Zurück zur Übersicht

14.09.2024 - 19.47 Uhr | 1. Mannschaft

CFC beendet Horrorserie: Punktgewinn beim BFC

Am 8. Spieltag reiste der Chemnitzer FC in die Bundeshauptstadt zum BFC Dynamo. Nach fünf Niederlagen in Serie, nur vier Punkten und lediglich drei geschossenen Toren standen die Himmelblauen vor einem schweren Auswärtsspiel im Sportforum Hohenschönhausen, wo die Berliner unter dem 25-jährigen Interimstrainer Nils Weiler als klarer Favorit antraten.

Der CFC zeigte vor 2.399 Zuschauern viel Charakter und erkämpfte sich in Unterzahl beim 0:0 einen hochverdienten Punkt. Die Horrorserie von fünf Niederlagen in Folge ist damit erst einmal gebrochen.

CFC-Cheftrainer Benjamin Duda musste seine Startelf im Vergleich zur knappen 0:1-Niederlage gegen Chemie Leipzig auf einer Position ändern. Jannick Wolter rückte für den erkrankten Louis Malina in die Anfangsformation. Auf der Auswechselbank saßen diesmal nur sechs statt der möglichen sieben Ersatzspieler, da Luca Löwelt zeitgleich in der U19 aktiv war. Zudem fehlten weiterhin Dejan Bozic (Reha nach OP), Tom Baumgart (Knochenödem), Jan Koch (Bänderriss) und Tobias Müller (Rot-Sperre). Vize-Kapitän Robert Zickert führte die Himmelblauen erneut als Kapitän auf den Platz.

Bei 18 Grad, Sonnenschein und frischem Wind starteten beide Teams schwungvoll und verzichteten auf eine längere Abtastphase. Der BFC Dynamo setzte in der 3. Minute das erste Ausrufezeichen, als Kevin Lankford nach einer sehenswerten Einzelaktion den Ball an die Unterseite des Querbalken zirkelte. Nur drei Minuten später hatte der CFC die erste große Gelegenheit. Nach einer Flanke von Wolter kam Niclas Walther über links frei zum Abschluss, traf den Ball aber nicht optimal, sodass BFC-Torhüter Bätge sicher zupacken konnte.

Das Spiel blieb lebhaft, beide Mannschaften suchten mit schnellem, direktem Offensivspiel den Weg zum gegnerischen Tor. Nach Chancen auf beiden Seiten in der Anfangsphase gelang es den Teams, die Partie nach einer Viertelstunde erstmals etwas zu beruhigen. Während der BFC mehr Ballbesitz hatte, blieb der CFC vor allem durch schnelles Umschaltspiel gefährlich.

In der 28. Minute verpasste Walther die große Möglichkeit zur Führung, als er nach einem schönen Pass von Lihsek im Strafraum auftauchte, sich jedoch für eine Flanke auf den im Abseits stehenden Artur Mergel entschied, statt selbst den Abschluss zu suchen.

Mit zunehmender Spieldauer flaute die Partie etwas ab, wobei die Gastgeber im Ballbesitz etwas abgeklärter wirkten. Der BFC hatte Schwierigkeiten aus seinen leicht größeren Spielanteilen Kapital zu schlagen. Der CFC präsentierte sich laufstark, blieb defensiv kompakt und besetzte bei eigenen Angriffen den Strafraum des Gegners immer wieder gut.

Die letzte Chance der ersten Halbzeit gehörte dem BFC, doch CFC-Schlussmann Adamczyk konnte den gefährlichen Kopfball von Knezevic aus spitzem Winkel in der zweiten Minute der Nachspielzeit parieren. So ging es torlos in die Halbzeitpause – ein gerechtes Zwischenergebnis.

Die Duda-Elf startete unverändert in den zweiten Durchgang. Das Kommando übernahmen jedoch die Berliner bis zur 54. Spielminute. Niclas Walther setzte mit rechts zu einem Distanzschuss kurz vor der Strafraumgrenze an und verzog nur knapp über das Tor.

Die Hausherren arbeitete fortan konsequenter am Führungstreffer, fanden aber selten eine Lösung, um die gut organisierte Chemnitzer Defensive zu überwinden. Der CFC blieb seinerseits immer durch schnelles Umschaltspiel gefährlich. Verunsicherung war nach fünf verlorenen Liga-Spielen in Serie den Himmelblauen an diesem Tag nicht anzumerken. Ein durch und durch respektabler Auftritt.

In der 67. Spielminute kam der bereits verwarnte Walther bei einer Grätsche vor der eigenen Trainerbank zu spät und erhielt dafür zu recht seine zweite Gelbe Karte. So mussten die Schützlinge von Benjamin Duda mehr als 20 Minuten gegen stärker werdende Berliner in Unterzahl überstehen, um die Negativserie zu durchbrechen.

Jetzt galt der gesamte Fokus auf Chemnitzer Seite der Defensivarbeit. Nur noch Leon Damer lauerte etwas vorgeschoben, alle anderen Akteure versuchten die Räume zuzulaufen und standen sicher in zwei Viererketten.

Der CFC wollte den Punkt unbedingt verteidigen und stemmte sich noch mit dem, was im Tank der Spieler vorhanden war. Dann musste Adamczyk sich noch einmal ganz lang machen, um einen Schuss von Hüther mit den Fingerspitzen über die Latte zu lenken (80.). Ganz starke Tat des 22-Jährgen.

Für die größte Chance im zweiten Durchgang sorgten dann ausgerechnet die dezimierten Chemnitzer: Roman Eppendorfer legte den Ball in der 85. Spielminute nach Balleroberung und einem 70-Meter-Sprint an die Strafraumgrenze zurück, wo Leon Damer direkt abdrückte. Bätge sprang jedoch in den Ball und parierte glänzend. Die CFC-Fans hatten den Torschrei schon auf den Lippen.

Die Chemnitzer verteidigten mit Leib und Seele. Hier und heute sollte die Niederlagenserie gebrochen werden. Und das gelang am Ende auch zu zehnt. Ein hochverdienter Punktegewinn, auch wenn der BFC vor allem im ersten Durchgang etwas mehr vom Spiel hatte. Die größte Torchance hatten die Himmelblauen durch Damer.

Für den CFC geht es in einer Woche mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger Hertha 03 Zehlendorf weiter. Das Überraschungsteam der bisherigen Saison ist am Samstag, dem 21. September, ab 13 Uhr auf der Fischerwiese zu Gast. Der BFC tritt bereits am Vorabend bei Aufsteiger VFC Plauen an. 

BFC Dynamo – Chemnitzer FC 0:0

BFC Dynamo: Bätge 34 – Meyer 17, Eder 5, Haider 15, Friedrich 30 (73. Crostwaite 29) – Knezevic 23, Makovec 6 (87. Hasenberg 16), Breitfeld 14 (63. Hüther 8), Stockinger 25 – Dadashov 9 (87. Deddidis 21), Lankfort 7

Chemnitzer FC: Adamczyk 1 – Walther 4, F. Müller 23, Zickert 21, Reutter 16 – Erlbeck 6 (63. Eppendorfer 25), Rücker 17– Lihsek 8, Wolter 7 (73. Fischer 27), Damer 13 – Mergel 10 (82. Eshele 20)

Zuschauer: 2.399

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot Walther (67.)