig. Neun Gegentore in drei Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Hier müssen wir als Team den Finger in die Wunde legen, um gemeinsam die Kurve zu kriegen. Vor allem müssen wir die einfachen Fehler abstellen. Dazu gehört auch ein anderes Zweikampfverhalten – von der ersten bis zur letzten Minute. Dabei betrifft die Defensivarbeit das gesamte Team, niemand kann sich hier herausnehmen. Das möchte ich klar betonen.“
Damit haben sich die personellen Sorgen beim CFC in der aktuell angespannten sportlichen Situation weiter vergrößert.
Neben Walther sind derzeit vier weitere Spieler aus dem Regionalliga-Kader nicht einsatzfähig. Niclas Erlbeck und Johannes Pistol arbeiten weiterhin im individuellen Aufbautraining an ihrem Comeback. Zudem fehlen die Leistungsträger Maurizio Grimaldi aufgrund einer Innenbanddehnung sowie Dejan Bozic wegen einer Sprunggelenksverletzung seit dem Auswärtsspiel bei Chemie Leipzig am 4. März 2026.
Zusätzlich müssen beim Heimspiel am Sonntag gegen Jena Kapitän Tobias Müller und Domenico Alberico (jeweils 5. Gelbe Karte) sowie Julius Bochmann (10. Gelbe Karte) gelbgesperrt passen.



