CFC verschläft erste Halbzeit und verliert mit 1:2 in Luckenwalde
Der Chemnitzer FC reiste am 2. Spieltag zum FSV 63 Luckenwalde. Die Himmelblauen wollten den Schwung aus dem gelungenen Saisonauftakt mit auf ihre erste Auswärtsreise nehmen. Doch vor 1.006 Zuschauern im Werner-Seelenbinder-Stadion gelang das nur phasenweise.
Vor allem im ersten Durchgang fehlte dem Chemnitzer Spiel zu viel, um der Partie frühzeitig den eigenen Stempel aufzudrücken. Zwar zeigte die Duda-Elf nach der Pause eine spürbare Leistungssteigerung, doch am Ende stand mit dem 1:2 (1:1) die erste Saisonniederlage.
Bittere Nachricht vor dem Spiel
Die Brandenburger hatten ihre erste Partie knapp mit 1:2 in Erfurt verloren. Bitter: Ole Schiebold, im Sommer vom CFC zum FSV gewechselt, verpasste den Saisonauftakt verletzungsbedingt. Der Innenverteidiger zog sich im Abschlusstraining eine schwere Knieverletzung inklusive Knorpelschaden zu – und wird die gesamte Saison ausfallen. Lieber Ole, die gesamte CFC-Familie wünscht dir auch auf diesem Weg gute Besserung und einen optimalen Heilungsverlauf!
Cheftrainer Benjamin Duda nahm im Vergleich zum 1:0-Auftaktsieg gegen Greifswald eine Veränderung in der Startelf vor: Sommerneuzugang Johannes Pistol rückte für Roman Eppendorfer auf die rechte Abwehrseite.
Gemeinsames Zeichen vor dem Anpfiff
Bevor die Partie begann, versammelten sich beide Teams hinter einem großen Spruchband, um ihr gemeinsames Engagement für die Initiative Aufstiegsreform 2025 zu bekräftigen.
Früher Druck – dann Überlegenheit der Gastgeber
Die Himmelblauen starteten mit viel Selbstbewusstsein und kontrolliertem Spielaufbau. In der 6. Spielminute wurde es erstmals gefährlich: Nach einer Ecke von Leon Damer setzte Felix Müller zum Kopfball an – doch FSV-Keeper Palmowski parierte stark. Mit einem Klassereflex kratzte er den Aufsetzer unter der Latte weg.
Danach übernahmen die Gastgeber zunehmend das Kommando. In der 17. Minute prüfte Tim Maciejewski per Volley Daniel Adamczyk. Kurz darauf verfehlte er freistehend aus dem Strafraum das Ziel nur knapp. Chemnitz verlor in dieser Phase die Kontrolle – Luckenwalde entkam dem Offensivpressing der Gäste zu häufig.
Verdiente Führung für Luckenwalde
Beide Teams erspielten sich kleinere Chancen, doch die klareren Möglichkeiten hatten die Hausherren. Sofiene Jannene kam in der 26. Minute per Kopf erstmals gefährlich zum Abschluss. In der 34. Minute stand er nach einem Freistoß erneut goldrichtig und verwertete einen zweiten Ball zur verdienten 1:0-Führung.
Pistol setzt Impulse – Baumgart gleicht aus
Die Himmelblauen brauchten einige Minuten, um den Rückstand abzuschütteln. Danach schalteten die in Schwarz gekleideten Gäste einen Gang hoch und zeigten, welche individuelle Qualität in der Mannschaft steckt.
Auffälligster Mann in dieser Phase: Johannes Pistol. In der 41. Minute setzte er sich im Eins-gegen-eins stark durch und zog aufs lange Eck ab. Tom Baumgart hielt im richtigen Moment den Fuß rein und drückte den Ball zum 1:1-Ausgleich über die Linie.
Mit einem Remis in die Kabine
Mit einem aus Chemnitzer Sicht etwas schmeichelhaften Unentschieden ging es in die Pause. Abgesehen von den ersten zehn Minuten war der Auftritt im ersten Durchgang eher durchwachsen.
