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23.02.2024 - 11.53 Uhr | 1. Mannschaft

CFC empfängt Chemie nach Zwangspause

Am Sonntagnachmittag um 13 Uhr empfangen die Himmelblauen die BSG Chemie Leipzig. Beide Teams waren am vergangenen Wochenende nicht im Einsatz aufgrund von Spielausfällen. Nun gilt es für die Himmelblauen nach der kurzen Pause wieder Fahrt aufzunehmen.

Gegner: Kontinuität auf und neben den Rasen

Auch bei der BSG Chemie war im Winter Bewegung im Kader. Neben Irfan Brando (vom BAK) holte man den vertragslosen Cemal Kaymaz (zul. Bayreuth) und reagierte somit auf den längerfristigen Ausfall von Stammspieler Alexander Bury (Knorpelschaden) im zentralen Mittelfeld. Auch Luca Marino kam fürs zentrale Mittelfeld von der VSG Altglienicke.

Im Kern der Mannschaft ist traditionell wenig Bewegung. Die Nordsachsen setzten auf Kontinuität auf dem Rasen. Dazu passt, dass die neun Spieler der Chemiker, die in dieser Saison die meisten Einsatzminuten gesehen haben, allesamt mindestens seit Sommer 2021 in Leutzsch unter Vertrag stehen.

Vor der Saison begrüßte die BSG einen Profi aus der Jugend des inoffiziellen Vorgängers FC Sachsen Leipzig "zurück". Marcel Hilßner bringt reichlich Erfahrung aus 87 Drittligapartien (für Hansa Rostock, SV Werder Bremen II, den Halleschen FC und den FC Paderborn) und acht Zweitligapartien (für Dynamo Dresden) mit. Zeitweise spielte er in England für Coventry City und Oldham Athletic. In dieser Regionalligasaison kommt er aber noch nicht wirklich zum Zug.

Neben der Kontinuität ist ein weiterer Baustein des Erfolgs die Heimstärke der Chemiker. Im Alfred-Kunze-Sportpark holte die BSG 16 Punkte aus neun Spielen und damit doppelt so viele wie in der Fremde (acht Punkte aus neun Spielen).

Taktik: Defensiv stabil, offensiv läuft nicht viel

Dieselbe Konstanz wie auf dem Platz findet sich bei der BSG Chemie auch auf der Trainerbank. Coach Miroslav Jagatic übernahm die Leutzscher in der Winterpause 2018/19 auf dem 2. Platz der NOFV-Oberliga Nord und führt sie direkt zum Wiederaufstieg. Dort etablierte er die Mannschaft als feste Größe der Regionalliga Nordost. Außerdem verpasste Jagatic dem Team seine eigene Handschrift.

Mit dem Ball sortiert sich die Mannschaft in einem 3-2-5 und die Flügelspieler versuchen das Spielfeld möglichst breitzumachen. Dabei sind die Spieler sehr flexibel. So rotiert Dennis Mast beispielsweise aus dem Zentrum regelmäßig auf den Flügel (meist links) und Lucas Surek vom Flügel ins Zentrum. Um einen Angriff vorzubereiten, versuchen die Leipziger eine Seite des Spielfelds zu überlagern, das bedeutet, sechs bis sieben Spieler auf eine Seite zu stellen und deren direkte Gegenspieler mit auf die Seite zu ziehen. Damit wird Platz auf der anderen Seite, den der ballferne Flügelspieler nutzen kann. Über einen langen, vertikalen Ball von der überlagerten Seite auf den frei stehenden ballfernen Flügelspieler können dann direkt vier bis fünf Gegenspieler überspielt werden. Ab dann geht es auf direktem Wege zum Tor mit möglichst zeitnahem Abschluss.

Das Steckenpferd der BSG Chemie ist jedoch klar die Defensivarbeit. Mit 22 Gegentoren stellen die Chemiker die fünftbeste Defensive der Liga. Früh versucht die Angriffsreihe der BSG den Gegner im Aufbauspiel zu stören und presst aggressiv. Schafft es der Gegner, diese Reihe zu überspielen, ziehen sich die Leutzscher zurück und verteidigen kompakt aus einem 5-2-3 heraus. Dabei bilden die drei Offensivspieler und die zwei zentralen Mittelfeldspieler ein kompaktes Fünfeck vor der Fünferkette, um das Zentrum dichtzumachen. Die Außenverteidiger halten die Flügel zu. Dieser Defensivblock ist für die Offensivreihen jeglicher Qualität in der Regionalliga Nordost schwer zu bespielen.

