CFC muss sich erstmals geschlagen geben
Der Chemnitzer FC verliert sein erstes Pflichtspiel in dieser Saison zu Hause vor 4588 Zuschauern mit 0:1 (0:0). Nach 15 siegreichen Partien in der Regionalliga Nordost in Folge, gingen die Himmelbauen zum ersten Mal in dieser Saison als Verlierer vom Platz.
In einer sehr ereignisarmen ersten Hälfte, bleibt lediglich der Lattentreffer von Dejan Bozic in Erinnerung. Daniel Frahn legte den Ball artistisch für seinen Sturmpartner auf und dieser ließ das Tor von Gästekeeper Stephan Flauder wackeln. Ansonsten spielte sich das Geschehen hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab. Die Viktoria aus Berlin war um das Verhindern eines Gegentreffers bemüht und Chemnitz fehlten die Mittel und die Ideen die gut organisierte Viktoria-Defensive zu knacken.
In der zweiten Halbzeit sahen die ersten fünf Minuten ähnlich aus, danach zogen die Chemnitzer das Tempo etwas an und versuchten konsequenter nach vorne zu spielen. Hier aber gelang immer wieder der entscheidende letzte Pass nicht. Nach ca. 65 Minuten kam auch die Viktoria besser ins Spiel, so dass es insgesamt offener wurde. Chemnitz machte das Spiel und Berlin konterte, meistens aber fehlte es ihnen auch hier an Zielstrebigkeit. Bis eben auf jene 90. Minute, wo sie einen ihrer zahlreichen Konterversuche vollendeten und so den einzigen Treffer des Tages durch Rafael Brand erzielten. Nach dem Ende der Partie folgten dann unschöne Szenen in Form einer Rudelbildung.
Jörg Goslar (FC Viktoria 1889 Berlin): „Es war für uns alle eine sehr emotionale Partie. Wir haben immerhin gegen die Mannschaft mit dem besten Sturm, kein Tor zugelassen und gegen die Mannschaft mit den wenigsten Gegentreffern eines geschossen. Uns war klar, dass Chemnitz mehr Spielanteile haben wird und das haben wir akzeptiert. Wir brauchten für unser Spiel immer wieder gute Lösungansätze. Ab der 65. Minute hatten wir mehr Zielstrebigkeit in unserem Spiel nach vorn, die Einwechselung von Rafael Brand war hier für uns sehr wichtig. In Chemnitz muss man in der 90. Minute 1:0 vorne liegen und nicht zwischendrin. Ich hoffe man findet für Marcus Hoffmann eine vernünftige Regelung. Er ist ein guter Sportsmann. Chemnitz wird seinen Weg trotzdem weiter gehen."
David Bergner: "Erstmal Glückwunsch an die Berliner. Wir waren vor dem Spiel nicht blauäugig und wussten, dass es nicht immer so weitergehen kann, heute war es dann soweit. Wir hatten nicht die Dominanz wie wir uns das vor dem Spiel gewünscht hatten, konnten das ganze Spiel über nicht so in die Breite ziehen wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir waren in einigen Phasen des Spiels grundlos mutlos. Die Viktoria ist auch eine Mannschaft die unter Profibedingungen trainiert. Sie hatten gute Umschaltmomente, die sie ruhig ausgespielt haben. Wir haben dann unseren Plan in Halbzeit zwei besser umgesetzt. Insgesamt hatten wir nicht genug Torchancen, um hier heute Tore erzielen zu können. Ich bin trotzdem stolz auf meine Mannschaft, weil sie bis zur letzten Minute gewinnen wollte. Wir werden aus dieser Partie unsere Lehren ziehen, demütig bleiben, aber unsere eigene Art beibehalten."
Am kommenden Samstag, den 17.11.2018 treffen unsere Himmelblauen im Wernesgrüner Sachsenpokalviertelfinale auf den Bischofswerdaer FV. Die Informationen zum Ticketverkauf werden kurzfristig bekannt gegeben.



