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27.10.2026 - 12.00 Uhr | Vereinsnachrichten

CFC-Frauen mit erlösendem Sieg gegen Türkiyemspor – U23 unterliegt Rotation knapp

Wichtige drei Punkte für die CFC-Frauen in der Regionalliga Nordost: Nach der deutlichen Niederlage gegen Erfurt zeigten die Himmelblauen die gewünschte Reaktion und setzten sich gegen das noch punktlose Schlusslicht Türkiyemspor Berlin verdient mit 2:0 durch. Kapitänin Vanessa Oehmichen und Yella Mihalyi sorgten bereits vor der Pause für klare Verhältnisse. Weniger erfolgreich verlief der Sonntag für die zweite Frauenmannschaft. Die U23 musste sich der SG Rotation Leipzig in einer umkämpften Begegnung knapp mit 0:1 geschlagen geben.

Mit der Bedeutung der Aufgabe im Kopf

Vor dem Spiel hatte Cheftrainer Swen Wolf seiner Mannschaft noch einmal vor Augen geführt, wie viel Arbeit hinter dem Aufstieg in die Regionalliga steckt. Über Jahre hatten die Himmelblauen auf diesen Schritt hingearbeitet. Nun gilt es, mit aller Konsequenz dafür zu sorgen, auch in dieser Spielklasse zu bleiben. Gerade gegen einen direkten Konkurrenten aus dem Tabellenkeller sollten deshalb keine Punkte liegen gelassen werden.

Taktisch setzte der CFC auf ein klassisches 4-4-2. Mit der zurückgekehrten Mihalyi stand zudem wieder zusätzliche Qualität im zentralen Mittelfeld zur Verfügung. Die Chemnitzerinnen wollten das Spiel kontrollieren, ohne dabei kopflos anzulaufen. Auch der starke Wind im Sportforum spielte in den Überlegungen eine Rolle.

Von Beginn an übernahmen die Himmelblauen die Kontrolle. Bereits nach rund anderthalb Minuten bot sich Lina Hertel die große Gelegenheit zur Führung. Nach einem Fehler im Berliner Spielaufbau stand das Tor weit offen, ihr Abschluss aus rund 15 Metern ging jedoch knapp am Pfosten vorbei.

Oehmichen und Mihalyi belohnen die Dominanz

Der CFC ließ sich von der vergebenen Großchance nicht aus dem Rhythmus bringen. Die Himmelblauen drückten Türkiyemspor tief in die eigene Hälfte, fingen viele Bälle frühzeitig ab und präsentierten sich auch körperlich äußerst präsent.

In der 17. Minute folgte die verdiente Führung. Nach einem zunächst über die rechte Seite aufgebauten Angriff verlagerte Chemnitz das Spiel über das Zentrum. Vanessa Oehmichen erkannte den freien Raum auf der linken Seite, setzte sich mit Tempo durch und zog aus halblinker Position ab. Mit ihrem schwächeren Fuß platzierte die Kapitänin den Ball zum 1:0 im Tor.

Elf Minuten später legte der CFC nach, diesmal nach einem mustergültig ausgespielten Angriff. Über die rechte Seite zog Chemnitz die Berliner Defensive auseinander, ehe Maxine Lenz auf der gegenüberliegenden Seite den freien Raum nutzte. Sie setzte sich auf dem Weg zur Grundlinie gegen zwei Gegenspielerinnen durch und legte präzise zurück. Mihalyi kontrollierte den Ball mit dem ersten Kontakt und schob ihn mit dem zweiten aus rund zehn Metern ins lange Eck .

Auch danach blieben die Gastgeberinnen überlegen. Mehrere Eckbälle und weitere gute Möglichkeiten hätten bereits vor der Pause für eine noch deutlichere Führung sorgen können. Vor allem in den Zweikämpfen präsentierte sich der CFC robust und entschlossen und beeindruckte die Gäste mit seiner körperlichen Präsenz.

Souverän zum zweiten Saisonsieg

Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung zerfahrener. Türkiyemspor erhöhte die Intensität in den Zweikämpfen, es gab mehr Unterbrechungen und Diskussionen. Die Himmelblauen blieben davon jedoch unbeeindruckt und behielten die Kontrolle.

Spielerisch gelang nun zwar nicht mehr alles. Mehrfach waren gute Ansätze vorhanden, doch Abseitspositionen oder ein ungenauer letzter Pass verhinderten weitere klare Torchancen. Defensiv ließ der CFC dafür praktisch nichts zu. Mit Emily Bär auf der Doppelsechs neben Oehmichen gewannen die Chemnitzerinnen viele entscheidende Duelle bereits im Mittelfeld und hielten die Gäste konsequent vom eigenen Tor fern.

So geriet der zweite Saisonsieg nicht mehr in Gefahr. Nach dem 1:0 zum Auftakt in Hohen Neuendorf und dem Unentschieden gegen Union Berlin II steht der CFC nun bei sieben Punkten. Vor allem aber erfüllten die Himmelblauen eine wichtige Pflichtaufgabe gegen einen Konkurrenten, den sie im Kampf um den Klassenerhalt auf Abstand halten wollten.

Chemnitzer FC Frauen – Türkiyemspor Berlin 1978 2:0 (2:0)

Aufstellung: Frohs – Kurz, Lieschke, Mihalyi (71. Eulitz), Hertel, Lenz (71. Gleixner), Oehmichen, Leuschner, Janberg (65. Groß), Bär, Preuß (90.+2 Preuß)

Tore: 1:0 Oehmichen (17.), 2:0 Mihalyi (28.)

U23 verliert umkämpftes Heimspiel

Für die zweite Frauenmannschaft des Chemnitzer FC gab es am Sonntag dagegen keine Punkte. Gegen die SG Rotation Leipzig entwickelte sich im heimischen Sportforum eine enge und umkämpfte Begegnung.

Im ersten Durchgang gelang es keiner Mannschaft, den entscheidenden Treffer zu erzielen. Entsprechend ging es torlos in die Pause. Auch danach blieb die Partie lange offen, ehe die Gäste in der 57. Minute zuschlugen. Sedra Altanji erzielte das 1:0 für Rotation Leipzig.

Die Himmelblauen versuchten in der verbleibenden Spielzeit noch einmal zurückzukommen, der Ausgleich gelang jedoch nicht mehr. Damit blieb es bei der knappen 0:1-Heimniederlage.

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt der U23 nicht. Bereits am kommenden Sonntag wartet die nächste Aufgabe in der Sachsenliga, wenn die Chemnitzerinnen auswärts in Bischofswerda gefordert sind.

Chemnitzer FC Frauen II – SG Rotation Leipzig 0:1 (0:0)

Aufstellung: Daßler – Blawid, Klemm, Klocke, Lattke, Wichmann, Kelbel, Nürnberger, Geithner, Walther (Riedel), Jaschke

Tor: 0:1 Altanji (57.)