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13.04.2022 - 21.58 Uhr | 1. Mannschaft

Chemnitz dreht "rassiges" Topspiel

Dreier beim Aufstiegsaspiranten! Der Chemnitzer FC hat sein Auswärtsspiel beim 1. FC Lokomotive Leipzig mit 2:1 (1:1) gewonnen. Die Gastgeber hatten mehr Spielanteile, bissen sich aber die Zähne an der äußerst disziplinierten CFC-Abwehr aus.

"Es war ein rassiges Spiel", brachte CFC-Cheftrainer Christian Tiffert die Partie auf der Pressekonferenz danach ganz gut auf den Punkt. Das erwartet intensive Topspiel ließ keine Abtastphase zu: Bereits in der fünften Minute schoss Ex-Chemnitzer Theo Ogbidi nach Zuspiel von Piplica den Ball unter die Latte. Keine drei Minuten später zog Brügmann vom Sechzehnmeterraum ab und traf sehenswert in den Winkel - 1:1.

In der Folge hatten die Leipziger vor 3.581 Zuschauern die klareren Möglichkeiten. Erst scheiterte Rangelov zentral an Dogan (12.), dann kratzte Dogan einen Freistoß von Ogbidi aus dem Eck (14.), später setzte sich Ziane im Kopfballduell durch und forderte Dogan erneut zur Rettungstat (22.). "In der ersten Halbzeit habe ich uns unterlegen gesehen, da hatten wir etwas Matchglück. Wir kommen schlecht rein, zeigen dann aber eine Reaktion. Das hat mir gefallen", sagte Tiffert. 

Chemnitz gelang es trotz der starken Leipziger Anfangsphase, das Spiel mehr und mehr mit diszipliniertem Stellungsspiel und hoher Zweikampfhärte zu beruhigen. CFC-Kapitän Tobias Müller bekam im Aufbauspiel viele Freiheiten und konnte so immer wieder schnell das Mittelfeld überbrücken. Im zweiten Durchgang bot sich ein ähnliches Bild: Leipzig spielte den Ball, Chemnitz stand gut.

Erst in der 67. Minuten wurde diese Konstellation aufgebrochen: Der kurz zuvor eingewechselte Max Roscher ging gegen Lok-Verteidiger Voufack im Eins-gegen-Eins im Strafraum zu Boden. Campulka verwandelte den fälligen Elfmeter sicher halbhoch ins rechte Eck (67.). "Da hatten wir ein goldenes Händchen", so Tiffert. Sein Gegenüber Almedin Civa zeigte sich nach dem Spiel ernüchtert: "Wir haben sehr viel gut gemacht, dann machen wir zwei Sachen nicht gut und der CFC trifft. Das ist die Qualität des Gegners. Sie haben alles reingehauen. Zum Fußball gehört Tore schießen und Tore verhindern: Das hat der Chemnitzer FC heute gemacht."

Anschließend sahen beide Trainer, wie die Leipziger anrannten, sich aber keine klaren Torchancen mehr erarbeiten konnten. Kurz vor Schluss wurde Okan Kurt mit Gelb-Rot des Platzes verwiesen, am Endstand von 2:1 (1:1) aus Chemnitzer Sicht änderte das aber nichts mehr. Tiffert: "Meine Jungs haben sich in alles reingeworfen, was kam. Deswegen bin ich sehr stolz."

Zum Abschluss der englischen Woche reist der Chemnitzer FC am Samstag, den 16. April zum VfB Germania Halberstadt und kann dort den nächsten Auswärtsdreier einfahren. Anstoß im Friedensstadion ist um 13:00 Uhr.

Aufstellung: Dogan – Zickert, Pelivan, Campulka – Schimmel, Kurt, Müller, Walther (78. Köhler) - Bickel (64. Roscher) – Brügmann, Freiberger (87. Caciel)

Tore: 1:0 Ogbidi (5.), 1:1 Brügmann (8.), 1:2 Campulka (67./FE)