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21.09.2026 - 16.30 Uhr | Vereinsnachrichten

CFC-Frauen verlieren trotz 2:0-Führung knapp in Potsdam – U23 feiert ersten Erfolg in der Sachsenliga

Ein Wochenende mit zwei völlig unterschiedlichen Gefühlslagen für die Frauenmannschaften des Chemnitzer FC: Die erste Mannschaft zeigte bei der U23 des 1. FFC Turbine Potsdam lange einen starken Auftritt und führte nach einer Stunde mit 2:0. In einer turbulenten Schlussphase drehten die Gastgeberinnen die Partie jedoch noch zum 3:2. Mehr Grund zur Freude gab es auf dem Neubauernweg: Die U23 erkämpfte sich bei schwierigen Bedingungen gegen die SpVgg. Dresden-Löbtau ein 2:1 und damit den ersten Saisonsieg in der Sachsenliga.

CFC hält Potsdam lange vom eigenen Tor fern

Mit viel Zuversicht waren die Himmelblauen nach Potsdam gereist. In den vergangenen Wochen hatte sich immer deutlicher gezeigt, dass die Mannschaft in der neuen Spielklasse mithalten kann. Kompaktes Verteidigen, hohe Intensität gegen den Ball und schnelles Umschalten sollten auch gegen die spielstarken Potsdamerinnen die Grundlage bilden.

Turbine übernahm erwartungsgemäß viel Ballbesitz und ließ den Ball ruhig durch die eigenen Reihen laufen. Der CFC verschob allerdings diszipliniert, schloss das Zentrum und zwang die Gastgeberinnen immer wieder zu Abschlüssen aus der Distanz. Was dennoch auf das Tor kam, stellte Franziska Frohs vor keine größeren Probleme.

Mit zunehmender Spielzeit wurden auch die Chemnitzerinnen offensiv gefährlicher. Mehrfach gelangen Tiefenläufe hinter die Potsdamer Abwehr, über die Außenbahnen kam der CFC in aussichtsreiche Positionen. Bei den scharfen Hereingaben fehlte vor der Pause lediglich die letzte Präzision. So ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Kabinen.

Graf schnürt innerhalb weniger Minuten den Doppelpack

Zur zweiten Hälfte nahm der CFC personelle und taktische Veränderungen vor und die zahlten sich schnell aus. Die Himmelblauen fanden nun häufiger die freien Räume und belohnten sich in der 55. Minute. Nach einem schnellen Angriff brachte Davina Graf den CFC mit 1:0 in Führung.

Nur sechs Minuten später folgte der nächste Treffer erneut durch Graf. Wieder nutzten die Chemnitzerinnen einen zielstrebig ausgespielten Angriff und erhöhten auf 2:0. Zu diesem Zeitpunkt schien der Matchplan voll aufzugehen.

Potsdam erhöhte anschließend den Druck, der CFC verteidigte jedoch weiterhin mit großem Einsatz. Bis in die Schlussphase hinein hielt die Zwei-Tore-Führung. Dann kippte eine Partie, die die Himmelblauen lange unter Kontrolle gehabt hatten.

Turbulente Schlussphase kostet den Punktgewinn

In der 82. Minute entschied die Schiedsrichterin nach einem Trikot-Zupfer im Chemnitzer Strafraum auf Elfmeter. Rießner verwandelte zum 1:2 und brachte Turbine zurück in die Begegnung. Nun entwickelte sich eine hektische Schlussphase mit vielen hohen Bällen und Zweikämpfen rund um den Chemnitzer Strafraum.

Nur drei Minuten nach dem Anschlusstreffer gelang Pantel das 2:2. Und es kam noch bitterer: In der 89. Minute brachte der CFC den Ball nach einer weiteren unübersichtlichen Situation nicht entscheidend aus der Gefahrenzone, Pospiech nutzte die Gelegenheit und drehte die Partie zum 3:2.

Doch selbst danach war für die Himmelblauen noch die Chance auf einen Punkt da. Mit dem Schlusspfiff bot sich Vanessa Oehmichen nach einem Steckpass noch einmal eine große Möglichkeit zum 3:3, die jedoch ungenutzt blieb. Wenig später war Schluss.

Damit stand eine besonders bittere Niederlage nach einem über weite Strecken überzeugenden Auftritt. Gleichzeitig zeigte die Partie erneut, wie wenig den Himmelblauen in der Regionalliga zu den etablierten Mannschaften fehlt. Nun gilt es, die Lehren aus der Schlussphase mitzunehmen und weiter an der Entwicklung zu arbeiten.

Am kommenden Wochenende geht es dann nach Zwickau. In der Ausscheidungsrunde des Sachsenpokal gastieren die Himmelblauen beim Sachsenligisten DFC Westsachen, den man noch aus den Vorjahren kennt.

1. FFC Turbine Potsdam II – Chemnitzer FC 3:2 (0:0)

Aufstellung: Frohs – Kurz (46. Groß), Lieschke, Oehmichen, Leuschner, Menzl, Janberg, Graf (87. Kiesewalter), Bär, Gleixner (46. Lenz), Preuß (47. Preuß)

Tore: 0:1 Graf (55.), 0:2 Graf (61.), 1:2 Rießner (82.), 2:2 Pantel (85.), 3:2 Pospiech (89.)

U23 erkämpft sich den ersten Saisonsieg

Grund zum Jubeln gab es dagegen für die U23. Gegen die SpVgg. Dresden-Löbtau sollte auf dem heimischen Juniorcampus endlich der erste Sieg in der Sachsenliga her. Bei Dauerregen und schwierigen Platzverhältnissen entwickelte sich allerdings von Beginn an eine Partie, in der spielerische Lösungen nur schwer umzusetzen waren.

Die Himmelblauen taten sich im ersten Durchgang entsprechend schwer. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte Melanie Klocke dann für das Highlight: Mit einem sehenswerten Freistoß brachte sie den CFC in der 45. Minute mit 1:0 in Führung.

Der Vorsprung hielt nach dem Seitenwechsel allerdings nicht lange. In der 52. Minute nutzte Pintér eine Unachtsamkeit der Chemnitzerinnen und stellte auf 1:1.

Brinkmann sorgt spät für die Erlösung

Der CFC ließ sich vom Rückschlag nicht aus der Bahn werfen. Auf dem immer schwieriger zu bespielenden Platz waren nun vor allem Einsatz, Wille und Zweikampfstärke gefragt. Die Himmelblauen nahmen die Bedingungen an, kämpften um jeden Ball und drängten bis zum Schluss auf den ersten Dreier.

Dieser Einsatz wurde tief in der Nachspielzeit belohnt. Die in der 84. Minute eingewechselte Kira Brinkmann war in der zweite Minute nach Ablauf der regulären Spielzeit zur Stelle und erzielte den umjubelten Treffer zum 2:1.

Kurz darauf war Schluss und der erste Sachsenliga-Sieg der Saison perfekt. Nach den Rückschlägen der vergangenen Wochen belohnte sich die U23 damit für ihren großen Aufwand und ihre Moral.

Chemnitzer FC II – SpVgg. Dresden-Löbtau 2:1 (1:0)

Aufstellung: Meyer – Jaschke, Klemm, Klocke, Lattke, Wichmann (84. Brinkmann), Kelbel (57. Walther), Nürnberger, Blawid, Wunderlich, Ahlers

Tore: 1:0 Klocke (45.), 1:1 Pintér (52.), 2:1 Brinkmann (90.+2)