Voraussichtliche Aufstellung BSG Chemie Leipzig: Bellot – Wendt, Harant, Horschig – Surek, Mast, Kaymaz, Brügmann - Jäpel, Kirstein, Hilßner (3-4-3)

Die letzten 5 Partien

Regionalliga Nordost | 17. Spieltag | BSG Chemie Leipzig – FSV Luckenwalde 63 1:1 (1:1)

Regionalliga Nordost | 21. Spieltag | F.C. Hansa Rostock II – BSG Chemie Leipzig 2:3 (1:1)

Regionalliga Nordost | 16. Spieltag | BFC Dynamo – BSG Chemie Leipzig II 2:0 (0:0)

Regionalliga Nordost | 20. Spieltag | BSG Chemie Leipzig – FC Rot-Weiß Erfurt 1:1 (1:0)

Regionalliga Nordost | 15. Spieltag | BSG Chemie Leipzig – 1. FC Lokomotive Leipzig 1:1 (1:1)

CFC-Cheftrainer Christian Tiffert vor dem Heimspiel gegen die BSG Chemie Leipzig über …

… die personelle Situation beim Chemnitzer FC:

"Nachdem gegen Cottbus wichtige Leistungsträger gefehlt haben, hat sich unsere personelle Situation wieder entspannt. Lukas Stagge ist noch die gesamte Woche lang krankgeschrieben. Bei Max Roscher gab es einen Trainingsrückschlag, seine Situation versuchen wir von einem Experten abklären zu lassen. Ansonsten sind alle Spieler an Bord."

… das spielfreie Wochenende des CFC:

"Ich glaube nicht, dass das spielfreie Wochenende für unsere Mannschaft unbedingt von Vorteil war. Es ist besser, im Rhythmus zu bleiben. Die erkrankten Jungs sind zwar fast alle wieder an Bord, aber in einer normalen Spieltags-Woche lässt sich kaum etwas nachholen. Wir waren intensiv unterwegs, haben den Fokus auf Kraft und Athletik gesetzt, damit wir gut in die entscheidenden Wochen gehen können. Es bleibt abzuwarten, in welcher Form die Jungs zurückkehren."

… die Stärken des kommenden Gegners:

"Wir haben unsere Niederlage gegen Cottbus genau analysiert. Chemie ist stabil. Sie konnten ihre komplette Mannschaft halten und haben sich verstärkt. Mit Alexander Bury fehlt ihnen ein Spieler, der sehr wichtig ist. Sie sind aber sehr eingespielt, spielen intensiven Fußball, der gut aufeinander abgestimmt ist. Bei Standards sind sie mit ihren großen Spielern sehr gefährlich. Das wird ein richtiger Brocken für uns."

Bilanz: Die BSG Chemie knapp vorn, der FC Sachsen im Hintertreffen

Da die heutige BSG Chemie Leipzig nur inoffiziell der Nachfolger der BSG Chemie der DDR-Oberliga ist, beschränkt sich die Anzahl der Duelle auf sieben, die alle seit 2020 stattfanden. Dabei haben die Leipziger die Nase mit vier Siegen vorn. Die Himmelblauen konnten zweimal gewinnen, darunter das Sachsenpokalfinale 2022. Einmal trennten sich die Teams Remis.

Gegen den Vorgänger, den FC Sachsen Leipzig (bzw. die BSG Chemie Leipzig/SC Lokomotive Leipzig zu Zeiten der DDR-Oberliga) spricht die Bilanz eine deutliche Sprache zugunsten des CFC. In 37 Spielen gewannen die Chemnitzer 19-mal. Fünfzehnmal trennte man sich Remis und nur dreimal gewannen die Nordsachsen. Die beiden Clubs trafen dabei sowohl in der DDR-Oberliga als auch in der Regional- und Oberliga nach der Wende aufeinander, allerdings nie in einem Pokalwettbewerb.

Schiedsrichter: Eugen Ostrin aus Eisenach

Der 38-Jährige kann bereits auf einen Erfahrungsschatz von 127 Regionalligapartien zurückblicken, in denen er knapp fünf Gelbe Karten pro Spiel und insgesamt 34 Platzverweise verteilte. In dieser Saison war er bisher in acht Spielen der Regionalliga Nordost im Einsatz. Die Himmelblauen pfiff er zuletzt beim 2:1-Last-Minute-Erfolg im Bezirksderby beim FSV Zwickau. Unterstützt wird er am Sonntagnachmittag von den Assistenten Patrick Kluge (39) und Matthias Lämmchen (43) an der Seitenlinie.

Tickets: Online und im Stadion – An der Gellertstraße

Die Tickets sind sowohl an den Tageskassen vor Ort wie auch online erhältlich. Die Tageskassen und auch das Stadion eröffnen am Spieltag um 11:30 Uhr.

Bei dem Spiel handelt es sich um ein Spiel der Kategorie A (siehe Ticketpreise). Der Tageskassenzuschlag beläuft sich auf 2,00 €. Wir empfehlen allen Besuchern den Kauf der Tickets im Vorverkauf sowie über unseren Online-Ticketshop.

JETZT NOCH TICKET BUCHEN!

Übertragung: Im Stadion und im CFC-Liveticker

Ihr könnt ihr die Himmelblauen vor Ort im Stadion – An der Gellertstraße anfeuern. Außerdem ist das himmelblaue Medienteam für euch unterwegs und berichtet live vom Geschehen auf dem Platz. Ihr könnt die Partie auch im Liveticker auf unserer Website oder auf Twitter verfolgen.