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10.01.2026 - 19.30 Uhr | Top-News

CFC trumpft in der Gruppenphase auf und verpasst trotzdem einen Podestplatz: Chemnitz wird Vierter beim ZEV Hallenmasters in Zwickau

Volle Ränge, lautstarke Fanlager und beste Hallenfußball-Atmosphäre: Das ZEV Hallenmasters in der ausverkauften Zwickauer Stadthalle bot auch in diesem Jahr beste Rahmenbedingungen für einen intensiven Fußballnachmittag. Alle 3.500 Tickets waren im Vorfeld vergriffen, das gesamte Turnier wurde live im MDR übertragen – Hallenfußball im Osten hatte einmal mehr eine große Bühne.

Der Chemnitzer FC reiste mit dem klaren Ziel nach Westsachsen, erneut wie in der Vorsaison das Finale zu erreichen. Am Ende reichte es für die Himmelblauen zu Platz vier. Ein Ergebnis, das angesichts einer sehr souveränen Gruppenphase und zweier knapper Niederlagen in den Platzierungsspielen gemischte Gefühle hinterließ.

Souveräner Start: CFC dominiert die Gruppenphase

Der Turniertag begann für den CFC etwas später, da die Himmelblauen erst im dritten Spiel und dadurch als vorletztes Team in das Geschehen eingriffen. Gegner zum Auftakt war der FC Carl Zeiss Jena – und die Chemnitzer setzten direkt ein Ausrufezeichen.

Nach einem kontrollierten Beginn brachte Leon Damer sein Team in Führung, ehe Grimaldi und Mergel innerhalb weniger Minuten nachlegten. Spätestens als Jonas Marx direkt nach dem Seitenwechsel traumhaft aus spitzem Winkel mit dem 4:1 auf den Anschluss antwortete, war die Richtung klar. Der CFC gewann das Duell mit den Thüringern souverän mit 4:2 und startete stark in das Turnier.

Überschattet wurde der Auftakt von einem Schreckmoment: Aaron Mensah musste nach einem harten Einsteigen behandelt und vom Feld gestützt werden. Die genaue Diagnose für das U19-Talent steht noch aus, aber das Trainingslager scheint nun kurzfristig für ihn in Gefahr. Gute und schnelle Genesung wünscht dir der gesamte Club, Aaron! Im Laufe des Turniers sollten auch noch Roman Eppendorfer und Maurizio Grimaldi vorsichthalber aus dem Spielbetrieb genommen werden, um nicht zu riskieren.

Weiter ging es mit dem zweiten Gruppenspiel gegen die Westsachsenauswahl. Auch hier präsentierten sich die Himmelblauen hochkonzentriert und spielfreudig. Eine sehenswerte Kombination über Pistol und Mergel brachte die Führung, Jonas Marx erhöhte wenig später. Mergel setzte per verwandeltem Siebenmeter den Schlusspunkt zum 3:1-Erfolg. Damit zog der CFC verlustpunktfrei und mit der besten Tordifferenz aller Teams ins Halbfinale ein – als statistisch stärkste Mannschaft der Gruppenphase.

Bitteres Halbfinale gegen Dynamo Dresdens U21

Im Halbfinale wartete mit der U21 von Dynamo Dresden ein unangenehmer Gegner. Der CFC erwischte erneut einen Traumstart: Johannes Pistol traf früh sehenswert unter die Latte. Doch Dynamo zeigte sich unbeeindruckt, nutzte kleine Unsauberkeiten konsequent aus und drehte die Partie noch vor dem Seitenwechsel.

Nach der Pause bewiesen die Himmelblauen Moral. Jonas Marx glich nach energischem Pressing zum 2:2 aus, zuvor hatten Mergel und Müller bei einer Doppelchance jeweils nur den Pfosten getroffen. Doch erneut schlug Dresden eiskalt zurück, erhöhte per Distanzschuss und entschied das Halbfinale letztlich mit 4:2 für sich. Der Traum vom Finale war geplatzt.

Spiel um Platz drei: Starker Fight, knapp unterlegen

Im kleinen Finale kam es zum Wiedersehen mit Carl Zeiss Jena, die der CFC in der Gruppenphase noch geschlagen hatte. Auch diesmal begann Chemnitz stark: Leon Damer brachte die Himmelblauen früh in Führung, doch Jena antwortete prompt. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich beide Teams mehrfach abwechselnd Vorteile erspielten.

Zuerst zog Jena auf 3:1 davon, Damer und Marx sorgten mit ihren Treffern noch einmal für den Ausgleich kurz vor Schluss. Jonas Marx unterstricht seine gute Tagesform mit dem Treffer und traf damit in jedem Turnierspiel – er wurde am Ende bester Torschütze des Turniers.

Jena war allerdings besser im Spiel und zeigte sich in den entscheidenden Momenten abgeklärter, nutzte kleine Lücken konsequent und setzte sich am Ende mit 5:3 durch. Die Chemnitzer waren aufgrund der drei Ausfälle aber auch personell stark angeschlagen. Für den CFC blieb damit Rang vier.

Dynamo schlägt Zwickau überraschend im Finale

In einem umkämpften Spiel setzte sich Dynamo nicht unverdient im Finale mit 3:2 gegen den FSV Zwickau durch. Sicherlich die Überraschung des Turniers. Ein starker Auftritt der jungen Schwarz-Gelben.

Einordnung und Ausblick

Unterm Strich steht ein guter Turnierauftritt in Zwickau: eine sehr reife, dominante Gruppenphase mit ansehnlichem Hallenfußball und viel Torgefahr – darauf folgten zwei Niederlagen in den Entscheidungsspielen, in denen die letzte Konsequenz und Effizienz fehlten.

Co-Trainer Niklas Hoheneder zieht ein Fazit zum Nachmittag in der Halle: „Spielerisch sind wir mit diesem Auftritt hier absolut zufrieden. Wir sind sehr stark in dieses Turnier gekommen. Die drei Ausfälle über den Nachmittag hinweg haben es dann schwer gemacht, ausgeruht in die letzten Spiele zu gehen. In den K.o.-Spielen kann sowieso alles passieren. Das haben wir am heutigen Sieger gesehen, mit dem wohl nicht viele gerechnet haben. Der vierte Platz geht für uns in Ordnung – es hat Spaß gemacht und wir freuen uns jetzt auf die gemeinsame Zeit im Trainingslager.“

Nach dem Hallenmasters richtet sich der Blick nun wieder nach vorn. Für die Mannschaft geht es nun in die nächste Phase der Vorbereitung: Das Trainingslager in der Türkei steht an.