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31.10.2025 - 11.39 Uhr | Nachwuchs

Campus-Inside: U12-Junioren – Technik, Teamgeist und der nächste Schritt

Mit Campus-Inside werfen wir regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen des CFC-Campus – dorthin, wo junge Talente die Grundlagen des modernen Fußballs lernen und Charakter formen. Heute richten wir den Fokus auf die U12-Junioren unter Cheftrainer Daniel Richter, ein Team, das im „goldenen Lernalter“ steht – jener Phase, in der Technik, Persönlichkeit und Spielintelligenz Hand in Hand wachsen.

Ein Himmelblauer durch und durch

Daniel Richter ist ein echtes Chemnitzer Eigengewächs. Von den Bambinis bis zur zweiten Männermannschaft durchlief er selbst alle Stationen im himmelblauen Trikot. Als einer der wenigen CFC-Spieler kann er sogar auf eine Reihe von U-Länderspielen zurückblicken – einmal für die U15 und drei Einsätze für die U16 des DFB stehen in seiner Vita. Nach einem Trümmerschaden im Knie, zwei Operationen und anderthalb Jahren im Aufbautraining endete die vielversprechende Karriere in der zweiten Mannschaft des CFC.

Nach seiner aktiven Zeit widmete er sich dem Dasein als Trainer. Als ihn vor rund elf Jahren Vereinslegende Ulf Mehlhorn ansprach, stand sein Weg fest. Seitdem prägt er den Aufbaubereich des CFC, also die Altersstufen von U10 bis U13.

Unterstützt wird er von Co-Trainer Jens Wende, der bereits im Vorjahr an seiner Seite stand. Ein dritter Trainer soll das Team künftig noch verstärken. „Gerade in diesem Alter brauchen die Jungs viel persönliche Betreuung“, betont Richter. „Es ist die Phase, in der jeder Ballkontakt zählt, in der wir ein Auge auf jede Bewegung haben sollten. Je größer das Trainerteam, desto besser kann die individuelle Entwicklung betreut werden.“

Ziele und Entwicklung: Fortschritt statt Tabelle

Für die U12 zählt weniger das Ergebnis als die Entwicklung. Gespielt wird in der Landesliga Sachsen, wo die Teams in Turnierform gegeneinander antreten – zwölf Mannschaften werden an jeden Spielwochenende in Gruppen eingeteilt. In 25-Minuten-Spielen geht es dann um Punkte im Format 1:6 auf Kleinfeld – also ein Keeper und sechs Feldspieler. Am Ende jedes Turniers steht eine Tabelle als grober Rahmen. „Wir denken nicht in Platzierungen“, sagt Richter. „Unser Maßstab ist: Wenn wir ein Team beim zweiten Mal treffen, wollen wir besser aussehen als beim ersten Mal.“

Die Entwicklung ist das zentrale Ziel – individuell wie kollektiv. Im Vordergrund steht die technische Ausbildung mit beiden Füßen, Dribblings in engen Räumen und das Treffen eigener Entscheidungen. „In der U12 müssen die Jungs lernen, aktiv zu sein, immer in Bewegung, immer online. Wenn sie das in diesem Alter nicht lernen, holen sie es später kaum noch auf.“

Erfolg misst das Trainerteam nicht in Toren, sondern liest ich in der Spielweise ab: weniger Ballverluste, mehr Ruhe in Drucksituationen, besseres Verhalten gegen den Ball. „Wenn sie anfangen, die Situationen zu verstehen, anstatt nur zu reagieren – dann weißt du, dass sie sich entwickeln.“

Trainiert wird dreimal pro Woche, immer nach Schulschluss. Das Training ist vielseitig aufgebaut und reagiert flexibel auf das, was in Spielen auffällt. „Ein Beispiel: Uns ist zuletzt aufgefallen, dass die Jungs Probleme haben, hohe Bälle des Gegners unter Kontrolle zu bringen. Daraus leiten wir direkt unseren nächsten Schwerpunkt ab“, erklärt Richter. „Dann stehen vier technische Übungsformen im Mittelpunkt, die genau dieses Thema aufgreifen – also den Ball sauber anzunehmen, schnell flach zu kontrollieren und am Fuß zu halten. Nur wenn der Ball am Boden ist, können die Jungs dribbeln, fintieren oder präzise passen. Das ist die Basis für alles Weitere.“

Inhalte und Abläufe variieren regelmäßig, aber einige Grundsätze bleiben:

- Technik und Ballgefühl stehen an erster Stelle.

- Schnelligkeit, Koordination und Spielintelligenz werden in Spielformen geschult.

- Wettbewerbe sind fester Bestandteil jeder Einheit – vom 1-gegen-1 bis zum Staffelspiel.

„Fußball ist immer ein Wettkampf, selbst im Training“, so der Coach. „Wer spielen will, will auch gewinnen – und genau diesen Antrieb fördern wir. Diesen Hunger wollen wir den Jungs spielerisch nahebringen

„Vertrauen und Zusammenspiel sind der nächste Schritt“

Neben den sportlichen Zielen steht die Persönlichkeitsentwicklung im Mittelpunkt. Respekt, Teamgeist und Eigenverantwortung sind feste Bestandteile der Ausbildung. „Viele Jungs müssen erst lernen, ihrem Mitspieler zu vertrauen“, sagt Richter. „Bisher waren sie in ihren alten Vereinen oft die Besten – jetzt sind alle auf einem ähnlichen Niveau. Vertrauen und Zusammenspiel sind der nächste Schritt.“

Auch kleine Dinge zählen: Tasche selbst packen, Schuhe richtig binden, pünktlich sein. „Das klingt banal, aber es zeigt, ob ein Spieler Verantwortung übernimmt“, erklärt der Trainer. Für ihn ist Eigenständigkeit ein Schlüssel zum Erfolg: „Wer bereit ist, mehr zu machen als andere, entwickelt sich schneller.“

Richter möchte, dass seine Spieler begreifen, dass Entwicklung mehr bedeutet als Training – sie ist Haltung. „Fleiß, Disziplin und die Freude am Fußball – das sind Werte, die sie ein Leben lang tragen sollen.“

Klinikum-Cup als Highlight

Mit dem Klinikum-Cup steht im Winter ein echtes Highlight an. „Das Turnier ist jedes Jahr ein besonderes Erlebnis – volle Halle, große Vereine, super Stimmung. Für die Jungs ist das eine Bühne, auf die sie sich freuen.“

In diesem Jahr sind beispielsweise der SV Werder Bremen, Austria Salzburg oder Union Berlin dabei. Haltet euch den Samstag, den 24. Januar frei, der Eintritt zu diesem Highlight ist kostenlos – ein absolutes Muss für alle Himmelblauen.

Hier findet ihr alle Infos zur Veranstaltung!

Die Entwicklung der U12 zeigt: Der Weg stimmt. Mit Leidenschaft, Struktur und einer klaren Linie führt Daniel Richter seine Mannschaft Schritt für Schritt in Richtung Leistungsfußball – mit einem Auge für das Detail und dem Bewusstsein, dass Erfolg Zeit und vor allem Spaß am Fußball braucht.

Schritt für Schritt gehen wir mit Campus-Inside durch die Nachwuchsabteilung des Chemnitzer FC. Nach der U12 werfen wir in der nächsten Folge einen Blick auf die U10/U11-Junioren, wo viele Himmelblaue ihre ersten Schritte beim CFC machen. Bis zum nächsten Mal bei Campus-Inside.