Damen bleiben demütig
Sie stehen mit acht Siegen aus neun Spielen an der Tabellenspitze der Landesliga Sachsen. Die CFC-Damen unterlagen einzig Chemie Leipzig (4:7) im Laufe der Hinrunde und dominieren die Liga. Die aktuelle Ausgangslage kommt denen, welche die Sachsenliga der Damen verfolgen, nicht ganz unbekannt vor. In den letzten zwei Jahren reichte es für die Himmelblauen dann nur für Platz zwei. Gerade in der letzten Saison haben die Chemnitzerinnen lange an der Spitze gestanden und sind dann noch abgefangen wurden, doch in dieser Saison ist einiges anders.
Die Hinrunde war geprägt von Höhenflügen. Trotzdem gab es eine schwierige Phase für das Team um den Trainerstab aus Swen Wolf und Madeleine Günl. "Aber es war die Zeit, in der wir mit Abstand am meisten lernen konnten", erzählt Cheftrainer Wolf. Er meint die Phase um das Spiel bei der BSG Chemie Leipzig. Wolf weiter: "Es war das spektakulärste Spiel. Wir sind das Spiel sehr offensiv und mit Powerfußball angegangen. Angeführt von der gebürtigen Chemnitzerin Anja Mittag (158 Länderspiele für Deutschland, Olympiasiegerin, Weltmeisterin, dreimalige Europameisterin) hat uns die erfahrene Chemie-Mannschaft gezeigt, wo aktuell unsere Grenzen liegen. Wir konnten aber auch zeigen, was wir können." Direkt nach der 4:7-Niederlage folgte das Aus im Sachsenpokal aufgrund einer sehr kurzen Regenerationsphase. "Wir mussten nur zwei Tage später im Pokal gegen RB Leipzig II ran. Da haben dann einfach hintenraus die Körner gefehlt."
Von solchen Rückschlägen lassen sich die Himmelblauen allerdings nicht unterkriegen. Dafür wird zu viel Arbeit in den Fußball gesteckt. Nach intensiven Gesprächen im Sommer zwischen Trainerteam und Spielerinnen wird seit Saisonstart dreimal die Woche trainiert. Der Kader ist nach fünf Zugängen aus der eigenen Jugend und einer Neuverpflichtung von RB Leipzig im Sommer mittlerweile 22 Spielerinnen groß. Zum Training sind regelmäßig fünfzehn bis sechzehn Spielerinnen anwesend.
Diese Intensitätssteigerung ist auch notwendig, denn: "Die Liga ist in diesem Jahr stärker als in den letzten Jahren. Vor allem die Teams aus der Region Leipzig (SpVgg Leipzig, SV Eintracht Leipzig-Süd, BSG Chemie Leipzig) bringen viel Qualität mit. Sie profitieren stark von der Jugendarbeit von RBL." Daraus kann Wolf aber auch etwas Positives ziehen: "Das hilft uns sehr, um uns auf einem höheren Niveau für die Regionalliga vorzubereiten. Wir sind stärker gefordert als noch im Vorjahr."
Ein Ziel für die aktuelle Saison will Wolf aber nicht formulieren. In der letzten Saison sei man damit nicht gut gefahren. "Schlussendlich haben wird den Aufstieg verpasst. Deshalb bin ich in dieser Beziehung demütiger geworden. Wir wollen in der Rückrunde einfach weiter versuchen, individuelle Fehler zu minimieren." Den Auftakt machen die CFC-Damen im Testspiel beim FC Carl-Zeiss Jena III am 11. Februar. In der Liga geht es am 25. Februar los. Dann gehen die Himmelblauen bei der TSV 1861 Spitzkunnersdorf wieder auf Punktejagd.



