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12.08.2025 - 11.54 Uhr | Vereinsnachrichten

Campus News: Starke zweite Halbzeit reicht nicht, U19 verliert zum Auftakt 2:4 in der Lausitz

Die ersten Campus News der neuen Saison stehen an. Unsere U19-Junioren sind am vergangenen Freitag in Cottbus in die neue DFB-Nachwuchsliga-Saison gestartet. Wir blicken auf das erste Campus-Wochenende mit Ergebnissen, Highlights und Stimmen zum Spiel.

U19-Junioren – Niederlage in Cottbus, Aufholjagd kommt zu spät

FC Energie Cottbus – Chemnitzer FC 4:2 (3:0)

Tore: 1:0 Badran (20.), 2:0 Badran (26.), 3:0 Schößler (42.), 4:0 Heidrich (83.), 4:1 Lewin (85.), 4:2 Ullmann (89.)

Aufstellung: Wimmer 1, Lenz 2 (C), Gruschwitz 3, Kunstmann 4, Kühnreich 7, Schmidt 10 (83. Ullmann 11), Tänzer 17 (83. Löffel 5), Hiecke 18 (46. Lewin 9), Hempel 22 (83. Klose 24), Zamora 23 (62. Philipp 8), Mensah 25 (78. Wiese 6)

Der Start in die neue Saison der DFB-Nachwuchsliga führte unsere U19 direkt zu einem echten Härtetest: Beim FC Energie Cottbus wollte das Team von Cheftrainer Sebastian Kegel die ersten Punkte einfahren – und zeigte nach einer schwachen Phase im ersten Durchgang zumindest Moral und Stehvermögen. Am Ende stand jedoch eine 2:4-Niederlage, die vor allem auf fehlende Intensität in Hälfte eins zurückzuführen war.

Guter Beginn – dann der Fadenriss

Der CFC begann diszipliniert, stand etwas tiefer und ließ den Hausherren viel Raum im Spielaufbau – eine bewusste Entscheidung, um die bekannten Cottbuser Probleme in dieser Zone auszunutzen. Die ersten Minuten gehörten dann auch den Himmelblauen: Heinz Kühnreich hatte die frühe Führung auf dem Fuß, Noah Tänzer sorgte kurz darauf ebenfalls für Gefahr.

Doch nach dieser Anfangsphase ließ die Intensität spürbar nach. Der CFC agierte zu passiv, verlor in den Zweikämpfen an Biss und machte es den Lausitzern damit zu einfach. Vor allem über die linke Angriffsseite überlud Cottbus immer wieder und kam so gefährlich ins letzte Drittel.

Die Folge waren drei Gegentreffer vor der Pause, die allesamt aus individuellen Fehlern resultierten. Erst ging ein Eins-gegen-Eins-Duell auf dem Flügel verloren, dann führte ein Ballverlust zum schnellen Gegenzug über die offene linke Seite. Kurz vor dem Pausenpfiff konnte auch eine klare Überzahl in Ballnähe nicht genutzt werden, Cottbus spielte sich aus dem Druck und traf per abgefälschtem Distanzschuss. So ging es mit einem ernüchternden 0:3-Rückstand in die Kabine.

Systemumstellung bringt frischen Wind

In der Pause reagierte Kegel und stellte vom 5-3-2 auf ein 4-4-2 mit Angriffspressing um – ein Element, das in der Vorbereitung intensiv trainiert worden war. Der Effekt war sofort spürbar: Mehr Druck, mehr Tempo, mehr Wucht nach vorn. Die Himmelblauen setzten Cottbus früh unter Druck, gewannen Bälle in gefährlichen Zonen und erspielten sich mehrere Torchancen.

Trotz der verbesserten Leistung kassierte der CFC nach einem schlecht verteidigten Konter das 0:4, was in dieser Phase äußerst unglücklich fiel. Doch die Mannschaft zeigte Moral und belohnte sich kurz darauf. Tyron Lewin verkürzte nach einem energischen Angriff, wenig später setzte Jonas Ullmann mit dem 2:4 den Schlusspunkt. Bereits zuvor hatten Ben Schmidt und Marvin Lenz weitere gute Gelegenheiten, sodass mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit im Abschluss sogar noch ein offenes Finale möglich gewesen wäre.

Trainerfazit und Ausblick

"Auf der zweiten Halbzeit, die wir mit 2:1 gewinnen, können wir aufbauen", bilanzierte Kegel nach dem Spiel. "Da hatten wir eine hohe Intensität. Cottbus war physisch überlegen, aber ab der 75. Minute sind sie weggebrochen und wir haben eine zweite Luft bekommen. Unser Ziel muss es jetzt sein, diese Intensität über 90 Minuten zu halten."

Die nächste Gelegenheit, genau das zu zeigen, kommt bereits am kommenden Samstag. Dann empfängt die U19 um 14:00 Uhr den 1. FC Nürnberg in der ersten Runde des DFB-Pokals im Sportforum Chemnitz – und will nicht nur mit einer starken zweiten Hälfte, sondern mit einem kompletten Auftritt die Heimfans begeistern.