Comeback-Sieg nach Zwei-Tore-Rückstand
Mit Mentalität und Wucht hat der Chemnitzer FC gegen den Berliner AK 07 am Samstag einen verdienten Heimsieg eingefahren. Nach unterirdischen ersten 45 Minuten drehte der CFC auf beeindruckende Art und Weise das Spiel.
Zeit zum Abtasten ließ die Partie gar nicht erst zu. Bereits nach zwei Minuten stürmte Michel Ulrich über die linke Außenbahn und konnte frei flanken. Sein Ball rauschte durch den Fünfer und fand Ugur Tezel, der freistehend einschob (2.). Chemnitz wirkte beeindruckt und fand nicht ins Spiel. Hingegen nutzten die Gäste ihren Schwung und setzten noch einen drauf. Nach 13 Minuten bekam El-Jindaoui halblinks den Ball und zog ansatzlos ab, Jakubov ließ den Ball in die Mitte abprallen und Abu-Alfa staubte ab – 0:2!
Der CFC war sichtlich geschockt. Die Berliner schalteten zwei Gänge zurück und stellten die Chemnitzer mit ihrer kompakten Fünferkette vor eine schwierige Aufgabe. Von der benötigten Zweikampf-Härte und Offensivkraft war nichts zu sehen. Begleitet von einem Pfeifkonzert der 1.727 Zuschauer ging der CFC zum Pausentee – und der bewirkte Wunder!
Den Berliner Blitzstart aus der ersten Hälfte glichen die Chemnitzer innerhalb von drei Minuten aus! Zuerst nickte Freiberger eine Flanke von Bickel ins Eck (49.), dann sorgte Letzterer für das potentielle „Tor des Monats“: Bei einem Pressschlag am Mittelkreis zog der Chemnitzer Spielmacher voll durch und schoss den Ball über BAK-Torhüter Kühne hinweg ins Tor (51.). Dieses Mal waren die Gäste komplett von der Rolle und fanden keine Lösung gegen den scharf anlaufenden CFC. Schiedsrichter Patrick Kluge war in diesen Minuten besonders gefragt und verteilte zahlreiche gelbe Karten für taktische Fouls.
Mitte der zweiten Hälfte hatte Dartsch plötzlich die Chance zur Führung - Nachdem Kühn eine scharfe Flanke von Milde nicht festhalten konnte stolperte der Linksaußen den Ball über die Latte (73.). Eine Minute später unterlag der BAK dem Druck des CFC – Milde flankte von links an den zweiten Pfosten, wo Freiberger ins kurze Eck einnickte. Berlin versuchte anschließend noch einmal zurückzukommen, doch scheiterte oft am eigenen Schussvermögen. Komplett sicher durften sich die Chemnitzer erst fühlen, als Tobias Müller kurz vor Schluss nach einem Freistoß einköpfte (87.).
BAK-Kapitän Kauter holte sich kurz vor Schluss noch einen Platzverweis nach einer Rudel-Bildung und setzte den Schlusspunkt hinter ein turbulentes Spiel!
Der Chemnitzer FC hievt sich durch die drei Heimpunkte bis in die obere Tabellenhälfte der Regionalliga Nordost. Am kommenden Samstag geht es für die Mannschaft von Trainer Daniel Berlinski im Sachsenpokal weiter. In der 4. Runde des Wernesgrüner Sachsenpokals trifft der CFC am 10. Oktober 2020 um 14 Uhr auf den FC Grimma.