Chemnitz startet druckvoll in Halbzeit zwei
Die Himmelblauen kamen mit viel Schwung aus der Kabine. In der 49. Minute vereitelte Palmowski mit einer Glanztat die Chemnitzer Führung – nachdem Bozic seinen Nebenmann Domenico Alberico stark bedient hatte, der an der kurzen Fünferkante Volley abzog.
Nur zwei Minuten später verpasste Alberico eine weitere Bozic-Vorlage am Fünfmeterraum nur knapp mit der Fußspitze. Doppeltes Glück für die Gastgeber, dass der CFC in dieser Phase nicht traf.
Die rund 500 mitgereisten Fans sahen jetzt eine deutlich verbesserte Chemnitzer Mannschaft.
Damer vergibt, Bachmann mit dem Schock
In der 70. Minute dann erneut eine gute Gelegenheit: Bozic gewann am Strafraumeck den Zweikampf, weil sein Gegenspieler auf einen Freistoßpfiff spekulierte – und fiel. Der Routinier nutzte den Raum, steckte überlegt auf Leon Damer durch, doch dessen Abschluss ging deutlich über das Tor.
Die Duda-Elf blieb am Drücker, brachte frische Kräfte und erhöhte in der Schlussphase noch einmal das Tempo. In der 76. Minute folgten zwei weitere Strafraumszenen, die jedoch erneut nicht den gewünschten Erfolg brachten.
Das rächte sich bitter: Ein Konter über die rechte Seite wurde perfekt ausgespielt und von Mike Bachmann zur 2:1-Führung für Luckenwalde vollendet (78.). Adamczyk versuchte im letzten Moment, den Einschlag zu verhindern – vergeblich.
Schlussphase ohne Happy End
Luckenwalde zog sich nun noch tiefer in die eigene Hälfte zurück und verteidigte mit allem, was ging. Der CFC rannte an, warf alles nach vorn und drückte auf den Ausgleich – auch in der fünfminütigen Nachspielzeit. Doch der Ball wollte nicht mehr ins Tor.
Nach 90+5 Minuten stand fest: Der CFC muss sich an diesem Tag an die eigene Nase fassen. Gegen eine kämpferisch starke Mannschaft aus Luckenwalde reichte eine gute zweite Halbzeit nicht für Zählbares.
Nichtsdestotrotz gilt es aus dieser Niederlage zu lernen, die positiven Aspekte zu betonen und über die negativen Ereignisse zu sprechen. Ein Spiel, dass für den CFC in dieser Spielzeit einen nachhaltigen Lerneffekt haben kann.
Ausblick: Flutlichtspiel gegen Chemie Leipzig
Für die Himmelblauen geht es am Mittwoch, dem 13. August, mit einem Flutlichtspiel weiter: Am 3. Spieltag empfängt der CFC die BSG Chemie Leipzig zum Traditionsduell im eins-Stadion – An der Gellertstraße.
Bereits am 9. August tritt der FSV 63 Luckenwalde zum Auswärtsspiel bei der U23 des 1. FC Magdeburg an.
FSV 63 Luckwalde – Chemnitzer FC 2:1 (1:1)
L63: Palmowski 1 – Neumann 20 (46. Meyer 15), Jannene 14, Pollasch 6, Merke 2, Bachmann 11 (85. Seidel 13) – Kaus 17 (63. Koplin 7), Schneider 22, Maciejewski 27 (85. Meier 21) – Gollnack 29, König 26 (74. Will 10)
CFC: Adamczyk 1 – Walther 4 (84. Ekui 27), Bochmann 5, F. Müller 26, Pistol 18 – T. Müller 38 (C), Erlbeck 6, Baumgart 29 (78. Stockinger 7) – Alberico 11 (70. Grimaldi 23), Bozic 33, Damer 13 (78. Marx 19)
Tore: 1:0 Jannene (34.), 1:1 Baumgart (41.), 2:1 Bachmann (78.)
Zuschauer: 1.006



