CFC siegt mit 3:0 beim VfB Annaberg 09 und zieht ins Pokal-Achtelfinale ein
Am Samstag trat der Chemnitzer FC in der 3. Runde des Sachsenpokals 2025/26 beim VfB Annaberg 09 an. Vor 1.799 Zuschauern auf dem Kurt-Löser-Sportplatz gingen die Regionalliga-Profis der Himmelblauen als klarer Favorit gegen den Siebtligisten aus dem Erzgebirge ins Rennen – und wurden dieser Rolle gerecht. Die Mannschaft von Cheftrainer Benjamin Duda setzte sich souverän mit 3:0 in Annaberg-Buchholz durch und zog damit verdient ins Achtelfinale ein.
Engagierte Gastgeber sorgen für einen tollen Rahmen
Die Sportanlage war zuvor mit großem Aufwand von den Gastgebern hergerichtet worden. Innerhalb weniger Tage wurden rund 520 Europaletten von Partnern und Sponsoren organisiert und von zahlreichen Helfern aufgebaut, um den Zuschauern eine bessere Sicht auf den Kunstrasenplatz zu ermöglichen.
Sechs Änderungen in der CFC-Startelf
Im Vergleich zur letzten Regionalliga-Partie gegen den FC Eilenburg (2:2) nahm Cheftrainer Duda gleich sechs Veränderungen vor. Rücker, Eppendorfer, Baumgart, Damer, Mergel und Torhüter Wunsch rückten neu in die Startformation.
Unter den Zuschauern befanden sich auch mehrere angeschlagene CFC-Profis: Niklas Erlbeck (Knieprobleme), Jonas Marx (Zeh-Verletzung) und Niclas Walther (Infekt) verfolgten das Spiel ebenso wie Max Roscher, der sich das gesamte Spiel über angeregt mit seinen ehemaligen Teamkollegen austauschte. Der 22-Jährige war bereits am Freitag mit dem VfB Auerbach durch einen 4:0-Sieg gegen Niesky ins Achtelfinale eingezogen.
CFC übernimmt früh die Kontrolle
Von Beginn an übernahm der Chemnitzer FC die Spielkontrolle und drängte den VfB Annaberg tief in die eigene Hälfte. Nach einigen Torannäherungen sorgte Domenico Alberico in der 14. Minute für die verdiente Führung, als er nach einer abgewehrten Ecke von der Strafraumgrenze Maß nahm und platziert ins kurze Eck traf.
In der Folge drängten die Himmelblauen mit viel Ballbesitz und einer kontrollierten Offensive auf das zweite Tor, doch VfB-Keeper Franz Sander zeigte eine starke Vorstellung. Erst lenkte er einen Schuss von Alberico an die Latte, kurz darauf parierte er glänzend gegen Tobias Müller aus kurzer Distanz. Der CFC blieb klar tonangebend, ließ im letzten Drittel aber in einigen Aktionen noch die nötige Konsequenz vermissen.
Mergel erhöht vor der Pause
Kurz vor dem Seitenwechsel stellte Artur Mergel nach einem feinen Steckpass von Kapitän Müller auf 2:0 (43.). Mit dieser verdienten Führung ging es in die Kabine – ein Resultat, das ohne die starken Paraden des Annaberger Schlussmanns noch deutlicher hätte ausfallen können. CFC-Torhüter David Wunsch hingegen blieb bis zur Pause weitgehend beschäftigungslos und wurde lediglich im Spielaufbau eingebunden, wenn die Annaberger versuchten, Druck zu entwickeln.
CFC kontrolliert das Geschehen nach der Pause
Der Chemnitzer FC kam mit Schwung aus der Kabine. Domenico Alberico hatte direkt die erste gute Gelegenheit, verfehlte das Tor aber knapp (47.). In der Folge häuften sich Ecken und Hereingaben, bei denen die Himmelblauen mehrfach gefährlich im Strafraum auftauchten. Artur Mergel und später Dejan Bozic, der nach einer Stunde ins Spiel kam, sorgten für ständige Unruhe in der Annaberger Defensive. Die Gastgeber verteidigten leidenschaftlich und hielten mit großem Einsatz dagegen, während CFC-Keeper David Wunsch auch im zweiten Durchgang nicht geprüft wurde.
Mit zunehmender Spieldauer verwaltete der CFC das Ergebnis und blieb spielbestimmend. Trainer Benjamin Duda nutzte die Führung für fünf Wechsel: Dejan Bozic, Tobias Stockinger, Maurizio Grimaldi, Aaron Mensah und Samuel Biven erhielten Spielzeit im zweiten Durchgang. Annaberg kämpfte bis zuletzt tapfer, wurde aber in der Offensive nicht gefährlich. Lediglich einige robust geführte Zweikämpfe sorgten kurzzeitig für etwas Stimmung auf der schönen Sportanlage in Annaberg.
Stockinger sorgt für den Endstand
In der 89. Minute belohnte sich der CFC für seine Dominanz im zweiten Durchgang. Über mehrere Stationen lief der Ball flüssig durch die eigenen Reihen, bevor Tobias Stockinger eine flache Hereingabe straff unter die Latte verwandelte – Sander im Annaberger Tor war chancenlos.
Verdienter Sieg und souveräner Einzug ins Achtelfinale
Am Ende stand ein ungefährdeter und in allen Belangen verdienter Erfolg des Chemnitzer FC, der seine Pflichtaufgabe mit der nötigen Professionalität löste. Die Himmelblauen zogen nach einer konzentrierten Vorstellung souverän ins Achtelfinale ein – auch weil sie das Tempo und die Kontrolle über 90 Minuten nie verloren.
Kommende Woche geht es für die Chemnitzer in der Liga weiter gegen die Zweitvertretung von Hertha BSC (Sonntag, 14 Uhr). Am selben Tag fährt der VfB Annaberg nach Chemnitz und gastiert ab 15 Uhr beim SV Eiche Reichenbrand in der Sachsenklasse West.
VfB Annaberg 09 – Chemnitzer FC 0:3 (0:2)
VFB: Sander 1 – Lang 2 – Wallat 4 – Walther 5 – Schulze 7 (77. Schubert 16) – Schmiedl 10 – Reichelt 13 – Dietze 14 – Weiß 15 – Breitfeld 17 – Nixdorf 20
CFC: Wunsch 22 – Ekui 27, Bochmann 5, Eppendorfer 25, Pistol 18 (59. Bozic 33) – Müller 38 (C) (86. Biven 8), Rücker 17, Baumgart 29 – Alberico 11 (78. Grimaldi 23), Mergel 10 (66. Stockinger 7), Damer 13 (78. Mensah)
Tore: 0:1 Alberico (14.), 0:2 Mergel (43.), 0:3 Stockinger (89.)
Zuschauer: 1.799



