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05.12.2023 - 12.04 Uhr | Vereinsnachrichten

Campus News: U17 verliert enges Spiel in Leipzig

Am vergangenen Wochenende war nur eines unserer himmelblauen Juniorenteams auf dem Rasen aktiv. Alle anderen Spiele litten unter den Schneemassen des Wochenendes und mussten abgesagt werden. Neben dem Spielbericht der U17 gibt es einen tieferen Einblick in die Mannschaft mit Trainer Benedikt Seipel. 

 

Fünf Fragen an … Benedikt Seipel (Trainer der U17-Junioren)

In den letzten Spielen konntet ihr gegen Union punkten, St. Pauli schlagen und habt gegen Babelsberg (NOFV-Regional Pokal) und RB Leipzig verloren. Wie bewertest du diese Spiele aus eurer Sicht?

Benedikt Seipel: Es ist definitiv eine Entwicklung in der Mannschaft zu sehen. Wir haben von den letzten fünf Spielen in der U17-Bundesliga nur eines verloren, nämlich das am Wochenende gegen den Tabellenführer aus Leipzig. RB hatte in den letzten drei Spielen im Schnitt fünf Tore geschossen und war somit klarer Favorit. Wir wussten also, was auf uns zu kommt und mit ein wenig Matchglück verlieren wir das Spiel beim Tabellenführer nicht. Gegen Babelsberg haben wir auf einem sehr engen Platz gespielt und der Unterschied zwischen dem oberen Drittel der Regionalliga und dem unteren Drittel der Bundesliga ist an manchen Tagen nicht vorhanden. Auf Grund der Vielzahl an klaren Chancen wäre ein Sieg und somit der Einzug ins Finale aus meiner Sicht verdient gewesen, dass wir es nicht geschafft haben, ist mehr als ärgerlich.

In jeder Saison sollen sich die Kinder und Jugendlichen sportlich entwickeln. Was sollen die Jugendlichen in diesem Jahr lernen?

Seipel: Das Ziel ist es, jeden Spieler bestmöglich zu fördern und auszubilden. Alle Aspekte des Spiels sind wichtig. Es gilt die mannschafts-, gruppen- und individualtaktische Ausbildung im Blick zu behalten. Wo viel gespielt wird, finden automatisch Offensiv- wie Defensivzweikämpfe statt. Jeder Ballkontakt zählt. Es geht aber unter anderem auch darum, konditionelle Grundlagen für den Schritt in die A-Jugend zu schaffen, der im Sommer 2024 ansteht. A-Jugend bedeutet gegen ältere Spieler zu spielen, da hier die U18 und die U19 zusammengefasst sind. Darauf gilt es die Jungs vorzubereiten. Der Männerbereich ist schließlich schon in Sichtweite. 

Und wie ist diese Entwicklung in dieser Saison einzuschätzen?

Seipel: Wir konnten gemeinsam als Mannschaft leider erst sehr spät in die Vorbereitung starten. Mein Trainerteam und ich sind erst zehn Tage vor dem ersten Bundesligaspiel zur Mannschaft gestoßen. Dann sind wir direkt gegen starke Teams gestartet und haben auch zum Teil deutliche Niederlagen hinnehmen müssen. Man sollte jedoch nicht nur auf die Ergebnisse schauen, um die Entwicklung einer Jugendmannschaft zu erfassen, auch wenn es natürlich ein Indikator sein kann. Je besser die Ausbildung, desto besser werden auf Dauer auch die Ergebnisse, wohlwissend, dass die Juniorenbundesliga grundsätzlich eine große Herausforderung darstellt, der wir uns gemeinsam Woche für Woche gern stellen. Unsere Ergebnisse sind in den letzten Monaten besser geworden. Wir haben in dieser Saison glücklicherweise keinen Druck im Abstiegskampf, da es das letzte Jahr der Junioren-Bundesliga ist und keiner aus der Liga absteigt. Das sollte dem Trainerteam, aber auch den Jungs ein wenig den Druck nehmen.

