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06.10.2026 - 09.30 Uhr | Vereinsnachrichten

CFC-Frauen drehen 0:2-Rückstand in Meuselwitz – U23 scheidet aus dem Sachsenpokal aus

Die CFC-Frauen stehen in der nächsten Runde des Sachsenpokals. Beim ZFC Meuselwitz erwischten die Himmelblauen einen denkbar schlechten Start und lagen nach 16 Minuten überraschend mit 0:2 zurück. Anschließend zeigte der Regionalligist jedoch seine Qualität, glich noch vor der Pause aus und setzte sich am Ende deutlich mit 8:2 durch. Für die U23 ist die Pokalreise dagegen beendet. Gegen den Radefelder SV unterlagen die Chemnitzerinnen auf dem Juniorcampus knapp mit 2:3.

Meuselwitz schockt den Favoriten früh

Nach den intensiven vergangenen Wochen sollte der Pokal für die Mannschaft von Cheftrainer Swen Wolf auch die Gelegenheit bieten, mit etwas mehr Lockerheit aufzuspielen. Die Marschroute blieb dennoch klar: dominant auftreten, den Gegner früh unter Druck setzen und mit viel Spielfreude zu Torchancen kommen.

Doch auf einem kleinen und schwierig zu bespielenden Platz dauerte es, bis die Himmelblauen in die Partie fanden. Zwar bestimmte der CFC das Geschehen und schob Meuselwitz tief in die eigene Hälfte, leistete sich im Spielaufbau aber zunächst ungewohnte Fehler. Die Gastgeberinnen machten genau das, womit die Chemnitzerinnen selbst zu Beginn der Regionalliga-Saison erfolgreich gewesen waren: kompakt das Zentrum schließen und nach Ballgewinnen schnell umschalten.

Zweimal funktionierte das perfekt. Nach zehn Minuten spielte Meuselwitz einen Konter bis zur Grundlinie aus, die anschließende Hereingabe verwertete Höppner zur überraschenden Führung. Nur sechs Minuten später folgte der nächste Chemnitzer Ballverlust. Diesmal bekam Thumer zentral vor dem Tor zu viel Platz und erhöhte mit einem präzisen Abschluss auf 2:0. Der Außenseiter hatte die Partie damit zunächst auf den Kopf gestellt.

Zwei Minuten reichen zum Ausgleich

Der CFC benötigte einige Minuten, um sich vom frühen Doppelschlag zu erholen, fand anschließend aber immer besser die richtigen Lösungen. Statt sich immer wieder am dicht besetzten Zentrum festzuspielen, verlagerte Chemnitz das Spiel zunehmend auf die Außenbahnen und kam dadurch gefährlicher vor das Tor.

In der 36. Minute fiel der überfällige Anschlusstreffer. Nach einem Angriff über die linke Seite verwertete Chayenne Eulitz die Hereingabe direkt zum 1:2. Nur zwei Minuten später war der Rückstand komplett egalisiert. Diesmal ging es über die rechte Seite, die scharfe Hereingabe erreichte die von links ins Zentrum einlaufende Lina Hertel, die zum 2:2 einschob.

Trotz des Fehlstarts ging es damit mit einem Remis in die Kabinen. Hektik kam beim CFC nicht auf. Stattdessen wurde zur Pause noch einmal verdeutlicht, wie die kompakte Defensive der Gastgeberinnen zu bespielen war.

Hertel-Dreierpack leitet deutlichen Pokalsieg ein

Nach dem Seitenwechsel setzte Chemnitz diese Vorgaben immer konsequenter um. Meuselwitz verteidigte zunächst weiter leidenschaftlich, mit zunehmender Spielzeit wurden die Räume für den Regionalligisten jedoch größer. In der 68. Minute war es erneut Hertel, die nach einer über die Außenbahn vorbereiteten Aktion das 3:2 erzielte und die Partie endgültig drehte.

Nun ging es Schlag auf Schlag. Nur zwei Minuten später erhöhte Davina Graf auf 4:2. Hertel machte in der 76. Minute ihren Dreierpack perfekt. Immer wieder spielte der CFC seine Angriffe über die Außen konsequent zu Ende und besetzte im Zentrum die entscheidenden Räume.

Julie-Ella Groß traf in der 80. Minute zum 6:2, ehe Graf nur eine Minute später ihren zweiten Treffer des Tages nachlegte. Den Schlusspunkt setzte Preuß in der 85. Minute zum 8:2.

Nach den kurzen Anlaufproblemen zu Beginn hatte der CFC damit deutlich gemacht, welche Qualität und welches Tempo die Mannschaft auf den Platz bringen kann. Vor zahlreichen Zuschauern in Meuselwitz wurde aus einem überraschenden 0:2-Rückstand letztlich ein souveräner Einzug in die nächste Pokalrunde.

ZFC Meuselwitz – Chemnitzer FC 2:8 (2:2)

Aufstellung: Frohs – Eulitz (46. Preuß), Lieschke, Hertel, Oehmichen, Leuschner, Menzl (67. Kurz), Janberg, Graf, Gleixner, Preuß (46. Groß)

Tore: 1:0 Höppner (10.), 2:0 Thumer (16.), 2:1 Eulitz (36.), 2:2 Hertel (38.), 2:3 Hertel (68.), 2:4 Graf (70.), 2:5 Hertel (76.), 2:6 Groß (80.), 2:7 Graf (81.), 2:8 Preuß (85.)

U23 scheitert knapp im Achtelfinale

Für die zweite Frauenmannschaft des CFC ist der Sachsenpokal dagegen beendet. Im Achtelfinale empfingen die Himmelblauen am Sonntag den Radefelder SV auf dem heimischen Juniorcampus und mussten sich nach einer umkämpften Partie mit 2:3 geschlagen geben.

Lange blieb die Begegnung im ersten Durchgang torlos. Erst unmittelbar vor dem Pausenpfiff wurde ein Fehler in der Chemnitzer Hintermannschaft bestraft. Die daraus entstandene Situation führte zu einem Strafstoß für die Gäste, den Hoffer in der Nachspielzeit zum 0:1 verwandelte.

Nach der Pause zeigte der CFC die richtige Reaktion. Finja Einenkel sorgte in der 57. Minute mit einem sehenswerten Treffer für den 1:1-Ausgleich. Die Freude darüber hielt allerdings nur kurz. Bereits zwei Minuten später nutzte Radefeld erneut einen Fehler in der Chemnitzer Defensive und ging durch Zimmermann wieder in Führung.

Später Anschluss kommt zu spät

Als Ohme in der 64. Minute auf 3:1 für die Gäste erhöhte, wurde die Aufgabe für die Himmelblauen noch schwieriger. Der CFC gab die Partie dennoch nicht verloren und versuchte bis in die Schlussphase, noch einmal zurückzukommen.

In der dritten Minute der Nachspielzeit gelang der eingewechselten Fiona Kelbel tatsächlich noch das 2:3. Für einen weiteren Angriff blieb anschließend jedoch nicht mehr genügend Zeit. Damit war das knappe Pokalaus der U23 besiegelt.

Chemnitzer FC II – Radefelder SV 2:3 (0:1)

Aufstellung: Meyer – Blawid (66. Riedel), Jaschke, Klocke, Lattke, Wichmann, Gellrich, Nürnberger, Wunderlich, Einenkel, Boldt (66. Kelbel)

Tore: 0:1 Hoffer (45.+1), 1:1 Einenkel (57.), 1:2 Zimmermann (59.), 1:3 Ohme (64.), 2:3 Kelbel (90.+3)