Zurück zur Übersicht

18.10.2018 - 12.00 Uhr | Top-News

Chemnitzer FC Fußball GmbH gegründet

Am Donnerstag, 18.10.18, wurde die Chemnitzer FC Fußball GmbH durch Insolvenzverwalter RA Siemon zusammen mit einem Investor gegründet. Nachdem die Gläubigerversammlung am 26.09.18 den Weg frei gemacht hatte, beginnt damit die Umsetzung der Ausgliederung und Sanierung.

Der Handlungs-Zeitrahmen ist außerordentlich eng

Der zur Verfügung stehende Zeitrahmen ist außerordentlich eng. Die Gründung am heutigen Tag ist notwendig, da der Nordostdeutsche Fußballverband e. V. (NOFV) eine Frist zur Vorlage der Unterlagen auf den 26.10.18 gesetzt hatte und zugleich die Gründung maßgebliche Voraussetzung für die Akquise von Investoren ist, die bereits parallel begonnen hat. Der NOFV will am Freitag, 02.11.2018, über die Zulassung der Kapitalgesellschaft zum Spielbetrieb der Regionalliga Nordost beschließen. Die Zulassung soll dann im neuen Jahr, zum 01.01.19 erfolgen, denn zu diesem Zeitpunkt ist die Übertragung des Spielbetriebs vom Chemnitzer FC e.V. auf die CFC Fußball GmbH vorgesehen. Dies geschieht insbesondere deshalb, damit die Kapitalgesellschaft ab 2019 am Spielbetrieb der Regionalliga teilnehmen kann. Dies wiederum ist Voraussetzung dafür, dass zum 01.03.19 die Lizenzunterlagen zur 3. Liga durch die Kapitalgesellschaft beim DFB eingereicht werden können. Dieser Verlauf hat mehrere Vorteile, insbesondere wird eine andernfalls notwendige kostenintensive, doppelte Lizensierung von e.V. und GmbH vermieden. Eine Einreichung der Lizenzunterlagen für die 3. Liga durch den e.V., samt Insolvenzmasse, wäre zwar möglich, aber auf Grund der zahlreichen geforderten Voraussetzungen des DFB schwierig, da der Verband eine einwandfreie Bonität fordert. Ein Szenario, wonach der Chemnitzer FC die Qualifikation zur 3. Liga schafft, aber die Unterlagen nicht fristgerecht vollständig einreichen kann, ist unbedingt zu vermeiden. Es sind eine Vielzahl rechtlicher, verbandsrechtlicher und wirtschaftlicher Fragen zu prüfen und Sachverhalte zu klären, wofür in anderen Fällen nicht selten Jahre benötigt wurden.

Chemnitzer FC GmbH versteht sich im Verbund mit dem Chemnitzer FC e.V. in der Tradition der städtischen Fußballvereine

Die CFC GmbH sieht sich im Verbund mit dem Chemnitzer FC e.V., welcher 1966 als Fußballklub Karl-Marx-Stadt gegründet wurde,  in der Tradition der städtischen  Vereine Chemnitzer  SC  Britannia (gegründet 1899),  Chemnitzer  BC 1899,  Chemnitzer  BC 1933,  SG Chemnitz Nord, BSG Fewa Chemnitz, BSG Chemie Chemnitz, BSG Chemie Karl-Marx-Stadt, und der Abteilung Fußball des SC  Motor  bzw. SC  Karl-Marx-Stadt stehend. Der  Chemnitzer  SC Britannia gehörte  zu  den Gründungsmitgliedern  des  DFB (28.01.1900), der   Chemnitzer  BC   1899   zu  den Gründungsmitgliedern des VMBV (26.12.1900) und des VCFV (08.08.1903). Die Farben sind Himmelblau und Weiß. Die Fußballer der CFC GmbH treten als die „Himmelblauen“ auf. Die CFC GmbH tritt gem. § 3 aktiv für die Werte der freiheitlich, demokratischen Grundordnung ein und sieht sich den Werten Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in besonderer Weise verpflichtet. Die CFC GmbH verpflichtet sich dazu, ein Bollwerk gegen Rechtsradikalismus zu sein. Zugleich wendet sich die CFC GmbH gegen jede Form von politischem und religiösem Extremismus. Jeder Gesellschafter erkennt diese Verpflichtung an.

In der Erkenntnis, dass der Fußballsport nur überregional und international auf dem angestrebten hohen Niveau betrieben werden kann, verpflichtet sich die CFC GmbH dazu, die Sportveranstaltungen in Weltoffenheit, Toleranz und Fairness zu gestalten und durchzuführen und diese Werte zu achten und zu wahren. Das Unternehmensziel der CFC GmbH ist gem. § 4 darauf ausgerichtet, sportlich und wirtschaftlich einen bestmöglichen Erfolg zu haben. Die Gesellschafter verpflichten sich, diesem Unternehmensziel bestmöglich zu dienen.

Alle Mitarbeiter leisten Außerordentliches. Viele Mitglieder wünschen sich mehr Informationen. Diese Mitteilung soll einen Hinweis darauf geben, was alles trotz knapper Ressourcen in kürzester Zeit zu bewältigen ist, wobei die Investorensuche, der Ausgliederungsvertrag und die Schließung der Budgetlücke ebenfalls bearbeitet werden, denn erst bei Schließung der Lücke sind die Insolvenzursachen beseitigt. Der jetzt erreichte Stand macht zuversichtlich, aber es bleibt noch ein hartes Stück Arbeit.