Wenn es das letzte Jahr der Junioren-Bundesliga ist, was folgt dann auf die Liga? Und warum wird es diese Liga nicht mehr geben?

Seipel: Genauere Informationen habe ich dazu auch noch nicht, aber der Wettbewerb soll auf jeden Fall regionaler werden. Es werden also kleinere Staffeln, in denen die Nachwuchsleistungszentren unter sich spielen und nicht absteigen können. Wer den NLZ-Status hat, darf an dieser Liga teilnehmen. Die Meisterschaft wird, soweit ich es verstanden habe, dann nach Platzierungen ausgespielt. Die Tabelle wird an einem bestimmten Punkt geteilt. Die besseren Mannschaften messen sich dann bundesweit mit den anderen Top-Teams, die weniger gut platzierten Teams spielen gegen die bestplatzierten Regionalligateams. Genau kann ich es aber auch noch nicht sagen. Ich halte diesen Schritt aus verschiedenen Gründen für wichtig, zum einen weil der Abstiegsdruck für die Jugendlichen, aber den Gesamtverein und die Trainer wegfällt, zum anderen aber auch, weil keine falschen Erwartungen mehr geweckt werden. Bislang hieß die Liga Junioren-Bundesliga und das implizierte, dass der nächste Schritt die richtige Bundesliga ist. Das ist aber oft nicht der Fall, da es viele sehr gute Fußballer in der Junioren-Bundesliga gibt und nicht jeder den Schritt in die Bundesliga schaffen kann. Meiner Meinung nach ist es daher auch ein Schritt in Richtung Demut.

Habt ihr euch ein Ziel für die restlichen Saisonspiele gesteckt?

Seipel: Unser Ziel vor der Saison war es, mindestens einen Pokal zu holen. Das haben wir leider durch das Aus im Sachsenpokal gegen Eilenburg und durch das Aus im NOFV-Pokal gegen Babelsberg verpasst. Wir sind darüber sehr enttäuscht, aber wir können es nicht ändern und konzentrieren uns jetzt auf den Ligaalltag. Wir wollen weiter an der Erarbeitung von Chancen und dem Verwerten dieser arbeiten, ohne unsere zuletzt gewonnene defensive Stabilität zu verlieren. Ein Ziel kann für uns sein, dass wir mehr Punkte in der Rückrunde holen als in der Hinrunde, aber explizit ausformuliert haben wir das nicht.

U17- Junioren – Enges Spiel beim Tabellenführer

RasenBallsport Leipzig - Chemnitzer FC 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Voufack (31.), 2:0 Gerth (88.), 3:0 Gerth (90.)

Die U17 war am Wochenende als einzige himmelblaue Mannschaft im Einsatz. Für sie ging es bei RB Leipzig, dem Tabellenführer der B-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost ran. Die Leipziger konnten die letzten sechs Spiele für sich entscheiden, bei einer Tordifferenz von 26:2. Auch in dieser Partie traten die Tabellenführer dominant auf. Die Chemnitzer Gäste hielten allerdings dagegen und verteidigen kompakt. Aus dieser defensiven Stabilität heraus ergaben sich immer wieder Umschaltsituationen, die die Himmelblauen aber nicht nutzen konnten. Andererseits zeigten die Tabellenführer, welche Qualität sie besitzen und nach einem langen Ball verwertete Lionel Voufack zum 1:0 Pausenstand (31.).

Nach dem Seitenwechsel gestalteten die Chemnitzer die Partie ausgeglichen und kamen durch Noah Tänzer zur Chance auf den Ausgleich. Fernando Dickes im Leipziger Kasten war jedoch zur Stelle. Kurz vor Ende des Spiels machte der eingewechselte Amos Gerth den Deckel drauf und traf per Doppelschlag. Erst nach einem Chemnitzer Abstimmungsfehler in der Defensive (88.), dann nach einem Eckball (90.).

Seipel: "Insgesamt ist eine Entwicklung erkennbar. Das freut mich für die Jungs und den Verein. Darauf wollen wir in den nächsten Wochen aufbauen, in der Hoffnung, dass wir noch ein paar Spiele bis Weih-nachten haben."