Damer trifft früh: Der CFC holt den ersten Saisonsieg in Berlin
Am 2. Spieltag stand für den Chemnitzer FC das erste Auswärtsspiel der noch jungen Saison auf dem Programm. Für die Schützlinge von Christian Tiffert ging es in die Hauptstadt in das Amateur-Stadion auf dem Olympiagelände, wo die Himmelblauen vor 876 Zuschauern und perfekten Platzverhältnissen auf Herthas U23 trafen.
Der Chemnitzer FC präsentierte sich erstmals in den neuen, komplett schwarzen Auswärtstrikots und ging mit einem 3-5-2-System ins Spiel. Die Startformation musste im Vergleich zum Eröffnungsspiel gegen Halle (0:0) auf einer Position verletzungsbedingt verändert werden. Roman Eppendorfer fehlte mit Sprunggelenksproblemen und wurde durch Felix Müller in der Innenverteidigung ersetzt.
Kaum hatte der Schiedsrichter das Spiel angepfiffen, schalteten beide Teams direkt in den Angriffsmodus. So entwickelte sich in den ersten 45 Spielminuten ein hochattraktives Spiel mit Chancen auf beiden Seiten im Minutentakt, wobei der CFC stets die etwas dominantere und gefährlichere Mannschaft war.
Bereits nach nicht einmal 120 Sekunden hätte es auf der Anzeigetafel hinter den Trainerbänken 1:1 stehen können. Zunächst verpasste Luis Fischer nach toller Vorarbeit von Leon Damer denkbar knapp am langen Pfosten den Führungstreffer (1.) für den CFC. Auf der anderen Seite war es dann Herthas Oliver Rölke mit einem Schuss aus 13 Metern, der den langen Pfosten nur hauchdünn verpasste (2.).
In der 5. Spielminute sorgte dann wieder der agile Luis Fischer für Gefahr vor dem Berliner Kasten. Der 20-jährige Neuzugang aus Meuselwitz setzte nach einem schlampigen Abspiel der Gastgeber im Spielaufbau gut nach und brachte den Ball präzise von links nach innen, wo Artur Mergel knapp verpasste. Leon Damer lauerte dahinter und erzielte mit seinem 1:0-Führungstreffer gleichzeitig den ersten Saisontreffer für den CFC.
Nach einer Viertelstunde beruhigte sich die Partie etwas vor den Augen der rund 300 mitgereisten Chemnitzer Anhänger, die die Mannschaft über 90 Minuten lautstark unterstützten.
Der CFC blieb dran und war mit mehreren Abschlüssen gefährlich: Tom Baumgart hatte in der 38. Spielminute das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch mit seinem Flachschuss an einem Herthaner Abwehrbein. Leon Damer versuchte gedankenschnell nachzusetzen und ging nach dem Zweikampf zu Boden. Der Elfmeterpfiff blieb aus, und die Nummer 13 der Himmelblauen konnte nach einer kurzen Behandlungspause weitermachen.
In der 41. Spielminute zeigte der starke Rückhalt im Chemnitzer Tor, Daniel Adamczyk, nach einem direkten Freistoß aus zentraler Position von Gustav Christensen seine ganze Klasse.
Die Chemnitzer kontrollierten bis zum Pausenpfiff die Partie, wobei die Hertha-Bubis ihrerseits immer gefährlich blieben.
Christian Tiffert nahm zur Pause keine Veränderungen vor, dafür kam die Hertha mit Wucht aus der Kabine und drückte energisch auf den Ausgleich. In der 50. Spielminute half dann auch das Glück mit, als Herthas Oliver Rölke mit einer Direktabnahme den linken Außenpfosten traf und es so beim knappen Vorsprung für die Chemnitzer blieb.
Die spielfreudige Hertha agierte zielstrebiger als noch in den ersten 45 Minuten, was sich letztlich auch in einem Chancenplus im zweiten Durchgang widerspiegelte. Der CFC tat sich schwer, vors gegnerische Tor zu kommen, und musste sich stattdessen auf die Defensivarbeit konzentrieren. Wenn es gefährlich wurde, war der sichere Rückhalt Daniel Adamczyk zur Stelle – und das gleich mehrfach. So klärte der 22-jährige Schlussmann beispielsweise gegen Christensen, der in der 67. Spielminute völlig frei vor ihm auftauchte, mit einem starken Reflex mit seinem linken Arm zur Ecke.
Die Chemnitzer kämpften verbissen und versuchten, den Spielfluss der Berliner zu brechen. Dafür war viel Laufarbeit und Zweikampfhärte gefordert. Zehn Minuten vor dem Ende lag der Ball dann im Chemnitzer Gehäuse, doch der Assistent von Schiedsrichter Hannes Ventzke hatte schon vorher die Abseitsstellung des Berliners Ensar Aksakal angezeigt.
Die Himmelblauen fanden in den Schlussminuten die Souveränität in der Abwehrarbeit wieder und leiteten aus einigen Klärungsaktionen Konter ein. Es fehlte jedoch die letzte Konsequenz beim Ausspielen des Situationen.
Unter dem Strich steht der erste Dreier für den Chemnitzer FC in der Spielzeit 2024/25. Nach einer guten ersten Halbzeit drückten die Berliner auf den Ausgleich in Durchgang zwei, konnten einen gut aufgelegten Adamczyk aber nicht überwinden.
Am kommenden Wochenende soll dann der erste Heimsieg in dieser Saison folgen. Das Ziel ist zuerst die Marke von 10.000 Zuschauern im Stadion – An der Gellertstraße zu erreichen und dann G-E-M-E-I-N-S-A-M das Bezirksderby gegen den FSV Zwickau zu gewinnen.
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Hertha BSC U23 – Chemnitzer FC 0:1 (0:1)
Tore: 0:1 Damer (5.)
Zuschauer: 876
Hertha BSC II: Goller 43 – Strasner 20, Matiebel 25, Klemens 41, Eitschberger 2 (46. Weiland 31) – Gottschalk 38, Mamuzah Lum 29 (69. Kesik 5), Ajvazi 27 (57. Ben-Hatira 10) – Christensen 26, Rölke (C) 40 (82. Wollschläger 9), Pereira Mendes 24 (46. Aksakal 7)
Chemnitzer FC: Adamczyk 1 – Koch 24, F. Müller 23, Zickert 21 – Walther 4 (57. Lihsek 8), T. Müller(C) 38 (87. Rücker 17), Mergel 10 (87. Eshele 20), Baumgart 29, Reutter 16 – Damer 13, Fischer 27 (76. Roscher 9)



