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07.10.2022 - 21.20 Uhr | 1. Mannschaft

Chemnitz holt Remis in wilder Partie

Negativserie beendet! Der Chemnitzer FC und die VSG Altglienicke trennen sich am Freitagabend in einer wilden Partie 3:3 (1:2). Beide Teams hatten vor 201 Zuschauern zahlreiche Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden.

Cheftrainer Christian Tiffert ließ sein Team nach den Verletzungen von Jakub Jakubov und Dominik Pelivan in einer 4-2-3-1-Formation auflaufen und überraschte die spielstarken Berliner damit. In die verhaltene Anfangsphase hinein erzielte Felix Brügmann nach toller Vorlage von Max Roscher sein drittes Saisontor (15). Roscher blieb der beste Mann in der ersten Halbzeit und bereitete mit seiner abgefälschten Flanke den Treffer von Kircicek vor (23.). Nach einer halben Stunde wachten die Gastgeber allmählich auf. Uzan kam für den verletzten Brehmer auf den Platz und war nach Querpass von Cigerci aus zwei Metern zur Stelle (33.). "Ich bin zweigeteilt", sagte Tiffert nach der Partie: "Eigentlich hätte man den Sieg über die Zeit bringen müssen, aber man muss sehen, wie Altglienicke Fußball spielt."

In der zweiten Halbzeit nahm das Spektakel dann seinen Lauf. Altglienicke überrumpelte die Himmelblauen und rannte mit unbändigem Willen an. Erst scheiterte Cigerci mit seinem Distanzschuss an der Unterkante der Latte (51.), dann schlug Breitkreuz drei Meter frei vor dem Tor über den Ball (52.). Schließlich nahm sich Innenverteidiger-Hühne Philipp Zeiger ein Herz, dribbelte vom Anstoßpunkt durch die gesamte Chemnitzer Hintermannschaft und knallte den Ball zum Tor des Monats unter die Latte (53.). Altglienicke machte weiter und ging in Person von Shean Mensah verdient in Führung (60.). Von da an hatten die Gäste Glück, dass Uzan aus 20 Metern (64.) und Cigerci aus 16 Metern keinen Erfolg hatten (66.). Tiffert: "Es kann nicht sein, dass ein Spieler vom Kreis bis vors Tor dribbelt. Ein schönes Tor, ohne Frage. Das ist aber unmöglich."

Tiffert versuchte den Berliner Sturmlauf mittels zweier Wechsel zu unterbrechen und hatte Erfolg. Stephan Mensah brachte neuen Schwung in die Partie, Walther – der 69 Minuten auf seinen Einsatz warten musste - nahm den wuseligen Shean Mensah aus der Partie. In der 73. Minute kombinierte sich Pagliuca mit Stephan Mensah auf der rechten Seite zur Grundlinie und erzwang mit seinem scharfen Ball vor den Kasten ein Eigentor von John Liebelt (73.). In der Schlussviertelstunde hatte Chemnitz noch die Chance zum Sieg. Auch einen vermeintlichen Hand-Elfmeter für den CFC gab der souveräne Schiedsrichter Rose nicht (87). Tiffert sagte nach der Partie: "Wir müssen uns bei David und der Latte bedanken, dass wir nicht eher in Rückstand geraten. Wir haben hinten raus eine gute Moral gezeigt."

Chemnitzer FC: Wunsch - Zickert(C), Campulka, Löwe (69. Walther), Berger - Kurt, Pagliuca - Kircicek (68. Mensah), Roscher, Stagge - Brügmann

Tore: 0:1 Brügmann (15.), 0:2 Kircicek (23.), 1:2 Uzan (33.), 2:2 Zeiger (53.), 3:2 Mensah (60.), 3:3 Liebelt (73./ET)