Campus-News: "Das Jahr hilft allen Spielern" - Interview mit U16-Trainer Markus Seiler
Vor der Saison wurde die U16 beim Chemnitzer FC als Bindeglied zwischen der U15 und U17 neu geschaffen und zum Spielbetrieb gemeldet. Nach sechs Saisonspielen und dem Erreichen des Viertelfinals im Sachsenpokal ist die Saison coronabedingt unterbrochen. Wir haben mit U16-Cheftrainer Markus Seiler über die neue Mannschaft und die Entwicklung der Spieler gesprochen.
Markus, die Spieler des 2006er Jahrgangs haben beim Chemnitzer FC als erste die Möglichkeit, als U16, sprich als jüngerer B-Jugend-Jahrgang am Spielbetrieb teilzunehmen. Wie lief das erste Halbjahr an?
Aufgrund von Corona und den bedingten Saisonabbrüchen konnten wir bereits im Juni mit der Vorbereitung auf die neue Saison beginnen. In dieser Phase haben wir die Neuzugänge in die Mannschaft integriert, was ein Vorteil für die restliche Vorbereitung war. Nach unserm gemeinsamen Trainingslager und den ersten Spielen war ich mit der Entwicklung der Spieler sehr zufrieden. Wir sind immer mehr zu einer Mannschaft zusammengewachsen und haben im Verlauf der Hinrunde immer besser unsere NLZ-Spielphilosophie verinnerlicht. Leider hat uns die Corona-Pandemie jetzt wieder ein wenig ausgebremst.
Wie wichtig ist das Jahr in der U16 für die Entwicklung der Spieler?
Wir sind sehr froh, dass der Jahrgang die Möglichkeit erhält, jedes Wochenende Wettkampfpraxis zu sammeln. Da die Spieler ausschließlich gegen U17-Mannschaften antreten, müssen sie jede Woche an ihr Leistungslimit gehen, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Das Jahr hilft allen Spielern sich fußballerisch zu entwickeln und darüber hinaus auch in ihrer Persönlichkeit weiter zu entfalten.
In der Landesliga Sachsen seid ihr aktuell Tabellenführer, ohne eine einzige Niederlage kassiert zu haben. War das zu erwarten?
Nach dem ersten Saisonspiel sicherlich nicht. In der Liga gab es zu Beginn einen kleinen Dämpfer im Spiel gegen den VFC Plauen. Trotz einer ordentlichen Begegnung sicherten wir uns erst spät einen Punkt (2:2). Anschließend folgte eine bemerkenswerte Siegesserie, die aufzeigt, dass sich die Spieler frühzeitig in der Saisonphase zu einer homogenen Mannschaft zusammengefunden haben. Das Highlight in der Halbserie war sicherlich der 6:1-Auswärtssieg gegen den FSV Zwickau, bei dem wir die beste Saisonleistung gezeigt haben. Auch im Landespokal sind wir nach den Siegen gegen die SpG Hartmannsdorf/Schmiedeberg (7:0), den FC Eilenburg (2:0) und Soccer for Kids (6:1) weiterhin vertreten. Jetzt freuen wir uns auf das Pokalviertelfinale.
Eure Ergebnisse mit 30 Toren in sechs Spielen und lediglich drei Gegentreffern zeigen die offensive Spielweise. Was wollt ihr als Trainerteam den Jungs mit auf den Weg geben?
Nicht nur wir als Mannschaft, sondern die gesamte NLZ-Spielphilosophie steht für ein aggressives Angriffspressing, um den Gegner frühzeitig unter Druck setzen und Fehler zu erzwingen. Diesen Weg gehen unsere Jungs sehr gut mit und transportieren unsere Spielprinzipien aufbauend vom Training bis hin in die Spiele. Auch neben dem Platz wollen wir den Jungs unsere Werte der CFC-Familie, wie beispielsweise Zusammenhalt, Bodenständigkeit, Respekt, gegenseitige Verantwortung und Willensstärke vermitteln.
Du hast Corona bereits angesprochen. Wie haltet ihr die Jungs in der Corona-Pause ohne Spiele fit?
Wir haben das Glück, auch wenn der Spielbetrieb vom Sächsischen Fußball-Verband (SFV) durch die Corona-Notverordnung seit Mitte November ausgesetzt ist, Dank des Status‘ „Nachwuchsleistungszentrum“ weiterhin den Trainingsbetrieb komplett durchführen zu können. Die Vorgabe ist, dass alle Spieler sich täglich einem Corona-Test unterziehen. Unsere Jungs ziehen alle sehr gut mit. Alle hoffen nach der Wintervorbereitung wieder in der Liga angreifen zu können und den erfolgreichen -Weg fortzusetzen.
Danke für den Einblick, Markus!



