Chemnitzer FC und Gymnasium Frankenberg auf Bildungsfahrt nach Buchenwald
Gemeinsam mit dem AWO-Fanprojekt und dem Fanbeauftragten des Chemnitzer FC haben die Schülerinnen und Schüler des Martin-Luther-Gymnasiums Frankenberg am Donnerstag, den 29. Juni eine Bildungsreise in die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald unternommen.
Im Mannschaftbus der Himmelblauen machten sich die Mädchen und Jungen sowie ihr Lehrer Frieder Seidel auf die Reise in Richtung Weimar. In einem Rundgang über das Areal des ehemaligen Konzentrationslagers erhielten die Teilnehmer einen anschaulichen Einblick in die schreckliche Geschichte des Deutschen Reiches. Im Anschluss konnten sich alle Teilnehmer selbstständig im Museum mit den Themen KZ-Alltag, Kunst oder Kultur auseinanderzusetzen.
Zum Gedenken an die Opfer und die Gräueltaten der NS-Zeit legten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Patrick Zobel vom AWO Fanprojekt und dem CFC-Fanbeauftragten Stefan Graupner am „Denkmal für alle Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald“ einen Blumenkranz nieder.
"Diese Arten von Bildungsreisen sind für alle Menschen von enormer Bedeutung, um das Problembewusstsein gegenüber jeder Art von Extremismus, Rassismus und Antisemitismus zu schärfen und die vergangenen Taten klar von unserer heutigen Art und Weise des Zusammenlebens zu abzugrenzen. Wir sind uns als Chemnitzer FC unserer Verantwortung bewusst und unterstützen deshalb gezielt die regionalen Bildungseinrichtungen, um auch zukünftig einen Teil zur Aufklärungsarbeit beizutragen", so Stefan Graupner, Fanbeauftragter des Chemnitzer FC.
Gefördert wurde der Workshop mit dem Martin-Luther-Gymnasium Frankenberg von der eins energie in sachsen. Der regionale Energiedienstleister legt mit seinem Engagement bei den Himmelblauen den Fokus auf die Förderung der Nachwuchsarbeit des Chemnitzer Traditionsclubs. Darüber hinaus fließt ein Teil des finanziellen Engagements in Projekte der Fan- und Bildungsarbeit, z.B. Anti-Rassismus-Kampagnen.
Das Konzentrationslager Buchenwald wurde 1937 in der Nähe von Weimar errichtet. In das KZ deportierte die SS zahlreiche Kinder, Jugendliche und Männer: Politische Gegner des Regimes, sogenannte Asoziale und Kriminelle, Homosexuelle, Juden und Sinti und Roma aus fast allen europäischen Ländern. 95 % der Häftlinge stammten zum Zeitpunkt der Lagerbefreiung nicht aus dem Deutschen Reich. Insgesamt waren von 1937 bis 1945 fast 280.000 Menschen aus über 50 Nationen inhaftiert, rund 56.000 Menschen kamen im KZ Buchenwald und seinen Außenlagern ums Leben, wurden willkürlich getötet, starben an Hunger, durch Krankheit oder medizinische Versuche. Von Buchenwald starteten Vernichtungstransporte mit Kindern und kranken Häftlingen nach Auschwitz. Das Konzentrationslager Buchenwald wurde am 11. April 1945 befreit.



